Inline-Optionsschein auf EUR/CHF: Die 1,05 hält! Optionsscheineanalyse

Donnerstag, 28.05.20 10:00
Kursticker auf einer digitalen Anzeige.
Bildquelle: pixabay
Schwarzach am Main (www.optionsscheinecheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe einen Inline-Optionsschein (ISIN DE000SR4CXV4 / WKN SR4CXV) der Société Générale auf das Währungspaar EUR/CHF (ISIN EU0009654078 / WKN 965407) vor.

Am Devisenmarkt gehe der Kampf des Euro um die Marke von 1,05 Schweizer Franken weiter. Mitte Mai habe der Euro gedroht einmal mehr unter die wichtige Unterstützung zu fallen, ehe die europäische Einheitswährung zu einer Erholung bis auf 1,065 Franken angesetzt habe. Experten würden vermuten, dass die Schweizer Nationalbank (SNB) schon seit geraumer Zeit am Devisenmarkt interveniere, damit der Franken nicht weiter aufwerte.

Auch die Empfehlung in "ZertifikateJournal"-Ausgabe 14/2020 zum Kauf eines Inliners (ISIN DE000SR54WW6 / WKN SR54WW) der Société Générale mit den Barrieren 1,05/1,14 Franken habe darauf abgezielt. Ein Indiz seien die Sichtguthaben der SNB, die in der Woche zum 22. Mai auf das Rekordniveau von 679,9 Mrd. Franken gestiegen seien - 6,4 Mrd. Franken mehr als in der Woche davor. Damit hätten die Sichtguthaben im Vergleich zu Ende 2019 um rund 95 Mrd. Franken zugelegt, seit Mitte März um knapp 80 Mrd. Zum Vergleich: Im gesamten vergangenen Jahr habe der Anstieg lediglich rund 10 Mrd. Franken betragen.

Ein Devisenexperte der niederländischen ING Bank habe in der vergangenen Woche beim Franken/Euro-Verhältnis eher eine Verschiebung Richtung Parität gesehen. Der SNB fehle es an Feuerkraft mit der Geldpresse der EZB mitzuhalten, habe es in einem Kommentar geheißen. Dass sei natürlich Unsinn, denn die Notenbank könne theoretisch unendlich viel Geld "auf Knopfdruck" erzeugen.

Dass die SNB bei einem Kurs von 1,05 Euro zum Franken eine "virtuelle" Grenze ziehe, sei zuletzt aber auch von SNB-Direktoriumsmitglied Andréa Maechler in einem Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung" bestritten worden. "Nein. Wir betrachten die gesamte Währungssituation. Selbstverständlich ist der Euro-Kurs aufgrund der engen Handelsbeziehungen mit Europa wichtig. Wir berücksichtigen aber auch die anderen Währungen." Dennoch verteidige sie die Eingriffe am Devisenmarkt: "Sie sind derzeit notwendig, um weiteren Schaden von der Schweizer Wirtschaft fernzuhalten."

Unser Fazit: Anleger sollten kein Stück des Inliners, der derzeit leider nur "bid only" gestellt wird, aus der Hand geben, so die Experten vom "ZertifikateJournal". Der Geldkurs liege bei 7,83 Euro, es seien also noch fast 28 Prozent drin! (Ausgabe 21/2020) (28.05.2020/oc/a/w)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Quelle: Aktiencheck




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