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Taxing Times

Die milliardenschweren Schuldenlasten in Deutschland, aber auch in vielen anderen Ländern dieser Welt, stellen ein gewaltiges (Zukunfts-)Problem dar. Der Internationale Währungsfonds IWF hat dazu in einer im Jahr 2013 vorgestellten Studie für Sparer wenig erfreuliche Vorschläge unterbreitet. Hinter dem harmlos klingenden Namen „Taxing Times“ verbergen sich durchaus Zeilen mit Sprengstoff!

Taxing Times: 10 Prozent auf alles

Der IWF schlägt so auf Seite 49 der Studie vor, durch eine einmalige Sondersteuer auf alle privaten Vermögen die Schuldenproblematik zu lösen. Bei einer Abgabe in Höhe von 10 Prozent könnte laut der Studie die Verschuldung der Euro-Zone wieder auf das Niveau von 2007, also der Zeit vor der Finanzkrise, reduziert werden. Wichtig für den Erfolg der Taxing Times wäre allerdings, dass die Erhebung im Vorhinein nicht bekannt würde, um ein Umgehen der Einmalabgabe unmöglich zu machen. Doch der IWF denkt noch weiter und macht Vorschläge wie die Akzeptanz für eine solche Maßnahme erreicht werden kann:

Laut der Studie könnte der Schritt einer einmaligen Sondersteuer dadurch von Vielen akzeptiert werden, wenn die Einmaligkeit des Schrittes gewährleistet ist. Das heißt die Staaten haben aus Sicht des IWF nur eine Chance, um die Schulden zu reduzieren. Ob die Sondersteuer dann allerdings tatsächlich von vielen Sparern als fair angesehen wird, wie der IWF vermutet, bleibt offen. Und ob es tatsächlich zu diesem Taxing Times kommen wird, muss die Zukunft zeigen. Bislang scheint in der Politik jedenfalls niemand ernsthaft an eine Zwangsabgabe zu denken.

Taxing Times: Sparen verlieren so oder so

Unabhängig davon, ob eine einmalige Sondersteuer kommt oder nicht, befinden sich die deutschen Pro Kopf Vermögen seit der Finanzkrise sowieso schon unter Druck. Vergessen wird schnell, dass die seit Jahren anhaltenden Niedrigzinsen wie eine zweite Steuer wirken. Die Renditen reichen nicht, um die Inflation auszugleichen. Zwar ist die Inflation in der Euro-Zone weiterhin deutlich von der kritischen 2-Prozent-Marke entfernt, allerdings ist der Abstand zum Zinssatz für risikolose Anlagen deutlich größer als in Vorkrisenzeiten.

Um Dauerhaft gegen die Bewegungen bei den Zinsmärkten abgesichert zu sein, hilft nur die Investition in Aktien. Denn:

Im Hinblick auf die Gewinnchancen ist das Risiko bei Aktien vergleichsweise gering und da Aktionäre immer von der realwirtschaftlichen Entwicklung der Unternehmen profitieren, können niedrige Zinsen hier nur indirekt wirken. Insofern kommen Aktionäre also durchaus gut durch schwierige Zeiten. Zumindest so lange keine Sondersteuer (Taxing Times) eingeführt wird.

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