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Nobelpreis Wirtschaft

Das Nobelpreiskomitee machte im Oktober 2013 Schlagzeilen, als es drei, sich zum Teil widersprechende Wirtschaftswissenschaftler mit dem entsprechenden Nobelpreis auszeichnete. Letztlich zeigt die Preisvergabe an Lars Peter Hansen, Eugene F. Fama und Robert J. Shiller für ihre Erklärungen der Funktionsweise von Finanzmärkten nur, wie schwierig dauerhafte Bewertungen der Marktlage sein können. Aber:

Nobelpreis Wirtschaft: Auf klare Trends setzen

Das einzige Kriterium, auf das man sich an den Märkten verlassen kann, sind Trends. Klare Trends bestehen eine gewisse Zeit lang und können zur Anlage genutzt werden. Durch das Ausnutzen von Aufwärtstrends lassen sich sehr gut ordentliche Renditen erzielen (wie das funktioniert, erfahren Sie hier...). Je komplizierter die Anlageformen und -produkte werden, umso eher besteht die Wahrscheinlichkeit, dass die Renditen nicht so ausfallen wie gewünscht oder in anderen Anlagen parallel dazu erreicht werden. Erleben muss dies derzeit sogar die ehrwürdige Nobel-Stiftung:

Früher setzte die Stiftung ganz klassisch auf Anleihen und Aktien. Doch seit einigen Jahren setzt die Nobel-Stiftung auch auf alternative Anlagenformen wie etwa Beteiligungskapital, Immobilien oder Hedgefonds. Allerdings blieb der Erfolg – vor allem mit den alternativen Anlagenformen – zuletzt aus. Eine sichere Geldanlage sieht zudem anders aus.

Nobelpreis Wirtschaft: Nicht alles was neu ist, ist gut

Die Gründe für die schwache Performance der Nobel-Stiftung sind vielschichtig. So verließ die Stiftung zunehmend die bislang angestammte Anlageregion Schweden und investierte global, nicht zuletzt auch via Hedgefonds.

Während die Nobel-Stiftung in den neunziger Jahren noch Renditen von durchschnittlich 8,6 Prozent im Jahr erzielte, sank die Rendite im letzten Jahrzehnt auf nur noch 1,1 Prozent im Jahr. Als Grund nennt die Stiftung in ihrem Jahresbericht vor allem den schwankenden Aktienmarkt sowie Währungsverluste.

Nobelpreis Wirtschaft: Sparen heißt die Devise

Aufgrund der soliden Renditen in den neunziger Jahren stiegen auch die Preisgelder in neue Sphären. Doch angesichts der zuletzt eher dürftigen Rendite steht die Stiftung nun vor Problemen. Zwar verfügt sie weiter über ein stattliches Vermögen von rund 3 Milliarden Schwedischen Kronen, allerdings muss die Stiftung in Zukunft wohl kleiner Brötchen backen. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn das Festbankett zur Verleihung des Nobelpreis in Wirtschaft soll deutlich kleiner ausfallen! Zudem will die Stiftung künftig darüber nachdenken wieder Spenden zu sammeln. Bislang hatte die Nobel-Stiftung nämlich nur von den Erträgen der Stiftungsgründung durch Alfred Nobel gelebt.

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