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Reformen in Japan

Fast 20 Jahre lang steckte Japan in der Deflation fest, bevor sich Ende des vergangenen Jahres wieder so etwas wie eine Aufbruchsstimmung um die japanische Wirtschaft breit machte. Mit Hilfe umfassender und sehr radikalen Reformen wollte Premierminister Shinzo Abe entschlossen gegen die Konjunkturschwäche Japans vorgehen.

Nachdem die Regierungskoalition bisher jedoch die notwendigen Reformen ausgespart oder nicht weit genug gefasst hatte und sich auf die Lockerung der Geldpolitik konzentrierte, soll es nach den jüngsten Oberhauswahlen nun auch weitreichende Reformen in Japan geben. Immerhin ist die regierende Koalition als klarer Sieger und mit Mehrheiten in beiden Parlamentskammern aus den jüngsten Wahlen hervorgegangen.

Regierung will schmerzhafte Reformen in Japan anpacken

Zuvor hatte die Regierung in Japan bereits mit der Entmachtung der Zentralbank, der Ankündigung einer ultralockeren Geldpolitik und bereits aufgelegten Konjunkturprogrammen für eine Abwertung des Yen und eine Rallye am japanischen Aktienmarkt gesorgt (lohnt sich jetzt der Kauf von japanischen Aktien? Klicken Sie hier...).

Im Zuge der beschlossenen Reformen in Japan soll beispielsweise die Geldmenge innerhalb von nur zwei Jahren verdoppelt werden. Allerdings blieben die notwendigen Strukturreformen, die für das zukünftige Wirtschaftswachstum sorgen sollten, bisher Mangelware.

Neuer Aufbruch in Japan

Die Ende 2012 angekündigten Reformen hatten bereits eine wahre Euphorie am japanischen Aktienmarkt ausgelöst. Dabei konnten vor allem exportorientierte Werte von einer Abschwächung der japanischen Währung profitieren. In dieser Zeit legte der Nikkei 225 rund 70 Prozent an Wert zu.

Dann kamen externe Faktoren wie die Spekulationen um ein Ende der lockeren Geldpolitik der US-Notenbank Fed und das Ende des China-Booms, die der Aktienmarktrallye in Japan vorerst ein Ende bereiteten. Ebenso dürften viele Anleger enttäuscht gewesen sein, dass sich Abe im Vorfeld der Oberhauswahl mit schmerzhaften Reformen zurückhielt.

Da in der nächsten Zeit jedoch keine Wahlen stattfinden und die Regierungskoalition die Mehrheit in beiden Parlamentskammern hat, könnten nun endlich auch die Reformen in Japan folgen, ohne dass sich Abe über eine baldige Abstrafung an den Wahlurnen sorgen müsste. In einem solchen Fall dürfte uns eine Fortsetzung der Rallye am japanischen Aktienmarkt erwarten.

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