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Joseph Stiglitz

Nur wenige Ökonomen sind multimedial so präsent wie Joseph Stiglitz. Und gerade deshalb ist er einer der einflussreichsten Wirtschaftswissenschaftler der Welt. Denn der Professor an der Columbia Universität in New York wird für sein klares Wort geschätzt. Zuletzt hatte er für Europa dabei aber wenig Positives zu verkünden.

Joseph Stiglitz – ein Mann aus der Mittelschicht

Joseph Stiglitz wurde 1943 in Gary, einer Stadt im Nordwesten des US-Bundesstaates Indiana, geboren. Als Kind eines Versicherungsvertreters und einer Lehrerin konnte er von Anfang an auf ein gewisses Bildungsniveau setzen. Bevor er sich jedoch auf Wirtschaftswissenschaften festlegte, studierte er Mathematik. Da entsprechende Fähigkeiten jedoch durchaus von Vorteil sind, schloss er 1964 am Amherst College sein Bachelor-Studium ab. Es folgte die Promotion am berühmten Massachusetts Institute of Technology (MIT). Dort traf Joseph Stiglitz auch auf die berühmten Ökonomen Robert M. Solow und Paul A. Samuelson, die ihm das akademische Leben schmackhaft machten.

Der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz

Mit einer Promotion ausgestattet begann Joseph Stiglitz 1970 seine akademische Karriere als Professor an der berühmten Yale Universität. Es folgten Stationen an den kaum weniger berühmten Universitäten von Oxford, Princeton und Stanford. An letzterer war insgesamt 15 Jahre als Professor aktiv.

Neben seinen akademischen Arbeiten war er zudem Wirtschaftsberater von US-Präsident Bill Clinton und von 1997 bis 2000 Chefökonom der Weltbank. Für seine Arbeiten über das Verhältnis von Information und Märkten erhielt er dann im Jahr 2001 zusammen mit George A. Akerlof und Michael Spence den Wirtschaftsnobelpreis. In den folgenden Jahren machte Joseph Stiglitz sich dann zunehmend als Buchautor auf sich aufmerksam. Das Werk „Die Chancen der Globalisierung“ wurde ein Bestseller. Seither gilt er als ausgewiesener Globalisierungsexperte und weltweit gefragter Berater für die Politik.

Joseph Stiglitz: Europäische Union scheitert ohne Umbau

Geht es nach Joseph Stiglitz, so ist die Europäische Einigung inklusive des Euro gescheitert. Zumindest sofern am derzeitigen Aufbau nichts verändert wird. Für den Ökonomen sind die bisher angewandten Krisenkonzepte untauglich die Europäische Union voranzubringen. Für ihn müssen sowohl eine umfassende Bankenunion sowie eine tiefgehende Fiskalunion kommen, soll die EU nicht weiterhin den USA hinsichtlich Wachstum und Konjunktur hinterher hinken. Kennen Sie bereits den kostenlosen Newsletter boerse.de-AKTIENDAILY? Hier erhalten Sie umgehend nach Handelsschluss eine kompakte Zusammenfassung des Börsentages. Klicken Sie hier...