Dax 10312.5 -0.78%
MDax 21212.0 -0.50%
TecDax 1769.0 -0.62%
BCDI 138.68 0.14%
Dow Jones 18134.0 0.2%
Nasdaq 4828.74 0.19%
EuroStoxx 2962.5 -0.54%
Bund-Future 165.98 0.18%

Nachteile Fonds

Die Anlageform der Fonds wird ja vor allem von Banken gerne für die private Altersvorsorge als interessante Alternative zu Direktinvestitionen empfohlen. Vor allem da eine Diversifikation bereits im Fonds selbst stattfinde, sei dies aus Risikogesichtspunkten sinnvoll. Was dabei verschwiegen wird, ist der Nachteil, dass Fonds teuer sind und die Verwaltungsgebühren direkt zum vermeintlich unabhängigen Berater fließen. Doch damit nicht genug:

Nachteile von Fonds: Fonds-Kosten und auch Performance

Eine neue Untersuchung zeigt, dass nur wenige neu aufgelegte Fonds es schaffen, sich dauerhaft auf dem Markt zu etablieren. Aufgrund schlechter Performance (vgl.: Performance Hedgefonds) haben viele der 9928 in den vergangenen zwölf Jahren aufgelegten Fonds die Krise nicht überlebt.

Die europäische Ratingagentur Scope hat in einer Untersuchung festgestellt, dass neue gegenüber bereits etablierten Fonds nur selten eine höhere Rendite erwirtschaften. Die Gründe liegen vor allem im Mangel an wirklich neuen Konzepten sowie der vergleichsweise hohen Kostenbelastung aufgrund des geringen Volumens neuer Fonds. Daneben ist auch mangelnder Erfolg ein Grund, warum sich nicht alle neu aufgelegten Fonds lange am Markt halten können.

Nachteile über Nachteile bei Fonds

Scope hat nachgerechnet, wie hoch die so genannte „Attrition Rate“ bei jungen Fonds ist. Dieser Wert gibt an, wie hoch der Anteil der Fonds ist, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums nach ihrer Auflegung wieder geschlossen werden. Die Grundlage dafür stellen diebesagten 9.928 neu aufgelegten Fonds seit dem 01.01.2000 dar. Das Ergebnis fällt deutlich aus:

14,7 Prozent der neuen Fonds überlebte die ersten drei Jahre nicht. Wird die Betrachtung auf vier Jahre erhöht, so wurden 21,9 Prozent der Fonds – also mehr als jeder fünfte – wieder geschlossen. Und bei einer Betrachtung von fünf Jahren steigt die Attrition Rate auf 28,7 Prozent.

Fonds-Killer Lehman-Pleite

Besonders interessant ist die Aufschlüsselung der Nachteile von Fonds auf die einzelnen Segmente. Dabei zeigt sich, dass Geldmarkt- und Aktienfonds einem hohen Risiko unterliegen, relativ schnell wieder geschlossen zu werden. In nahezu allen drei Berechnungszyklen zeigen sie die höchsten Schließungsraten. So lagen diese bei einer Betrachtung von 5 Jahren bei 38,1 Prozent (Geldmarktfonds) bzw. 29,8 Prozent (Aktienfonds). Die meisten Fondsschließungen gab es in der Post-Lehman-Ära:

So wurden z.B. im Jahr 2009 allein 300 Aktienfonds geschlossen. In dieser turbulenten Marktphase konnten sich viele junge Fonds nicht bewähren. Hinzu kommt, dass viele Anleger aufgrund ihrer starken Verunsicherung einen Teil ihrer Gelder aus Investmentfonds abgezogen haben. Am Ende zeigt sich:

Egal ob Aktiendirektinvestment oder Fondsanlage - je länger das Papier am Markt ist, umso eher lässt sich etwas über die Risiken sagen. Wobei man bei Fonds eben immer auch die zahlreichen Nachteile im Blick haben sollte. Setzen Sie deshalb nur auf die langfristig sichersten und erfolgreichsten Aktien der Welt! Details dazu erfahren Sie im kostenlosen Newsletter Aktien-Ausblick...