Dax 10398.0 -2.15%
MDax 21338.0 -0.84%
TecDax 1781.5 -0.95%
BCDI 138.59 -0.67%
Dow Jones 18137.36 -0.68%
Nasdaq 4825.16 -0.72%
EuroStoxx 2978.5 -1.57%
Bund-Future 165.73 0.36%

Robert Shiller

Es gibt nur wenige Wirtschaftsnobelpreisträger, die einer breiten Masse so bekannt sind, wie der US-Amerikaner Robert Shiller. Er dürfte damit neben Joseph Stiglitz und Paul Krugman der bekannteste (amerikanische) Träger des Alfred-Nobel-Gedächtnispreises für Wirtschaftswissenschaften (wie der Nobelpreis Wirtschaft offiziell heißt) sein. Diese Auszeichnung erhielt Shiller im Jahr 2013 zusammen mit Eugene Fama und Lars Peter Hansen für ihre empirische Analyse von Kapitalmarktpreisen. Für Shiller war dies die Krönung einer langjährigen Arbeit als Ökonom.
 

Robert Shiller – eine akademische Karriere
 

Robert Shiller wurde ein Jahr nach Kriegsende geboren und wuchs als Kind litauischer Abstammung in den 1950er-Jahren in der damals boomenden Autostadt Detroit auf. Die Affinität zur Ökonomie war ihm als Sohn eines Ingenieurs nicht unbedingt in die Wiege gelegt.
 

Dennoch absolvierte Robert Shiller sein Wirtschaftsstudium an den renommierten Universitäten von Michigan mit Bravour. Auf seinen Master-Abschluss am Massachusetts Institute of Technology (MIT) im Jahr 1968 folgte vier Jahre später die Promotion. Die Arbeit am MIT legte die Wurzeln für Shillers spätere akademische Karriere, die ihn schließlich 1982 an die US-Eliteuniversität Yale führen sollte, wo er seither lehrt.
 

Der Case-Shiller-Hauspreisindex
 

Eines der Steckenpferde von Robert Shiller ist die empirische Forschung, vor allem im Immobiliensektor. Zusammen mit Karl Case entwickelte er in den 1980er-Jahren einen Index, der die Immobilienbewertung in den USA darstellt. Dank einer Datenbasis, die bis ins Jahr 1890 zurückreicht, wurde aus dem akademischen Forschungsobjekt ein renommierter Wirtschaftsindikator.
 

Und noch heute schafft es der von Standard & Poor’s vertriebene Case-Shiller-Hauspreisindex regelmäßig in die große Wirtschaftspresse. Neben der Forschungsarbeit, die sich auch mehr und mehr auf den neuen Bereich der Behavioral Finance ausdehnte, wurde Robert Shiller zum gefeierten Bestseller-Autor:
 

Robert Shiller - Bestseller-Autor mit Anspruch
 

Shillers meistgelesenes Werk erschien im Jahr 2000 auf dem Höhepunkt der New-Economy-Euphorie. Unter dem Titel „Irrationaler Überschwang“ erklärte er anschaulich die Effekte von Übertreibungen und Börsencrashs an Kapitalmärkten. Aufgrund des Platzens der New-Economy-Blase wenige Monate nach Veröffentlichung des Buches erlangte Shiller rasch einen Guru-Status. Schließlich konnte er diesen Ruf im Jahr 2007 durch das Warnen vor der amerikanischen Immobilienblase erneut unter Beweis stellen.
 

Im Zuge der Finanzkrise wurde Robert Shiller indes durch ein anderes Werk berühmt. Zusammen mit dem Wirtschaftsnobelpreisträger George Akerlof veröffentlichte er 2009 das Buch „Animal Spirits“, in dem sie die irrationalen Elemente im Wirtschaftsgeschehen, die John Maynard Keynes bereits in den 1930er-Jahren beschrieb, einem breiteren Publikum neu nahe brachten. Nicht zuletzt diese Arbeit gab den Ausschlag dafür, dass er 2013 schließlich den Wirtschaftsnobelpreis erhielt. Profitieren Sie eigentlich bereits von den zahlreichen Tipps im kostenlosen Newsletter Aktien-Ausblick? Klicken Sie hier...