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MIST-Länder

Es mag zu den Marketing-Legenden gehören, dass die Herrenduftmarke „Sir Irisch Moos“ hierzulande ursprünglich unter dem Namen „Irish Mist“ eingeführt werden sollte. Was aufsteigenden Nebel in grünem Gefilde suggerieren wollte, klingt auf deutsch wenig charmant, die Geschichte eignet sich daher gut als Plädoyer für lokale Marken. Tatsache ist jedoch der neueste Trend unter den Anlagestrategien, mit gleichermaßen duftem Namen. Investments in die Länder Mexiko, Indonesion, Südkorea und der Türkei werden nun unter dem Kürzel M.I.S.T. gehandelt.

MIST-Länder im Fokus

Die Herkunft des für deutsche Ohren anrüchigen Akronyms MIST ist unklar, die Strategie stammt jedoch aus der Asset-Management-Abteilung von Goldman Sachs. Bereits 2001 hatte deren Chef, Jim O‘Neill, den Begriff BRIC (für die Länder Brasilien, Russland, Indien und China) erfunden und damit eine wahre Verkaufswelle von Finanzprodukten zu diesen Schwellenländern ausgelöst. Im Anschluss daran wurden die „Next Eleven“ populär, aus denen sich nun die oben erwähnten MIST-Staaten herauskristallisiert haben. Man kann gespannt sein, ob die MIST-Regionen in den kommenden Jahren tatsächlich zum Mekka für Investoren mutieren. Doch gleich, welche Entwicklung bei den MIST-Ländern es geben wird, als Privatanleger sollten Sie sich von Investments in bestimmte Staaten mit angeblich phänomenalem Potenzial fern halten.

Investments in MIST-Länder
 

Erste Investorenpflicht ist es nämlich, Unsicherheiten zu vermeiden, statt sich diese in Form von Währungsrisiken, politischen Unwägbarkeiten, unklarer rechtlicher Gegebenheiten oder einfach mangelhaften Informationen einzukaufen. Hinzu kommt die schlechte Handelbarkeit von Aktien aus exotischen MIST-Ländern. Übrigens - wer aus diesem Grund zu Fonds greift, gibt einfach nur die Verantwortung ab. Die Risiken bleiben bestehen, zuzüglich der Kosten von Fonds.
 
MIST-Länder: Vorsicht ist geboten
 

Eine Aktie ist eine Beteiligung an einem Unternehmen. Dieses sollte profitabel sein, einen langfristig stabilen Wettbewerbsvorteil besitzen und von einem vertrauenswürdigem Management geführt werden. Diese Kriterien gelten länderübergreifend und global, dauerhaft setzt sich nur Qualität durch. Es ist jedoch wesentlich leichter und sicherer, hochwertige Firmen in heimischen Gefilden oder wenigstens im selben Kulturkreis zu identifizieren. Wer so investiert, profitiert automatisch vom Boom und Megatrends in anderen Ländern, denn selbst mittelständische Unternehmen agieren heute weltweit. Die besten Chancen dabei erfahren Sie im übrigen laufend im kostenlosen Newsletter Aktien-Ausblick. Klicken Sie hier...