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Kenneth Rogoff

Anlässlich der Schuldenkrise in Europa sorgte eine statistische Untersuchung für Furore: Die 90-Prozent-Regel von Kenneth Rogoff. Der Harvard-Ökonom beschrieb kurz nach Ausbruch der Krise den Zusammenhang von Staatsverschuldung und Wirtschaftswachstum und sorgte damit für weltweite Diskussionen. Doch der Professor ist solche Auseinandersetzungen gewohnt und stellte sich souverän seinen Kritikern. Im Detail:
 

Kenneth Rogoff und die Schuldenregel: Richtig oder Falsch?
 

Im Oktober 2009 sorgte Kenneth Rogoff zusammen mit seiner Kollegin Carmen Reinhart mit dem Buch „This Time Is Different: Eight Centuries of Financial Folly“ für Aufsehen. Darin beschrieben die beiden den Zusammenhang, dass bei einem Staatsschuldenstand von mehr als 90 Prozent der Wirtschaftsleistung das Wachstum deutlich abnimmt.
 

Anhand zahlreicher Datenbestände aus acht Jahrhunderten konnten die Autoren entsprechende Verbindungen nachweisen. Kritiker wiederum bezweifelten zunächst die Datenqualität und später die generelle Kausalität. Vielmehr beruhe eine hohe Staatsverschuldung auf geringem Wachstum, kritisierte etwa Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugmann.
 

Der Streit ist nie objektiv geklärt worden, da beide Seiten auf ihrem Standpunkt beharrten. Kenneth Rogoff hält trotz eingeräumter Datenfehler an seiner grundsätzlichen Aussage fest. Denn:
 

Kenneth Rogoff - Harvard und IWF als prägende Statione
 

Kenneth Rogoff ist ein Ökonom, durch und durch. Nach einem Studium an der renommierten Yale University folgte eine Promotion am MIT. Nach Abschluss seiner Ausbildung ging der Ökonom 1980 zunächst zur US-Notenbank Federal Reserve und arbeitete zugleich für den Internationalen Währungsfonds. Ab 1985 wandte sich Kenneth Rogoff jedoch der Lehre zu und wurde Dozent in Wisconsin. Vier Jahre später folgte die erste reguläre Professur in Berkeley. Von dort wechselte er 1992 nach Princeton, wo er weitere sieben Jahre als Hochschullehrer tätig war.
 

Seit 1999 ist Kenneth Rogoff nun Professor für Public Policy an der Eliteuniversität in Harvard und beschäftigt sich mit den Problemen unserer Zeit. Aufgrund seiner herausragenden Leistungen war er zudem zwischen 2001 und 2003 als Chefökonom des Internationalen Währungsfonds (IWF) tätig. In diese Zeit fällt auch die Auseinandersetzung um die Politik des IWF mit dem früheren Weltbank-Chefökonomen Joseph Stiglitz. Beide Ökonomen fanden jedoch keine gemeinsame Linie. Im November 2014 sorgte Kenneth Rogoff für Schlagzeilen, als er das Ende des Bargeldes forderte. Die langfristig sichersten und erfolgreichsten Aktien der Welt erfahren Sie im kostenlosen Newsletter Aktien-Ausblick. Klicken Sie hier...