DAX: Abrisskante besteht weiterhin - Chartanalyse

Montag, 05.10.20 09:33
Kursticker auf einer digitalen Anzeige.
Bildquelle: pixabay
Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Die wöchentliche Tradingrange des DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) verblieb in den letzten fünf Handelstagen innerhalb des Pendants der Vorwoche, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Der dadurch entstehende Innenstab könne als Teilerfolg verbucht werden. Doch unter dem Strich habe die Abrisskante in Form der Abwärtskurslücke von Mitte September (12.999 zu 13.036 Punkten) unverändert Bestand. Durch die strategische Brille betrachtet bleibe es bei der Schlüsselunterstützung in Form der 200-Wochen-Linie und der Glättungslinie der letzten 200 Tage (akt. bei 12.216/12.172 Punkten). Mit anderen Worten: Auf diesem Niveau würden die "doppelten Durchschnitte" einen massiven Rückzugsbereich bilden. Auf der Oberseite sei dagegen ein Schließen des o. g. Abwärtsgaps notwendig, um die negativen Implikationen aus der jüngsten Abrisskante zu kontern. Vor diesem Hintergrund würden die Analysten eine nachhaltige Rückeroberung der Marke von 13.000 Punkten als Startschuss für die klassische Wahlrally bzw. als Steilvorlage für eine verfrühte Jahresendrally definieren. Letztere hätten sie als bekanntestes saisonales Phänomen für den DAX genauer untersucht.

Zu den bekanntesten saisonalen Anomalien zähle zweifelsohne die Jahresendrally. Rund um den Globus würden die weltweiten Aktienindices im 4. Quartal oftmals zur Stärke neigen. Auf Basis der Daten seit 1988 hätten die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt deshalb untersucht, wie sich der DAX in den letzten drei Monaten des Jahres entwickelt habe. Die wichtigste Botschaft vorweg: In 32 Jahren habe das Aktienbarometer lediglich fünf Mal Kursverluste im 4. Quartal hinnehmen müssen - zuletzt 2018. In den 27 anderen Fällen hätte sich das "DAX-Schlussinvestment" als lohnenswert erwiesen. Die Wahrscheinlichkeit für steigende Notierungen in den letzten drei Monaten bis zum Jahresultimo betrage also 84%. Wer als Anleger seit Bestehen des DAX konsequent auf das Phänomen "Jahresendrally" gesetzt habe, freue sich über eine Versiebenfachung des Ausgangskapitals. Aus einer Investition von 1.000 EUR seien in den letzten 32 Jahren fast 7.000 EUR geworden. Das entspreche einer durchschnittlichen Rendite von 6,25% pro Jahr. Obwohl Anleger ein Viertel der Zeit investiert seien, würden sich so fast die Ertragserwartung eines typischen Gesamt(aktien-)jahres realisieren lassen. In diesem Jahr komme ab dem 10. Oktober mit der klassischen Wahlrally ein weiterer unterstützender Faktor hinzu. (05.10.2020/ac/a/m)


Quelle: Aktiencheck




Titel aus dieser Meldung

Datum :
27.11.20
13.392,60
0,88 %
Datum :
27.11.20
5.771,71
0,37 %
© 1994-2020 by boerse.de - Quelle für Kurse und Daten: ARIVA.DE AG - boerse.de übernimmt keine Gewähr