Endlos Turbo Long 41,143 auf Brent-Öl: Bullen schlagen eindrucksvoll zurück! Optionsscheineanalyse

Donnerstag, 07.11.19 12:00
Endlos Turbo Long 41,143 auf Brent-Öl: Bullen schlagen eindrucksvoll zurück! Optionsscheineanalyse
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Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Martin Merz, Produktmanager bei der DZ BANK, stellt als Alternative zum Direktinvestment in Brent-Öl (ISIN XC0009677409 / WKN nicht bekannt) einen Endlos Turbo Long 41,143 (ISIN DE000DF1J3G8 / WKN DF1J3G) mit dem Basiswert Brent-Öl vor.

Die Notierungen bei Brent hätten sich in den vergangenen Handelstagen wieder stabilisieren können, nachdem die Aussicht auf eine zumindest vorläufige Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China für Optimismus an den Terminmärkten gesorgt habe. Nachdem die Notierungen zuletzt wieder die Marke von 60 USD überzeugend hätten zurückerobern können, biete sich der Wechsel zu einem Long-Szenario an.

Angesichts der unerwartet raschen Instandsetzung der durch Terroranschläge Mitte September stark in Mitleidenschaft gezogenen Förderanlagen in Saudi-Arabien habe die Ölproduktion der OPEC-Staaten im Oktober gegenüber dem Vormonat ein unerwartet deutliches Plus markiert. Angesichts der zuletzt schwachen Konjunkturdaten aus China, den USA und Europa habe sich auch die OPEC zurückhaltend bei der Ölnachfrage für das laufende und das kommende Jahr gezeigt und daher ihre Prognosen wie zuvor die IEA ebenfalls nach unten revidiert.

Für frische Impulse an den Terminmärkten habe der sich abzeichnende Kompromiss zwischen China und den USA im weiter schwelenden Handelskonflikt gesorgt. Nach Aussage von US-Präsident Trump könnte demnach bereits Mitte November ein Teilabkommen zwischen den beiden Wirtschaftsnationen geschlossen werden. Damit wären die Befürchtungen über eine konjunkturell bedingt weiter rückläufige Ölnachfrage nach Einschätzung von Marktbeobachtern zunächst vom Tisch, was auch an den Terminmärkten für Erleichterung gesorgt habe.

Für zusätzlichen Support hätten Medienberichte gesorgt, wonach die OPEC und ihre Verbündeten außerhalb des Ölkartells angesichts der zuletzt rückläufigen globalen Ölnachfrage weitergehende Stützungsmaßnahmen in Erwägung ziehen würden. Zunächst solle demnach sichergestellt werden, dass sich alle Unterzeichnerstaaten an die zuletzt vereinbarten Förderkürzungen halten würden, zumal einige Teilnehmerstaaten der OPEC+-Allianz wie Nigeria oder der Irak diese Ziele bislang nicht vollständig eingehalten hätten. Danach werde man im Rahmen des im Dezember stattfindenden OPEC-Meetings über mögliche weitergehende Maßnahmen beraten. Neben Saudi-Arabien scheine vor allem Russland an neuen Stützungsmaßnahmen interessiert, um die klammen Staatskassen zu entlasten. Da negative Nachrichten wie ein deutlich höher als erwarteter Öl-Output der OPEC-Staaten zuletzt mit Käufen beantwortet worden seien, habe sich das Sentiment zugunsten der Bullen verschoben, was nach Einschätzung von Martin Merz, Produktmanager bei der DZ BANK, weiter steigende Notierungen wahrscheinlich mache.

Nachdem sich die Marke von 58 USD zuletzt als tragfähiger Support erwiesen habe, hätten die Ölpreisnotierungen die psychologische Marke von 60 USD nachhaltig überwinden können. Dabei sei die Tatsache, dass kurzfristige Rücksetzer mit Käufen beantwortet worden seien, nach Erachten von Martin Merz bullisch zu werten. Daher revidiere der Produktmanager bei der DZ BANK sein zuletzt skizziertes Short-Szenario und gehe von einer weiteren Fortsetzung der Erholungsbewegung aus. Es biete sich an, prozyklisch im Bereich oberhalb der Marke von 62 USD Long-Positionen aufzubauen. Als Stopp-Loss biete sich nach Erachten von Martin Merz ein Wert im Bereich der Marke von 57 USD an.

Mit Hebelprodukten könnten Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiere das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln könne, bestehe das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt werde. Der Kapitalverlust könne ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen könne.

Auf den Basiswert Brent Crude Oil Contract stünden verschiedene Endlos-Turbos zur Verfügung. Ein Beispiel sei der Endlos-Turbo Long mit einem Basispreis von 41,14 USD sowie einer Knock-Out-Barriere von 41,14 USD. Der Endlos-Turbo Long auf den Brent Crude Oil Contract habe keine feste Laufzeit, könne aber während der Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-Out-Ereignis eintrete. Ein Knock-Out-Ereignis trete ein, wenn der Beobachtungspreis (jeder Kurs des Basiswerts an einem Beobachtungstag, wie er von der maßgeblichen Börse berechnet werde) mindestens einmal auf oder unter der Knock-Out-Barriere liege. Trete ein solches Knock-Out-Ereignis ein, verfalle das Produkt ohne weiteres Tätigwerden des Anlegers wertlos, sodass es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals komme.

Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen könne. (Stand vom 06.11.2019) (07.11.2019/oc/a/r)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Quelle: Aktiencheck


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15.11.19
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