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Ukraine-Pleite

Die Euro-Krise gärt seit dem Jahreswechsel wieder vor sich hin. Dabei sorgt vor allem das Dauerthema Griechenland für Schlagzeilen, denn die Neuwahlen im Januar 2015 brachten das Thema Euro-Austritt wieder zurück auf die Agenda. Doch während ein Griechenland-Austritt für die Gemeinschaftswährung inzwischen verkraftbar wäre, existiert im Osten Europas ein Problem, das weitaus kritischer ist:
 

Der Ukraine-Konflikt und die Auswirkungen auf die Beziehungen Europas zu Russland sorgen für große wirtschaftliche Probleme, weshalb selbst eine Ukraine-Pleite - genauso wie eine Russland-Pleite -  inzwischen nicht mehr ausgeschlossen werden kann. Im Detail:
 

Ukraine-Pleite – der Staatsbankrott nicht mehr ausgeschlossen
 

Die Sanktionen des Westens gegenüber Russland betreffen die gesamten Wirtschaftsbeziehungen mit Osteuropa. Davon abhängig sind auch die Geschäfte mit der Ukraine, deren bisheriger Handelspartner Russland nun aufgrund der Sanktionen wegfällt. Die ökonomischen Folgen muss die Ukraine bisher alleine tragen, was das osteuropäische Land angesichts der militärisch geführten Unruhen in Teilen des Landes an den Rand des Staatsbankrotts führt.
 

Eine Ukraine-Pleite würde jedoch die Bemühungen einer Stabilisierung des Landes in Luft auflösen. Der US-Investmentprofi George Soros verweist für diesen Fall auf die negativen psychologischen Effekte eines solchen Ausfalls und rät dringend dazu, den Staatsbankrott zu verhindern. Zumal in diesem Fall die anti-europäischen Kräfte enorm gestärkt werden dürften.
 

Ukraine-Pleite: Erneute Hilfe notwendig
 

Um eine Ukraine-Pleite zu vermeiden schlägt Soros unter anderem ein milliardenschweres Hilfspaket für das krisengeschüttelte Land vor. Eine solche europäische Aktion würde die bisherige Reformbewegung stärken und so die Hinwendung zu Europa unterstützen. In einem zweiten Schritt schlägt Soros zudem eine Abkehr von den Russland-Sanktionen vor. Konkret:
 

Der drastisch gesunkene Ölpreis habe Russland zusätzlich zu den Sanktionen so stark getroffen, so dass der Finanzprofi selbst eine Russland-Pleite nicht mehr ausschließen kann. Dies wiederum hätte nicht nur Auswirkungen auf die Ukraine, sondern auf das weltweite Finanzsystem. Daher hält es Soros für zwingend erforderlich in beiden Fällen einen Staatsbankrott zu vermeiden. Profitieren Sie bereits vom kostenlosen boerse.de-AKTIENDAILY? Damit erhalten Sie eine kompakte Zusammenfassung des Handelstages. Hier gratis sichern...