Dax 10617.0 -0.09%
MDax 21516.0 -0.66%
TecDax 1798.5 -0.69%
BCDI 139.52 0.00%
Dow Jones 18261.45 -0.71%
Nasdaq 4859.95 -0.69%
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Öl-Anleihen

Wir leben bekanntlich in Zeiten, in denen kurzlaufende deutsche Staatsanleihen Negativ-Zinsen (!) bringen. Und dennoch investieren Privatanleger(innen) weiterhin Milliarden Euro in solche Anleihen. Andere denken sich – Negativ-Zinsen, nicht mit mir! Wo gibt es denn noch schöne Zinsen? Nun, auf den ersten Blick dort: Mit Öl-Anleihen bzw. Explorer-Anleihen. Da winken jährliche Kuponzahlungen von 8%, 9,% 10% oder auch 12%. Und die Kurse stehen oft genug auch noch unter dem Nominalwert.
 
Öl-Anleihen: Vorsicht! 

Entsprechend sind solche Anleihen von Öl-Gesellschaften bzw. Explorern derzeit durchaus gefragt. Auf dem Papier winken schließlich schöne Zinsen. Doch hier ist Vorsicht angesagt! Denn die Zinsen sind natürlich nur dann „schön“, wenn sie auch gezahlt werden. Und das ist alles andere als sicher. Denn zahlreiche Öl-Gesellschaften leiden unter dem relativ niedrigen Ölpreis. Immerhin generieren diese noch einen Cash Flow. Anders das Bild bei reinen Explorern: Die haben keinerlei Einnahmen aus operativem Geschäft. Nur Ausgaben…
 

Kein Wunder, dass gerade Explorer in den letzten Monaten frisches Geld „einsammeln“ mussten. Und das gerne über Anleihen. Alleine das gibt doch schon zu denken. Wenn das Geschäftsfeld so aussichtsreich wäre, würde es doch leichte Bankkredite geben…und nicht die Notwendigkeit, Anleihen mit zweistelliger Rendite zu platzieren…
 
Öl-Anleihen: Pleiten bei Explorern

Und immer wieder gibt es dann Meldungen wie diese (sinngemäße Übersetzung eines kanadischen Rohstoff-Explorers an seine Aktionäre und Anleihen-Besitzer): „Trotz unermüdlicher, gemeinschaftlicher und innovativer Arbeit (…), waren wir nicht fähig, die Herausforderungen der heutigen Öl- und Erdgasgeschäfts zu meistern. Wir bedauern sehr die nachteiligen Auswirkungen, die dies auf unsere Aktionäre, Angestellten, Gläubiger und Lieferanten haben wird.“
 

Alternativen zu Öl-Anleihen
Bedeutet im Klartext: Zahlungsunfähigkeit. Und das ist gar nicht so selten. Im Gegenteil: Gerade in Kanada, dem Sitz sehr vieler Rohstoff-Explorer, wurden letztes Jahr zweistellige Anstiege bei der Zahl der Firmenpleiten vermeldet. Und das wird voraussichtlich nicht das Ende der Fahnenstange gewesen sein. Wenn Sie nicht auch einen „schön geschriebenen Brief“ wie den eben zitierten erhalten möchten, dann sollten Sie bei Explorer-Anleihen äußerst zurückhaltend sein. Oder, alternativ: Als spekulative Ergänzung auf Rohstoff-Aktien setzen. Welche Aktien sich dabei anbieten, erfahren Sie im kostenlosen Newsletter "Aktien-Ausblick", den Sie hier gerne anfordern können...