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Mathew Martoma

Wo Licht ist, gibt´s bekanntlich auch Schatten. Übertragen auf die Finanzwelt heißt das: Wo saubere Geschäfte ablaufen, finden auch betrügerische und kriminelle Deals statt. Die Welt ist voll davon, auch wenn die Anleger meist nur die ganz großen spektakulären Fälle im Hinterkopf haben.
 

Zu den größten Börsenbetrügern zählen sicherlich Bernie Madoff mit seinem Schneeballsystem oder Jérôme Kerviel, der mal eben 5 Mrd. Euro verzockte. Dagegen erscheinen die 275 Mio. US-Dollar von Mathew Martoma fast wie Peanuts. Im Detail:
 

Mathew Martoma - Insiderdeals werden hart bestraft
 

Im Fall von Mathew Martoma ging es aber weder um Fehlspekulationen noch um ein betrügerisches Schneeballsystem. Der Hedge-Fonds-Manager machte sich der Insider-Geschäfte schuldig. Im Jahr 2008 hatte der Sohn indischer Einwanderer aufgrund von Insider-Informationen über ein Medikament seinem Arbeitgeber SAC 275 Mio. US-Dollar Gewinn eingebracht. Mathew Martoma muss daher seinen damaligen Bonus von rund 9 Mio. US-Dollar als Strafe zahlen und für neun Jahre ins Gefängnis. Der Hedge-Fonds selbst ging ohne Strafe aus. Der Fall des Insider-Handels betraf ein Alzheimer-Medikament, das sich jedoch in Studien nicht bewährt hat:
 

Mathew Martoma und die geheimen Informationen über Medikamente
 

Ein Arzt, zu dem Mathew Martoma über Jahre einen engen Kontakt aufgebaut hat, gab ihm die Information, bevor diese veröffentlicht wurde. Er setzte daher auf fallende Kurse bei den Pharmatiteln Elan und Wyeth und brachte seinem Arbeitgeber einen satten Gewinn und sich selbst einen hohen Bonus ein.
 

Als erschwerend bei der Urteilsfindung wurde auch die Tatsache angeführt, dass Mathew Martoma bei seiner Bewerbung an der Universität Stanford eine frühere Schummelei an der Harvard Law School verschwiegen hatte. Laut dem Richter verfüge Mathew Martoma daher über eine „dunkle Seite“, die auch im Fall des Insider-Handels zum Vorschein kam. Die Haftstrafe für den dreifachen Familienvater ist eine der höchsten in der Geschichte der Insider-Geschäfte.

Insider-Trades sind im übrigen nicht strafbar und können einen Indikator für die Stimmung an der Börse darstellen. Um an der Börse langfristig erfolgreich zu sein, empfiehlt sich jedoch nur in die besten und sichersten Aktien der Welt zu investieren! Mehr Details dazu erhalten Sie hier...