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Weltspartag

Jedes Jahr im Oktober ist Weltspartag. „Erfunden“ wurde der Tag bereits 1924 auf dem ersten Internationalen Sparkassenkongress in Mailand, um den Gedanken des Sparens im Bewusstsein zu halten und um auf die Bedeutung für ganze Volkswirtschaften und auch Einzelpersonen aufmerksam zu machen. Angesichts der Hyperinflation in den zuvor liegenden Jahren und der Einführung einer neuen Währung muss das den Deutschen damals ziemlich absurd vorgekommen sein. Heute mutet der Weltspartag ebenfalls etwas merkwürdig an, da reines Sparen derzeit angesichts niedriger Zinsen bestenfalls das Kapital erhält.

Weltspartag im Fokus
 

Dementsprechend ist nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken die Sparquote seit dem Krisenjahr 2008 kontinuierlich gesunken und liegt nun bei 10,0 Prozent. Aus dem Sparkassen-Vermögensbarometer geht hervor, wo diese Gelder geparkt sind:
 

Rentenversicherungen, Sparbücher und Lebensversicherungen sind weiterhin die drei meist genutzten Anlageformen, wenn es um die Altersvorsorge geht, dicht gefolgt von der selbst genutzten Immobilie. Noch immer wenig Vertrauen haben die Deutschen zur renditeträchtigste Anlageform - dem Direktinvestment in Aktien. 46 Prozent der Befragten beurteilten Wertpapiere als spekulativ, 32 Prozent hielten sie für komplex. Lediglich sieben Prozent der Studienteilnehmer halten Aktien für ein sinnvolles Element der privaten Altersvorsorge.

Alternativen zum Weltspartag
 

Die Zurückhaltung ist angesichts der Börsencrashs in den Jahren 2000 und 2008 nachvollziehbar. Anstatt jedoch die Börse zu meiden und sein Geld am Weltspartag zur Bank zu bringen, sollte der richtige Umgang mit Aktieninvestments erlernt werden. Rational betrachtet eignen sich Unternehmensbeteiligungen nämlich hervorragend für die Absicherung im Alter:
 

Wer vor 25 Jahren ganz einfach nur mit seinem Depot den DAX nachgebildet hatte, konnte sich über eine jährliche Rendite von durchschnittlich 8% freuen. Aus dem Renditedreieck des Deutschen Aktieninstituts (DAI) kann auch abgelesen werden, dass selbst bei anfänglich ungünstigen Startzeitpunkten über einen längeren Zeitraum positive Renditen erzielt wurden. Dabei werden lediglich die größten deutschen Unternehmen berücksichtigt, quasi die Deutschland AG. Diese beinhaltet sowohl echte Champions als auch aus Aktionärssicht weniger gute Firmen. Mit einem auf Qualität ausgerichteten Depot hätte sich natürlich eine weitaus höhere Rendite erwirtschaften lassen.

Weltspartag vs. solide Investments

Wenn bei der Auswahl strikt auf Güte geachtet wird, bieten Aktien als Sachwerte außerdem einen guten Schutz um die Kaufkraft zu erhalten. Dies gilt für Firmen, die auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ihre Gewinnspannen aufrecht erhalten können und die über ein Geschäftsmodell verfügen, das wenig kapitalintensiv ist. Buchstäblich Gold wert sind immaterielle Güter wie starke Marken, Kundentreue oder Patente. Bereits vor 30 Jahren schrieb Warren Buffett in seinem Aktionärsbrief, dass Beteiligungen an Unternehmen mit solchen Merkmalen nicht nur vor Inflation schützen, sondern von steigenden Preisniveaus sogar überproportional profitieren können. Sein Erfolg gibt ihm Recht. Das Beste daran: die Strategie, strikt nur qualitativ hochwertige Beteiligungen ins Depot aufzunehmen, kann von jedem umgesetzt werden. Investieren Sie richtig, statt nur am Weltspartag zu sparen!