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Immobilienpreise

Was wären die Deutschen ohne ihren unerschütterlichen Glauben an Immobilien? Manch Zyniker würde sagen:

Ein Volk glücklicher Aktionäre! Für Ausländer ist es immer wieder verwunderlich, wie fest die Deutschen an die Immobilie als Anlageform glauben. Angesichts der Krisen der letzten Jahre mag dieser Ansatz zwar zum Teil berechtigt sein, allerdings zeigen die Aktienmärkte eben auch, dass es noch deutlich bessere Renditen geben kann.

Immobilienpreise: Ein Phänomen

Die Wahlkampfdebatte um eine Mietpreisbremse brachte ein Phänomen der jüngsten Krisen zu Tage: Steigende Immobilienpreise in vielen Regionen Deutschlands. Vor allem die Metropolen verzeichnen teils absurd wirkende Preissteigerungen, die wiederum neue Käufer angelockt haben und so den Preisschub weiter voranbrachte.



Verlierer waren dabei vielfach Mieter, die mit Preiserhöhungen zu kämpfen hatten. Allerdings fehlt letztlich trotz rekordniedriger Zinsen Wohnraum im Niedrigpreissegment, was früher durch staatliche Immobiliengesellschaften oder staatlich geförderten Sozialen Wohnungsbau angeboten wurde, inzwischen aber vielfach nicht mehr angeboten wird. Zudem muss auch hier die gesellschaftliche Entwicklung bei den Immobilienpreisen genannt werden. Eine Gesellschaft, die vielfach aus Single-Haushalten besteht, hat ganz andere Wohnraumbedürfnisse, als sie in Deutschland in der Vergangenheit bestanden.

Steigen die Immobilienpreise weiter?

Angesichts steigender Mieten dürfte dann auch die Immobilienpreise weiter ansteigen. Das spiegelt sich auch in den Erwartung der Deutschen über die Immobilienpreisentwicklung wider. Laut einer Bevölkerungsumfrage im Auftrag der ING-DiBa rechnen zwei Drittel der Deutschen in den kommenden zwölf Monaten mit steigenden Immobilienpreisen. Stark sinkende Preise und damit die Gefahr einer platzenden Immobilienblase sehen die Befragten nicht. Jeder dritte Deutsche prognostiziert dagegen stagnierende Immobilienpreise. Der Rückblick zeigt starke regionale Unterschiede bei der Immobilienpreisentwicklung:

So verzeichneten die Ballungsgebiete zuletzt große Preisanstiege, während die Immobilienpreise in ländlichen Gebieten sanken. In Berlin hat sich der Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen in den letzten fünf Jahren zum Beispiel fast verdoppelt. Dem starken Preisanstieg in den Großstädten stehen jedoch sinkende Preise in ländlichen Regionen gegenüber:

Immobilienpreise: Die Krux mit der Lage

Während Immobilienbesitzer in den großen Metropolen jubeln, geht es den Eigenheimbesitzern auf dem Land längst nicht so gut. Viele Eigentümer werden ihre Objekte aufgrund rückläufiger Bevölkerungszahlen nur mit Abschlägen vom ursprünglichen Kaufpreis los. Von daher gilt auch hier wieder der alte Makler-Spruch: „Lage, Lage, Lage“.

Immobilieninvestments lohnen sich nur in Top-Lagen und die sind eigentlich nicht verkäuflich oder schon so teuer, dass man hier bereits von einer Blase sprechen kann. Da hilft dann bei manchen nur die Hoffnung: Laut der Umfrage rechnen nur fünf Prozent der Bewohner in ländlichen Gebieten mit sinkenden Immobilienpreisen, 43 Prozent hingegen mit steigenden Preisen. Fazit: Betongold ist gut, aber für den langfristigen Vermögensaufbau sollten durchaus auch andere Optionen in Betracht gezogen werden. Die beste Alternative stellen dabei Aktien dar. Im kostenlosen Newsletter Aktien-Ausblick erfahren Sie, welche Aktien derzeit günstig bewertet sind!