Dax 10474.0 -0.37%
MDax 20502.0 -0.24%
TecDax 1682.5 -0.21%
BCDI 128.75 0.00%
Dow Jones 19170.42 -0.11%
Nasdaq 4738.16 0.26%
EuroStoxx 3007.0 -0.23%
Bund-Future 161.12 0.83%

Takahiro Mitani

Die Zahl der weltweiten Pensionsfonds ist kaum zu überblicken. Dennoch fallen einige der Fonds durch ihre Größe auf. Einer davon ist der von Takahiro Mitani gemanagte japanische staatliche Rentenfonds GPIF. Über viele Jahrzehnte lag der Schwerpunkt der Investitionen auf Japan selbst. Doch aufgrund der schwachen konjunkturellen Entwicklung im Land selbst und der weltweiten Niedrigzinspolitik muss sich Takahiro Mitani nach neuen Anlagen umsehen.
 

Takahiro Mitani – die Formel des Pensionsfonds im Hinterkopf
 

Größter Posten des mehr als 900 Mrd. Euro schweren Pensionsfonds sind japanische Staatsanleihen. Sie machen rund 60 Prozent der gesamten Anlagesumme aus. Weitere 12 Prozent sollen in japanischen Aktien gehalten werden. Der angestrebte Anteil ausländischer Staatsanleihen liegt bei 11 Prozent, während 12 Prozent in ausländischen Aktien liegen sollen. Die übrigen 5 Prozent soll der Fonds in kurzfristigen Anlagen halten.
 

Takahiro Mitani muss dabei stets die Formel des Pensionsfonds im Hinterkopf behalten, die besagt, dass die Anlage sicher, effizient und zuverlässig sein soll. Doch auf Dauer dürfte dies angesichts des weltweiten Niedrigzinsniveaus nur mit weniger Staatsanleihen gelingen. Zwar darf von den genannten Zielvorgaben abgewichen werden, doch auf Dauer ist dies keine Lösung.
 

Takahiro Mitani - neue Ausrichtung auf Aktien
 

Am Ende der von Takahiro Mitani in die Wege geleiteten Diskussion dürfte eine veränderte Investitionsrichtlinie stehen. Diese könnte dann deutlich niedrigere Anteile an Staatsanleihen beinhalten, was zur Folge hätte, dass deutlich mehr Aktien gekauft würden. Das kommt (neben den Reformen in Japan) für das Land einer Revolution gleich, bislang wurde die Investitionspolitik des Fonds nämlich vorrangig von Beamten des Gesundheitsministeriums bestimmt.
 

Mit der Fokussierung auf Aktien hält dann auch das Risiko Einzug in den größten Pensionsfonds der Welt. Dieses Risiko ist vor allem international, denn aufgrund des eher einseitig ausgerichteten japanischen Aktienmarkts dürften zukünftig eher ausländische Aktienmärkte in Betracht kommen. Für Takahiro Mitani ist dies Neuland, denn der Jurist arbeitete fast sein ganzes Berufsleben bei der japanischen Notenbank Bank of Japan. Als neuer internationaler Großinvestor dürften Takahiro Mitani und der japanische Pensionsfonds daher in Zukunft noch öfter in die Schlagzeilen geraten. Aktien bieten im Vergleich zu Staatsanleihen ein weitaus attraktiveres Chance/Risiko-Profil. Im kostenlosen Newsletter Aktien-Ausblick erfahren Sie die alle Details dazu - klicken Sie hier...