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TecDax 1734.5 0.26%
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Dow Jones 19614.81 0.33%
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Trailing-Stop

Was ist ein Trailing-Stop?

Eine der wichtigsten Börsenregeln lautet: „Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen“. Dazu helfen Stops, also fest definierte Kursmarken, bei deren Erreichen die entsprechende Position automatisch verkauft wird. Läuft ein Investment in den Gewinn, sollte dieser Stop sukzessive in Gewinnrichtung nachgezogen werden. Mit der Orderart "Trailing-Stop" (zu Deutsch: „nachlaufender Stop“) ist das einfach wie nie.
 

Trailing-Stop: Definition

Ein Trailing-Stop (Trailing-Stop-Loss) basiert auf Basis des herkömmlichen Stop-Kurses. Im Unterschied zu diesem ist ein Trailing-Stop keine statische, sondern eine dynamische Angelegenheit. Während also ein Stopkurs bei einem fixen Wert steht und da auch bleibt (bis er ausgeführt oder gelöscht wird), sieht das bei einem Trailing-Stop anders aus. Denn dieser wird automatisch nachgezogen, wenn der Kurs des Basiswerts steigt.
 

Trailing-Stop in der Praxis

Trailing-Stops können absolut angegeben werden (z.B. „immer 5 Euro unter dem aktuellen Kurs“) oder relativ (z.B. „immer 10% unter dem aktuellen Kurs“). In der Praxis bedeutet das:


Trailing-Stop absolut

Aktueller Kurs: 110 Euro

Trailing-Stop: 100 Euro

Trailing-Stop absolut: 10 Euro

Wenn der aktuelle Kurs auf 110 Euro steigt, wird der Trailing-Stop automatisch auf 100 Euro angehoben. Sofern der Kurs die 100 Euro erreicht oder darunter fällt, wird die Position automatisch verkauft.


trailing-stop

Trailing-Stop prozentual

Aktueller Kurs: 100 Euro

Trailing-Stop: 90 Euro

Trailing-Stop prozentual: 10 Prozent


Steigt der aktuelle Kurs auf 100 Euro, wird der Trailing-Stop automatisch um 10 Prozent, also auf 94,50 Euro angehoben. Wenn der Kurs unter 94,50 Euro fällt, wird die Order automatisch ausgeführt.

Trailing-Stop im Bullenmarkt
Ein Trailing-Stop ist insbesondere in einem Bullenmarkt eine feine Sache. Wenn eine Position nach einiger Zeit in die Gewinnzone gelaufen ist, bietet es sich beispielsweise an, den Trailing-Stop anzupassen. Dabei sollte der Abstand am besten nicht zu eng gewählt werden, damit die Position nicht in jeder kleineren Pendelbewegung herausfliegt. Ein einmal deutlich im Plus gesetzter „Trailing-Stop-Loss“ kann sehr entspannend wirken. Und es ist auch eine passende Orderart, wenn Sie z.B. zwei Wochen in Urlaub fahren und Ihre Aktienposition nicht jeden Tag überprüfen möchten. 

Selbst die besten Aktien der Welt (zu sehen im boerse.de-Aktienbrief) dürfen nicht ohne eine disziplinierte Timing-Strategie ge- und verkauft werden. Das bedeutet, Gewinne möglichst lange laufen zu lassen und in Abwärtstrends ganz einfach geduldig auf die nächste Kaufgelegenheit zu warten. Fordern Sie die nächsten beiden Ausgaben boerse.de-Aktienbrief (per E-Mail und zusätzlich per Post) zum kostenlosen Test an und überzeugen Sie sich am besten jetzt selbst davon...