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Staatsanleihen kaufen

Die jüngste Wirtschafts- und Finanzkrise hat in vielerlei Hinsicht das bisherige Denken an den Finanzmärkten verändert. In vielen Fällen wurden Marktmechanismen ausgehebelt, um einen totalen Kollaps zu verhindern:
 

Zombie-Banken mussten mit Milliarden an Steuergeldern gerettet werden. Außerdem mussten die Notenbanken ungewöhnliche Maßnahmen - wie das Kaufen von Staatsanleihen - ergreifen, um die Wirtschaft zu stützen. Die ungewöhnlichen Maßnahmen haben jedoch zu erheblichen Verzerrungen auf den Anleihemärkten geführt.
 

Staatsanleihen kaufen: Ungewöhnliche Maßnahmen
 

Bisher galt der Grundsatz, dass Notenbanken möglichst unabhängig von Regierungen sein sollten. Das heißt unter anderem, dass sie nicht die Staatshaushalte finanzieren sollten, indem sie Anleihen ihrer Regierungen aufkaufen. Als die Finanzmärkte jedoch völlig verrückt spielten und Notenbanken wie die Fed ihre gängigen Mittel ausgeschöpft hatten und immer noch Stützungsmaßnahmen notwendig waren, mussten ungewöhnliche Maßnahmen her.
 

Kauf von Staatsanleihen: Ende der Unabhängigkeit
 

In der Regel bestimmen die Notenbanken die Höhe der Geldmenge mit Hilfe des Leitzinses. Bei einem niedrigeren Leitzins sollen Banken dazu bewegt werden, mehr Kredite zu vergeben und Staatsanleihen zu kaufen.
 

Als die Leitzinsen jedoch nahe bei Null lagen und die Banken weiterhin keine Kredite vergeben wollten, gaben die Zentralbanker ihre Unabhängigkeit auf und kauften den privaten Instituten Staatsanleihen ab. Eine mögliche Zinswende war in Sicht. Natürlich dürfen sie die Staatsanleihen nicht direkt kaufen, da sie dann offensichtlich und nicht nur auf Umwegen gegen das Unabhängigkeitsgebot verstoßen würden.
 

Kaufgründe für Staatsanleihen weiter vorhanden
 

Aufgrund der verschiedenen Maßnahmen der Notenbanken konnten wir sehen, wie insbesondere die Renditen für Staatsanleihen kreditwürdiger Schuldner deutlich gesunken sind, so dass sie Anlegern nach Abzug der Inflation reale Vermögensverluste einbringen (vgl: Kalte Enteignung). Trotzdem dürfte es auch weiterhin genügend Kaufgründe für Investoren geben, die nicht gerade wie Versicherungskonzerne zum Kauf von Staatsanleihen gezwungen sind.
 

Für eine verbesserte Diversifikation sollte in einem Portfolio auch immer ein Anteil an Anleihen vorhanden sein. Außerdem dienen sie immer noch einer gewissen Absicherung, da die Rückzahlungswahrscheinlichkeiten trotz der Probleme in Griechenland oder Zypern im Fall von Deutschland oder den USA immer noch höher sind als an einigen anderen Stellen. Dennoch eröffnen Aktien ein viel besseres Chance-Risiko-Verhältnis.


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