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Zombie-Banken

In der Europäischen Union wird derzeit darüber diskutiert, wer künftig bei der Abwicklung von Pleite-Banken (Zombie-Banken) „den Knopf drücken darf“. Außerdem geht es um die Reihenfolge, in der Aktionäre, Gläubiger, die Finanzbranche oder der Steuerzahler für eine Pleite geradestehen müssen. Während über viele Aspekte noch gestritten wird, scheint es gewiss zu sein, dass Europa durch seine so genannten „Zombie-Banken“ großen Gefahren drohen (erfahren Sie mehr dazu im kostenlosen Aktien-Ausblick).

Lebende Zombies

Dabei ist die Anzahl von Finanzinstituten, die eigentlich insolvent sind, mit Hilfe der Niedrigzinspolitk der EZB und weiterer Stützungsmaßnahmen jedoch am Leben erhalten werden, insbesondere in Italien und Spanien sehr hoch. Aufgrund der anhaltenden Rezession sowie der Immobilienkrise in Spanien schleppen diese Zombie-Banken immer mehr problematische Kredite mit sich. Die Schuldner können sie wegen der hohen Arbeitslosigkeit oder mangelnder Aufträge für die Firmen schlicht nicht mehr bedienen.

Zombie-Banken: Weitere Abschreibungen

Hinzu kommt, dass die Zombie-Banken in den entsprechenden Ländern nicht immer alle faulen Kredite angeben, so dass uns möglicherweise noch einige Überraschungen in punkto Bankenrestrukturierung erwarten könnten. Vor allem den spanischen Finanzinstituten wird eine gewisse Verschleierungstaktik unterstellt.

Laut offiziellen Daten der Notenbanken lag der Anteil ausfallgefährdeter Darlehen im Kreditbestand italienischer Banken bei 13,3 Prozent oder etwa 230 Mrd. Euro aller Kredite. Bei spanischen Zombie-Banken waren es „nur“ 10, 4 Prozent bzw. rund 200 Mrd. Euro. Allerdings sollen die spanischen Institute getreu der Taktik „verschieben und beten“ Kredite bei denen von einem Ausfall auszugehen ist, als normale Darlehen deklariert haben, so dass weitere Abschreibungen folgen dürften.

Vertrauen in Banken liegt am Boden


Im Zuge des jüngsten Berichts zum spanischen Bankensektor des Internationalen Währungsfonds (IWF) wurde ausgerechnet, dass die eigentliche Quote für faule Kredite spanischer Zombie-Banken Ende März 2013 bei 15,7 Prozent, statt bei den offiziell ausgewiesenen 11,3 Prozent lag. Dabei haben die Institute beider Länder ähnliche Probleme. Die Kredite der Zombie-Banken konzentrieren sich häufig auf die heimischen Märkte. Dort scheint ein Ende der wirtschaftlichen Probleme vorerst nicht in Sicht zu sein. Anleger sollten deshalb von spekulativen Investments in solche Papiere Abstand nehmen und ihr Geld nur in die besten Aktien der Welt investieren. 

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