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Endlos Turbo Long 125,8477 Open End auf EUR/JPY: Tankan auf Zehnjahreshoch - Optionsscheineanalyse

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in das Währungspaar EUR/JPY (ISIN EU0009652627 / WKN 965262) einen Endlos Turbo Long 125,8477 Open End (ISIN DE000DGY0WF2 / WKN DGY0WF) mit dem Basiswert EUR/JPY vor.

Wenige Wochen vor den Parlamentswahlen am 22. Oktober würden sich die japanischen Unternehmen in bester Stimmung präsentieren, wie der von der Bank of Japan Anfang der Woche veröffentlichte Tankan-Bericht impliziere. Beispielsweise hätten sich die großen Industrieunternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe mit ihrer aktuellen geschäftlichen Lage so zufrieden wie seit zehn Jahren nicht mehr gezeigt.

Der Tankan-Bericht sei vergleichbar mit dem deutschen ifo Geschäftsklimaindex. Auch bei der Tankan-Umfrage würden tausende Firmen zur aktuellen wirtschaftlichen Lage und ihren Geschäftserwartungen befragt, wobei die Ergebnisse gleichfalls als sogenannte Diffusionsindices dargestellt würden. Dazu werde zunächst der jeweilige Anteil der befragten Betriebe ermittelt, die ihre Geschäftslage oder Geschäftsaussichten besser bzw. schlechter einschätzen würden. Aus diesen beiden Anteilen werde dann die Differenz gebildet. Ein positiver Wert zeige dabei an, dass die Unternehmen in der Mehrheit seien, die ihre Lage oder Aussichten besser bewerten würden.

Erhoben werde der Tankan-Bericht vom Research and Statistics Department der Bank of Japan (BoJ). Die Befragung der mehr als 10.000 Firmen finde dabei alle drei Monate, zum Ende eines Quartals statt. Das Ergebnis sei eine Mischung aus Konjunkturanalyse und Stimmungsbericht, der für die Finanzmärkte sowie die inländischen und ausländischen Beobachter zu einem wichtigen Indikator zur Einschätzung der kurzfristigen Perspektiven der japanischen Wirtschaft geworden sei. Und auch die japanische Notenbank beobachte den Tankan genau und berücksichtige dessen Entwicklungen bei ihrer Geldpolitik.

Befragt würden Unternehmen aus der Produktion und dem Dienstleistungssektor unterschiedlicher Größe aus verschiedensten Branchen. Ziel sei es, ein möglichst umfangreiches und genaues Bild der aktuellen und der zu erwartenden Geschäftsentwicklung in der japanischen Industrie zu zeichnen. Der Tankan-Bericht beinhalte somit eine Vielzahl von Frühindikatoren für die jeweiligen Firmengrößen und Sektoren.

An den Finanzmärkten im Fokus stehe dabei vor allem der Tankan Large Manufacturers Index, der auf der Befragung der größten japanischen Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe basiere. An der aktuellen Umfrage für das dritte Quartal 2017 (Juli bis September) hätten insgesamt 10.687 Firmen teilgenommen. Davon seien 1.074 eben jener Großindustrie aus dem Verarbeitenden Gewerbe zuzuordnen gewesen. Der entsprechende Frühindikator sei gegenüber dem Vorquartal von 17 auf 22 Punkte geklettert. Er habe damit das höchste Niveau seit dem dritten Quartal 2007 erreicht. Positiv hätten sich auch die Frühindikatoren der mittleren und kleinen Unternehmen entwickelt. Die Zahlen dürften damit die Einschätzung der Notenbank einer moderat wachsenden japanischen Wirtschaft unterfüttern.

Allerdings seien die Unternehmen beim Ausblick zurückhaltender. Für das vierte Quartal 2017 ergebe sich aus den aktuellen Umfrageergebnissen ein erwarteter Rückgang des Tankan Large Manufacturers Index auf 19 Punkte. Rückgänge würden auch beim Tankan Large Non-Manufacturers Index erwartet, der die Stimmung im Nicht-Verarbeitenden Gewerbe messe. Nachdem er im dritten Quartal mit 23 Zählern unverändert geblieben sei, werde ein Rückgang auf 19 Punkte erwartet. Ebenfalls vorsichtig bezüglich der weiteren Aussichten seien die mittleren und kleinen Firmen. Nach den Zuwächsen im dritten Quartal würden bei den jeweiligen Frühindikatoren im vierten Quartal wieder Rückgänge erwartet.

Auch viele Privathaushalte, deren Konsumausgaben rund 60% der Wirtschaftsleistung Japans ausmachen würden, würden ihr Geld zusammenhalten. Bei ihnen habe die aktuelle wirtschaftliche Aufschwungsphase noch immer zu keinen spürbaren Lohnerhöhungen geführt. Die japanische Wirtschaft bleibe damit anfällig für Rückschläge. Einen positiven Effekt zur aktuellen positiven Stimmung in der Industrie beigetragen haben dürfte die Schwäche der japanischen Währung. Der Wechselkurs USD/JPY habe innerhalb seiner seit Dezember 2016 auszumachenden Korrekturbewegung ausgehend von dem im September markierten Zwischentief bei 107,32 Yen einen kurzfristigen Aufwärtsimpuls ausgebildet.

Beim Wechselkurs EUR/JPY habe sich im September die mittelfristige Aufwärtsbewegung fortgesetzt, die sich seit dem Zwischentief von April dieses Jahres bei 114,86 Yen gebildet habe. Bis zum Hoch dieser Bewegung bei mehr als 134 Yen habe der Euro damit um 17% gegenüber der japanischen Währung aufgewertet. Zuletzt habe es dann eine kleine Korrektur gegeben, die sich jüngst angesichts des positiven Tankan-Berichtes fortgesetzt habe. Der mittelfristige Aufwärtstrend des Wechselkurses EUR/JPY sei jedoch nach Ansicht der Analysten weiterhin intakt. Gleiches gelte für den übergeordneten langfristigen Aufwärtstrend, der sich seit dem Tief von Juni 2016 gebildet habe.

Mit dem Zwischenhoch im September bei 134,41 Yen sei dabei nahezu punktgenau das 61,8%-Fibonacci-Retracement erreicht worden, das aus der Abwärtsbewegung von Dezember 2014 bis Juni 2016 resultiere. Sollte dieser potenzielle Widerstand bei 134,41 Yen überwunden werden, wäre dies nach Meinung der Analysten ein mögliches Handelssignal, um sich auf der Long-Seite zu positionieren, um an einem weiteren Anstieg des EUR/JPY zu partizipieren. Ein erstes mögliches mittelfristiges Ziel würden die Analysten dann bei der Marke von 141,05 Yen sehen, die aus dem Zwischenhoch von Juni 2015 resultiere. Bei der skizzierten Ausbruchsstrategie würden die Analysten einen Stop Loss bei 131,40 Yen präferieren.

Mit einem Hebelzertifikat könnten Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollziehe z.B. der Endlos Turbo Long auf den EUR/JPY die positive, aber auch die negative Kursentwicklung des Wechselkurses EUR/JPY gehebelt nach. Werde die Knock-out-Schwelle (aktuell bei 125,8477 JPY) berührt, verfalle das Zertifikat wertlos. (Ausgabe vom 04.10.2017) (05.10.2017/oc/a/w)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Quelle: ac


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