Dax 10525.0 1.15%
MDax 21582.0 1.38%
TecDax 1799.0 1.38%
BCDI 138.27 -0.03%
Dow Jones 18308.08 0.91%
Nasdaq 4884.12 0.8%
EuroStoxx 3004.5 1.38%
Bund-Future 165.78 -0.08%

Immobilienblase

Eigentlich gehört die Bundesbank zu den besonnenen Institutionen im Land. Doch wenn die Bank einmal eine Warnung ausspricht, sollte diese ernst genommen werden. So geschehen in Bezug auf die Immobilienpreise und eine mögliche Immobilienblase im Land. Im Rahmen ihres Monatsberichts bezeichnete sie Wohnimmobilien in Städten als möglicherweise überbewertet.

Immobilienblase: Stadt-Land-Gefälle

Zu Anfang sollte man berücksichtigten, dass die Bundesbank zwar starke Verteuerungen bei Wohnimmobilien bemerkt, aber substanzielle Übertreibungen am Wohnimmobilienmarkt als Ganzem nicht erkennt. Dennoch ist es laut Bundesbank gerade in Ballungsräumen zu Preissteigerungen gekommen, die sich fundamental nur noch schwer rechtfertigen lassen.

Alles in allem verberge sich hinter der Immobilienblase für Häuser und Wohnungen um 8,25 Prozent in den letzten drei Jahren ein ausgeprägtes Stadt-Land-Gefälle, heißt es in dem Bericht. In den größten Städten hätten sich Geschosswohnungen in diesem Zeitraum um mehr als ein Viertel verteuert. Nach Einschätzung der der Bundesbank lässt das Befürchtungen hinsichtlich eines breit angelegten Immobilienpreisbooms aufkommen.

Immobilienblase: Preisrisiko in Großstädten

Die Berechnungen der Bundesbank zeigen, dass in den städtischen Wohnungsmärkten die Preise bis zu 10 Prozent über dem mit demographischen und ökonomischen Faktoren erklärbaren Niveau liegen könnten. Laut der Studie betragen in den attraktiven Großstädten in diesem Segment die Abweichungen nach oben bis zu 20 Prozent. Das betrifft demnach die Immobilienblasen in den Großstädten Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf.

Der Preisanstieg dürfte nach Einschätzung der Bundesbank allerdings nicht auf die städtischen Zentren begrenzt bleiben. Es gebe vielmehr klare Hinweise für eine Ausbreitung von den Städten ins Umland, heißt es im aktuellen Monatsbericht weiter. Daher sei es nicht auszuschließen, dass überschießende Erwartungen oder Spekulationsmotive die regionale Ausbreitung von Preisimpulsen befördern.

Immobilienblase: Zinsen sind Schuld

Auslöser der hohen Immobiliennachfrage, die zu dieser Immobilienblase geführt haben, sind neben verbesserten konjunkturellen Aussichten die Einflüsse der Finanz- und Staatsschuldenkrise. Neben der gewachsenen Attraktivität für ausländische Investoren, wird auch der Aspekt sichere Geldanlage vieler heimischer Anleger als Grund genannt. Daher warnt die Bundesbank:

Sollte es zum gegenwärtigen Zeitpunkt zu Preiskorrekturen am Immobilienmarkt kommen, könnte dieses bei Haushalten empfindliche Vermögensverluste verursachen. Allerdings hält die Bundesbank gesamtwirtschaftliche Risiken oder Gefahren für die Finanzstabilität angesichts der Entwicklungen in Richtung Immobilienblase für nicht sehr wahrscheinlich.

Trotz möglicher Immobilienblase: Anreize erhalten

Kurzfristig rechnet die Bundesbank nicht mit einem Nachlassen der steigenden Immobilienpreise. Trotz kräftiger Zunahme der Wohnbauaktivitäten reicht ihrer Ansicht nach das Angebot nicht aus, um die zusätzliche Nachfrage nach Wohnraum zu befriedigen. Das betreffe insbesondere Geschosswohnungen.

Vor diesem Hintergrund der "Immobilienblase" sprach sich die Bundesbank gegen eine Begrenzung von Mietsteigerungen aus. Der Bau von Mehrfamilienhäusern werde nur dann weiter kräftig ansteigen, wenn Investoren in der Vermietung von Wohnraum genug Renditepotenzial erkennen könnten, so die Bundesbank. Aktien stellen eine wesentlich bessere Alternative zu Immobilien dar. Vor allem, wenn es sich um die langfristig sichersten und besten Aktien der Welt handelt! Klicken Sie hier für gratis Infos...