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Sell in May

„Sell in May and go away. But remember to come back in September”. In fast jedem Anlegerleben stößt man früher oder später einmal auf Börsenregeln oder Anlegerweisheiten wie diese. Eine dieser Tage wieder vielfach postulierte Weisheit lautet eben, dass der September der schlechteste Monat für Börsianer ist. Doch stimmt das wirklich? Schaut man sich die Statistik an, so fällt auf: Der Teufel steckt im Detail.

Sell in May and go away, aber...

Berechnet man beispielsweise die durchschnittliche Performance des Dax bzw. seiner Vorgänger bis 1966 zurück, so fällt der Börsenmonat September ernüchternd aus. Im Schnitt sanken die Aktienkurse um knapp 2 Prozent.



Doch was ist die Aussage solcher Durchschnittswerte? Sie liefern einen ersten Ansatzpunkt, aber ein zweiter Blick auf die Daten lohnt ebenso durchaus. Schaut man sich die einzelnen Jahre an, so verliefen diese höchst unterschiedlich. Bei 33 der betrachteten 53 Jahre stand unter dem Strich ein dickes Minus von durchschnittlich 5,36 Prozent. Deutlich positiver verliefen da die anderen 20 Jahre. Hier stand ein Plus von 3,5 Prozent im Durchschnitt zu Buche. Nun könnte zu dem "Sell in May"-Schluss kommen:

Sell in May: Ausreißer prägen das Bild

Die Chance auf einen „guten“ September liegt bei knapp 38 Prozent oder anders gesagt: Von fünf Septembern, sind zwei mit positiven Resultaten. Doch so einfach sollte man es dann doch nicht machen. Denn bei den schlechten September-Ergebnissen verfälschen Ausreißer das Bild des an sich konstant schlechten Börsenmonats. Herausragend sind hierbei die Jahre 1990, 2001 und 2002.

Angesichts der Kursturbulenzen nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 ist es sicher nicht verwunderlich, dass die damalige Monatsperformance mit minus 16,9 Prozent aus der Reihe fällt. Doch ein Jahr später war die Lage noch dramatischer:

Der Dax fiel angesichts der schwachen Wirtschaftslage in Deutschland um 25,4 Prozent. Zudem sorgte der drohende zweite Irakkrieg für Unruhe an den Börsen. Die Region hatte zuvor bereits 1990 beim ersten Irakkrieg für den zweitschlechtesten September im Dax gesorgt. Damals fiel das deutsche Börsenbarometer um rund 18 Prozent. Damit zeigt sich:

Sell in May and go away - Das große Bild entscheidet

Durchschnittswerte geben keine vernünftige Aussage. Rechnet man diese drei Ausnahme-September heraus, halbiert sich das Minus nahezu. Man sollte als Langfrist-Anleger also stets auch das große Ganze im Blick haben.  Am Ende sollte man es vielleicht mit Mark Twain halten, der gesagt haben soll: „Für Börsenspekulationen ist der Februar einer der gefährlichsten Monate. Die anderen sind Juli, Januar, September, April, November, Mai, März, Juni, Dezember, August und Oktober.“ Doch wo Risiken sind, sind auch immer Chancen ganz nah. Deswegen macht Börse auch immer Spaß – das gesamte Jahr hindurch. Am meisten im übrigen mit den sichersten und erfolgreichsten Aktien der Welt! Klicken Sie hier...