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Sachwertanlage Oldtimer

In Zeiten der Finanzkrise wendeten sich viele Anleger der Sachwertanlage zu. Vorrangig griffen die meisten Investoren in dieser Situation zu Gold, also der Krisenwährung Nummer Eins. Doch in einer Nische entwickelte sich in den vergangenen Jahren ein interessanter Markt, der noch dazu jede Menge Spaß bietet: Oldtimer.
 

Sie passen zwar keineswegs ins eigene Depot (hier können Sie im übrigen ein kostenloses Depot anlegen), aber Investoren, die sonst schon alle Anlagealternativen inklusive Aktien ausgeschöpft haben, freuen sich neben einer sicheren Geldanlage darüber, mit ihrem Investment auch einmal herumfahren zu können. Zumal die Wertsteigerungen teilweise sehr lukrativ sind - vorausgesetzt das Fahrzeug bleibt in einwandfreiem Zustand. Das Abenteuer Oldtimer ist jedoch nur bedingt für jeden geeignet, denn entsprechende Wartung und Pflege müssen bei dieser Sachwertanlage sichergestellt werden. Und wer hat schon eine eigene Garage mit Werkstatt um die Ecke. Wie verbreitet Sachwerte-Investments in Oldtimer inzwischen sind, zeigen die wachsenden Zahlen der Pkw mit H-Kennzeichen. Konkret:
 

Sachwertanlage: Oldtimer mit wachsender Anzahl von Fans
 

Waren es 2005 lediglich 123.000 Fahrzeuge, die ein H-Kennzeichen trugen, beträgt die Zahl aktuell bereits mehr als 279.000 Fahrzeuge. Um ein solches Nummernschild zu erhalten, muss das Fahrzeug mindestens 30 Jahre alt sein sowie technisch einwandfrei und im originalen Zustand sein. Vorteil des Sonderkennzeichens ist zum einen ein günstiger Satz bei Versicherung und Kraftfahrzeugsteuer sowie die Befreiung vom Fahrverbot in Umweltzonen. Übrigens:
 

Der beliebteste Oldtimer unter den Sachwertanlagen  ist nach wie vor der VW-Käfer. Mehr als 29.000 Originalfahrzeuge fahren derzeit noch durch Deutschland. Auf Platz zwei finden sich die Fahrzeuge des Modells Mercedes-Benz W123, der ersten S-Klasse der Stuttgarter. Sie wurde zwischen 1975 und 1986 gebaut und drängt nun immer mehr in der Beliebtheitsskala nach vorne. Mittlerweile sind fast 12.000 Fahrzeuge dieses Typs mit H-Kennzeichen unterwegs. Auf Platz drei folgt der legendäre Mercedes-Benz SL der Baureihe 107. Von den zwischen 1971 und 1989 gebauten Coupés und Cabrios fahren rund 9.000 mit H-Kennzeichen durch Deutschland.
 

Überaschende Preissteigerungen bei den rollenden Sachwertanlagen
 

Die Beliebtheit der Fahrzeuge spiegelt sich dann auch in der Wertentwicklung dieser Sachwertanlage wieder. Der Oldtimerindex (OTX) der Südwestbank beispielsweise konnte in 2013 um 28,76 Prozent zulegen. Der Index bildet die Wertentwicklung von insgesamt 20 Modellen süddeutscher Hersteller seit 2005 ab. Seit damals stieg der OTX um 169,59 Prozent, zum Vergleich der DAX um 124,44 Prozent – wenn auch so ein Vergleich hinkt. Interessant:
 

Seltene Fahrzeuge steigen überdurchschnittlich im Wert, während Massen-Oldtimer wie der Käfer zwar wertstabil, aber eher unter dem Gesichtspunkt Fahrspaß einzuordnen sind. Die höchste Steigerung innerhalb des OTX erzielten dabei die BMW-Modelle 503/507/3200 CS, deren Wert sich seit 2005 mehr als vervierfacht hat. Den zweiten Platz bei dieser Sachwertanlage belegt der BMW Isetta/600 aus den 1950er Jahren, gefolgt vom bereits erwähnten Mercedes 300 SL und den klassischen 911er-Reihen von Porsche. Ob sich Anlagen in Oldtimer wirklich rechnen und ob es bessere Alternativen gibt, erfahren Sie im kostenlosen Newsletter Aktien-Ausblick.