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Philip Carret

Blickt man auf das Alter der Börsengurus, so könnte fast angenommen werden, dass die Börse eine Art Jungbrunnen ist. Value-Legende Warren Buffett ist 84 Jahre alt, sein Alter-Ego Charles Munger bereits 90. Der Vater der Value-Analyse, Benjamin Graham, wurde immerhin 82 Jahre alt. André Kostolany konnte derweil noch seinen 93. Geburtstag als Börsianer feiern. Übertroffen wird die Riege der rüstigen Börsenrentner jedoch vom Pioneer-Gründer Philip Carret. Dieser starb 1998 im Alter von 101 Jahren - wobei er bis kurz vor seinem Tod noch arbeitete, was häufig eben auch eine Art Jungbrunnen ist.
 

Philip Carret - Reichtum als Ziel
 

Als 16-jähriger stellte Philip Carret sich das „einfache“ Ziel reich zu werden. Um dies zu erreichen, wählte er zunächst den Weg der akademischen Bildung. Mit einem Bachelor in Chemie in der Tasche ging er dann jedoch 1917 zur Air Force, wo er als Jagdflieger ausgebildet wurde.
 

Aufgrund des Kriegsendes kam er allerdings nicht mehr zum Einsatz. Nach der Rückkehr in die USA begann Philip Carret als Reporter beim US-Anlegermagazin Barron’s. Dort lernte er schnell und umfassend die Zusammenhänge an der Börse. Vor allem die Idee des Value-Investing und das Setzen auf Produkte des täglichen Bedarfs haben es ihm angetan. Das Anlegerfieber für Basic Value war geweckt!
 

Philip Carret: Die ersten Schritte und die Pioneer-Gründung
 

Dank seiner Tätigkeit bei Barron’s sah sich Philip Carret bald in der Lage selbst einen Investmentpool zu leiten. Er lieh sich dazu Geld von Freunden und Verwandten und begann damit seine Anlageideen umzusetzen. Diese hat er 1924 im Buch „Die Kunst der Spekulation“ niedergeschrieben.
 

Darunter finden sich viele bekannte Regeln, wie die Diversifikation oder die regelmäßige Risikokontrolle. 1928 wandelte Philip Carret seinen Investmentpool dann in den Pioneer Fund um. Ein Jahr später folgten jedoch schwere Zeiten, als der Börsencrash und die folgende Große Depression die Wall Street im Würgegriff hielt. Dennoch setzte sich der Pioneer Fund durch und Philip Carret führte ihn über 55 Jahre lang, zu einem der erfolgreichsten Investmentsfonds.
 

Philip Carret - Keine Zeit für die Rente
 

Nach seinem Ausscheiden bei Pioneer und dem Verkauf seiner Anteile steckte er seine Kraft in die eigene Vermögensverwaltung Carret & Co. Mit Ratschlägen, nur solche Unternehmen zu kaufen, deren Produkte man versteht, konnte er bis ins hohe Alter überzeugen. Selbst als 100-jähriger arbeitete er für sein Unternehmen noch an drei Tagen in der Woche. Aktien bieten im Vergleich zu Fonds ein weitaus attraktiveres Chance/Risiko-Verhältniss. Die erfolgreichsten und sichersten Aktien der Welt erfahren Sie hier...