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Risiko bei Aktien

Wer Aktien kauft weiß in der Regel um das allgemeine Risiko. Schlechte Konjunkturnachrichten, ein Terroranschlag oder politische Risiken machen schnell aus einem soliden Depot ein Trauerspiel und sind damit fatal für die private Altersvorsorge. Doch letztlich sind das die ganz großen Risiken, die meist nur kurz auf den gesamten Markt wirken. Viel schlimmer kann da das individuelle Risiko einer Aktie sein.
 

Risiko einer Aktie
 

Das beste Beispiel für die individuellen Risiken einer Aktie ist die Entwicklung bei K+S im Jahr 2013. An sich handelt es sich bei dem Kasseler Unternehmen um einen grundsoliden Hersteller von Düngemitteln und Salzen (vgl.: Kali-Streit). Angesichts der wachsenden Weltbevölkerung setzten viele Anleger zu Recht auf die positive Entwicklung des Kalisektors.
 

Diese Begründung galt auch ohne Einschränkung bis zum August 2013. Da kam der K+S-Wettwerber Uralkali auf die Idee einen Preiskrieg anzuzetteln. Die Folge war ein nie dagewesener Kursverlust eines Dax-Papiers an einem Tag. Rund ein Viertel verlor die Aktie binnen der wenigen Handelsstunden an Wert. Über Nacht wurde aus dem soliden Titel ein Zockerwert. Investieren Sie daher nur in die besten Aktien der Welt!
 

Aktien mit Risiko: Gewinner und Verlierer sind weit auseinander
 

Solche einmaligen Ereignisse machen deutlich wie risikoreich die eigene Depotauswahl manchmal sein kann. Man sieht es an der Performance der einzelnen Dax-Titel. Zwischen der stärksten Aktie im Dax, dem Autozulieferer Continental, und dem schlechtesten Titel, K+S, liegt eine Performance-Lücke von über 80 Prozentpunkten. 

Big Money macht Kurse
 

Das Risiko bei Aktien als Privatanleger mit einzelnen Titeln Schiffbruch zu erleiden, ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Schuld sind nicht nur die Hochfrequenzhändler, die Wertpapiere im Sekundentakt kaufen und verkaufen.
 

Mitauslöser ist auch die wachsende Informationsungleichheit. Während so mancher Großinvestor exklusiv mit Informationen versorgt wird, muss sich der Privatanleger diese erst mühsam zusammen suchen. Doch dann kann es schon zu spät sein. Zwar versuchen Börsenaufsichten in der ganzen Welt diese Grauzone zum Insiderhandel zu schließen. Doch letztlich ist es ein sehr ungleicher Kampf. Am Ende helfen nur solide Informationen und eine breite Streuung oder sogenannte ETFs, die blind auf ganze Indizes setzen. Aber: Letztlich will doch jeder Anleger den Topperformer im Depot haben - also geht es wohl doch nicht ohne Einzelwerte mit entsprechend Risiko.


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