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Libor-Manipulation

Die Libor-Manipulation sorgt seit ihrer Entdeckung im Juni 2012 immer wieder für Unruhe unter den weltweiten Großbanken. Denn die Finanzaufsichtsbehörden lassen seither nichts unversucht, entsprechende Beteiligungen nachzuweisen. Während sich einige Banken durch Bußgeldzahlungen von weiteren Untersuchungen freikauften, wird gegen andere Institute noch immer ermittelt. Spektakuläre Beweise wurden jedoch noch nicht gefunden.
 

Libor-Manipulation: Zins-Manipulation im großen Stil
 

Den Anfang nahm die weltweite Untersuchungswelle im Sommer 2012, nachdem bekannt wurde, dass die britische Großbank Barclays den Londoner Referenzzinssatz über Jahre hinweg manipuliert hatte. Dabei basierten die offiziell von Barclays genannten Zinssätze nicht auf den bankinternen Werten, sondern waren frei erfunden.
 

Das Bekanntwerden der Libor-Manipulation schlug jedoch weitere Wellen, denn es lag die Vermutung nahe, dass auch andere (auf diese Weise ermittelte) Referenzzinssätze wie der Euribor manipuliert wurden. Alles in allem wurden seitens der Finanzaufsichtsbehörden in den USA, Europa und Japan Ermittlungen gegen 20 Banken gestartet. Konkrete Untersuchungsergebnisse stehen jedoch auch Jahre später noch immer aus. 
 

Libor-Manipulation - Strafzahlungen in Milliardenhöhe
 

Als direkte Folge der Untersuchungen der Libor-Manipulation einigten sich gleich drei Großbanken auf hohe Bußgeldzahlungen. Neben dem vermutlichen Hauptverursacher Barclays, der rund 360 Mio. Euro zahlte, waren hier auch die ebenfalls aus Großbritannien stammende Royal Bank of Scotland mit 455 Mio. Euro sowie die schweizerische Großbank UBS mit 1,2 Mrd. Euro beteiligt. Alle drei Banken konnten durch die Zahlungen weitergehende Untersuchungen bei sich verhindern.
 

Da das „Who-is-Who“ der weltweiten Banken in der Libor-Manipulation verstrickt war, stand auch die Deutsche Bank im Fokus der Ermittlungen. Anshu Jain, der Co-Chef der Deutschen Bank, wurde inzwischen durch einen Bericht der deutschen Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin entlastet. Obwohl er zum fraglichen Zeitpunkt das Investmentgeschäft in London leitete, brachten die Durchsuchungen der Deutschen Bank im Juli 2012 keine entsprechenden Beweise. Dennoch ist dies keineswegs als genereller Entlastungsbeweis für das größte deutsche Geldhaus zu sehen. Sie wollen spannende Hintergrund-Informationen zur Börse bequem per E-Mail erhalten? Klicken Sie hier...