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Rocket-IPO

Nachdem vor kurzem bereits mit Zalando Europas größter Internet-Bekleidungshändler ein IPO noch für dieses Jahr angekündigt (s. Zalando-IPO) und Alibaba den größten Börsengang aller Zeiten vollzogen hat, folgt nun das Berliner Unternehmen Rocket Internet. Es entspringt ebenfalls dem Dunstkreis der gründungsfreudigen Samwer-Brüder. Der Rocket Internet Börsengang hat derweil das Potenzial der größte Internet-IPO in Deutschland, seit dem von T-Online im April 2000 zu werden.
 

Rocket Internet Börsengang: Marktmacht soll wachsen
 

Rocket Internet will in den nächsten Jahren die größte Internet-Plattform außerhalb der USA und Chinas werden. Das Berliner Unternehmen baut Internetgeschäftsmodelle vorwiegend auf drei Kerngebieten auf: E-Commerce, Marktplätze und Finanztechnologie in hochattraktiven Märkten und mit Fokus auf Schwellenländern und schnellwachsenden Volkswirtschaften wie Lateinamerika, Südostasien, Indien und Afrika.
 

Seit der Gründung im Jahr 2007 zeigt Rocket Internet eine Rendite in Höhe des 25-fachen des eingesetzten Kapitals. Diese Performance wurde über verschiedene Unternehmen, Geschäftsmodelle und Regionen hinweg erreicht. Für Aktionäre erscheint es also lukrativ zu sein am Rocket Internet Börsengang teilzunehmen. Anleger können sich noch aus einem anderen Grund freuen:
 

IPO von Rocket Internet - die Altaktionäre bleiben an Bord
 

Die Alteigentümer bleiben an Bord. Der Rocket Internet Börsengang soll, falls er erfolgt, nur aus neuen Aktien aus einer Kapitalerhöhung bestehen. Neben den Gründern von Rocket Internet, die über ihr Investmentvehikel Global Founders beteiligt sind, halten inzwischen auch zahlreiche andere Unternehmen Beteiligungen an der Start-up-Schmiede.
 

Dazu gehören die schwedische Investment AB Kinnevik, United Internet sowie HV Holtzbrinck Ventures. Die Anteilseigner werden Veräußerungssperren unterzeichnen, die den Verkauf oder die sonstige Veräußerung ihrer Aktien für mindestens 12 Monate unterbinden. Die neuen Aktien sollen nach Aussage von Rocket Internet derselben Klasse angehören wie die Aktien der gegenwärtigen Anteilseigner und mit denselben Rechten ausgestattet sein.
 

Rocket Internet Börsengang: Schattenseiten sind vorhanden
 

Neben der allgemeinen Vorsicht bei Börsengängen ist beim Rocket Internet IPO auch das Zielsegment der Börse entscheidend. Rocket Internet plant nämlich zunächst nur die Aufnahme in den Entry Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse.
 

Erst in einem zweiten Schritt wird beabsichtigt, innerhalb von 18 bis 24 Monaten in den General oder Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse zu wechseln. Angesichts der angestrebten Bruttoerlöse von 750 Mio. Euro ist eine Notierung eines so großen Unternehmens im Freiverkehr nicht optimal - zumal die Erlöse aus dem Börsengang weiteres Wachstum durch die Gründung neuer Unternehmen generieren und die Eigenkapitalbasis der bestehenden Unternehmen stärken sollen. Ob und wann sich der Einstieg in die Rocket-Aktie lohnt erfahren Sie hier...