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Social Trading

Seit geraumer Zeit macht unter Anlegern der Trend des „Social Trading“ die Runde. Anstatt auf Bankberater zu hören, vertraut man lieber der unbekannten Masse eines entsprechenden Internetportals. Hinter dem Begriff „Schwarmintelligenz“ verbergen sich dabei Investment-Ansätze, die sich das Wissen der Mehrheit als Basis für eine Anlageentscheidung zu Nutze machen. Doch dies funktioniert keineswegs immer so, wie die Theorie das vorschlägt.
 

Social Trading: Immer der Herde nach...
 

An Methoden für das Social Trading mangelt es nicht. Ein relativ erfolgreicher Ansatz betrachtet dabei die Häufigkeit der Meldungen zu einer Aktie im Kurnachrichtendienst Twitter. Dies war im vergangenen Jahr etwa bei der Commerzbank-Aktie der Fall. Anleger die kurzfristig orientiert sind, konnten dabei durchaus Gewinne machen. Doch für Langfristanleger sind solche Indikatoren kaum sinnvoll, denn: Viele Nachrichten verändern die Kurse!
 

Das Beispiel Commerzbank verdeutlicht dies gut, denn so oft wie über diese Aktie geschrieben wurde, so volatil war auch der Kursverlauf. Aus spekulativer Sicht, sind dies zwar ideale Rahmenbedingungen, aber zum langfristigen Vermögensaufbau taugt so etwas nicht.
 

Social Trading: Gurus und ihre Fans
 

Eine weitere, sehr beliebte Form des Social Trading funktioniert mit speziellen Internetportalen. Dort kann sich jeder ein Musterdepot einrichten und darauf hoffen, dass diesem Anlageansatz Vertrauen geschenkt wird. Je nach Erfolg kann dies sehr schnell gelingen und die Anhängerschar kopiert dann das Musterdepot des „Gurus“ eins zu eins. Bei mancher Aktie kann dies durchaus von Erfolg gekrönt sein, denn als Anleger spart man sich die Mühe selbst gute Wertpapiere herauszufinden. Allerdings liegt hier auch der größte Risikofaktor. Denn:
 

Wenn ein „Guru“ in eine Aktie investiert, und Hunderte Anleger ihm folgen, kann dies zunächst den Aufwärtstrend einer Aktie beschleunigen. Doch steigt der „Guru“ einmal aus, entwickelt sich dieser Trend umgekehrt. Das heißt, wer zu langsam aus der Aktie rausgeht, hat verloren.
 

Social Trading: Anlagehorizont beachten
 

Kurzfristige Anleger können durch Social Trading durchaus den einen oder anderen Gewinn erzielen, doch Anleger, die einen langfristigen Vermögensaufbau im Sinn haben, sollten mehr Mühe in ihr Depot stecken. Zum einen fressen bei vielen Käufen und Verkäufen die Transaktionskosten die „Tagesgewinne“ auf und zum anderen sollte man sich keineswegs auf vermeintliche „Gurus“ verlassen. Stattdessen ist vielmehr die Ur-Form des Social Trading einen Blick wert:
 

Die Beliebtheit einer Aktie spiegelt sich nämlich im (langfristigen) Chartverlauf wieder und die Einschätzung eines Kurscharts lässt sich einfach nicht manipulieren und Anleger werden mit diesen Erkenntnissen auf Dauer erfolgreicher sein.