Dax 10712.0 1.89%
MDax 20742.0 0.93%
TecDax 1704.0 1.07%
BCDI 128.43 -0.25%
Dow Jones 19216.24 0.24%
Nasdaq 4776.33 0.81%
EuroStoxx 3061.0 1.56%
Bund-Future 160.45 -0.42%

Sparformen

Es bleibt ein Rätsel warum so wenige Deutsche auf Aktien setzen. Ein Blick auf die Sparformen in den neuen Vermögensbarometer der Sparkassen offenbart:

Bei der privaten Altersvorsorge vertrauen lediglich 11 Prozent auf Aktien und 9 Prozent auf Investmentfonds. Das ist zwar je ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahr, aber wenig tröstlich.

Sparformen: Sturheit dominiert

Angesichts des seit einigen Jahren andauernden Niedrigzinsniveaus könnte man annehmen, dass dies auch Auswirkungen auf die Sparformen hat. Doch der Vermögensbarometer verheißt nichts Gutes. Bei der Geldanlagen setzt eine Mehrheit auf die etablierte Sparformen wie Rentenversicherung (63 Prozent), Rücklagen auf dem Sparbuch (58 Prozent), die Lebensversicherung (55 Prozent), die selbst genutzte Immobilie (53 Prozent) sowie der Bausparvertrag und die betriebliche Altersvorsorge (je 51 Prozent. In Punkto Sicherheit mag hier das ein oder andere Produkt durchaus überzeugen, aber bei der Rendite sieht es eher mau aus. Einen Effekt hat das Dauertief bei den Zinsen aber doch:

Sparquote sinkt

Laut Vermögensbarometer legen zwölf Prozent der Deutschen weniger auf die hohe Kante, fast die Hälfte der Bundesbürger (45 Prozent) gibt an, dass die andauernde Niedrigzinsphase und eine mögliche Zinswende für sie eine „sehr wichtige“ oder „wichtige“ Rolle spielt. Nur noch sieben Prozent sparen mehr als im vergangenen Jahr. Dies spiegelt sich dann auch in der Sparquote wieder:

Von 100 Euro Nettoeinkommen werden derzeit durchschnittlich 10,30 Euro zurückgelegt. Im Jahr 2008 waren es noch 11,50 Euro.

Sparformen: Dauerbrenner Immobilie

Über die Beliebtheit von Immobilien muss man an dieser Stelle eigentlich nicht mehr viele Worte verlieren. Aber dennoch lohnt sich ein Blick auf die Entwicklung. Mit wie gesagt 53 Prozent findet mehr als jeder zweite Deutsche die eigenen vier Wände bestens geeignet, um Vermögen aufzubauen und sich im Alter finanziell abzusichern.

2012 waren es noch 45 Prozent. Das hat sicherlich auch mit den teils absurden Immobilienpreisen zu tun, die durch die breiten Medien ging, und inzwischen auch von der Bundesbank als Problem, teilweise sogar als Immobilienblase erkannt wird. Ein Eigenheim mag die Mietkosten sparen, aber unter Renditegesichtspunkten taugt Betongold nur bedingt.  Interessant sind die Erkenntnisse der Studie in Bezug auf die Immobilienfinanzierung:

Immer weniger Menschen wollen sich für ein Eigenheim verschulden. Während vor zwei Jahren noch 84 Prozent der Deutschen für eine eigene Immobilie einen Kredit aufnehmen wollte, sind dies derzeit nur noch rund 73 Prozent. Der Großteil, nämlich 44 Prozent, würde sich bis maximal 60 Prozent des Kaufpreises verschulden. Offenbar hat der ein oder andere doch etwas aus den Immobilienkrisen in Südeuropa und den USA gelernt, die alle auch mit zu hohen Finanzierungsquoten zu tun hatten. Im Vergleich zu Immobilien bieten Aktien ein hervorragendes Chance-Risiko-Profil. Klicken Sie hier für gratis Infos...