Open End Turbo Short Zertifikat auf Brent-Öl: Lage verschärft sich dramatisch! Zertifikateanalyse

Montag, 09.03.20 11:00
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Lauda-Königshofen (www.zertifikatecheck.de) - Maciej Gaj von "boerse-daily.de" stellt in seiner aktuellen Veröffentlichung ein Open End Turbo Short Zertifikat (ISIN DE000DDC2DV4 / WKN DDC2DV) von der DZ BANK auf Brent-Öl (ISIN XC0009677409 / WKN nicht bekannt) vor.

Noch Anfang dieses Jahres habe Rohöl der Nordseesorte Brent Crude im Bereich von 71,75 US-Dollar und damit im Bereich seiner Sommerhochs aus 2019 notiert. Die vergleichsweise spät erkannten Folgen ausgelöst durch das Corona-Virus hätten schlagartige Verkäufe freigesetzt, die in einem ersten Schritt rasch auf das Niveau von 53,11 US-Dollar und somit unter das Niveau der vorherigen Handelsspanne abwärts geführt hätten. Nach einem zwischengeschalteten Pullback zurück zum EMA 50 um 60,00 US-Dollar sei der Ausverkauf unvermindert fortgesetzt worden und habe in der abgelaufenen Woche bei 45,18 US-Dollar seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht.

Auslöser für die jüngsten Abgaben sei die Uneinigkeit der OPEC+ Mitglieder in Bezug auf eine Ausweitung und Verlängerung der Förderkürzung gewesen. Am Wochenende habe Saudi-Arabien nach den gescheiterten Gesprächen zwischen der OPEC und Russland angekündigt, überraschend die Ölproduktion auf über 10 Millionen Barrel pro Tag zu erhöhen. Gemeinsam mit dem durch das weltweit grassierende Corona-Virus bedingten Nachfrageeinbruch hätten die Notierungen um über weitere 25 Prozent auf grob 33,75 US-Dollar nachgegeben.

Eine vielversprechende Anlagestrategie lasse sich unter den gegebenen Umständen und bei der äußerst hohen Volatilität nur sehr schwierig ableiten, insgesamt würden weitere Abgaben unter die Jahrestiefs aus 2017 von 41,43 US-Dollar erwartet - laut Goldman Sachs könne es sogar bis auf 20,00 US-Dollar weiter abwärts gehen. Zeitweise könnten die Verluste aus der abgelaufenen Woche und jetzt dem Wochenende jedoch zur Oberseite korrigiert werden, dies werde mit einem Kursanstieg an 41,43 US-Dollar hergehen können. Wer sich an einem fortgesetzten Short-Engagement beteiligen möchte, könne hierzu beispielsweise auf das Open End Turbo Short Zertifikat WKN DDC2DV zurückgreifen. Oberhalb der Kursmarke von 53,11 US-Dollar wäre durchaus ein Rücklauf zurück an den 50-Tage-Durchschnitt sowie das Widerstandsniveau um 56,15 US-Dollar vorstellbar. Höhere Kursgewinne würden sich im jetzt entbrannten Ölpreiskrieg allerdings nicht ableiten lassen.

Zunächst einmal sollten bestehende Short-Positionen nun sehr viel enger abgesichert oder aber teilweise realisiert werden. Für ein neuerliches Investment könnte sich das mit einem Hebel von 6,5 ausgestattete Open End Turbo Short Zertifikat WKN DDC2DV anbieten, sofern der Goldman Sachs-Analyse Glauben geschenkt werde. Allerdings dürfte die Volatilität weiter sehr hoch bleiben und entsprechende Ausschläge zur Unter- sowie zur Oberseite bereithalten. Rechnerisch dürfte der vorgestellte Schein bei einem Rücksetzer auf 20,00 US-Dollar bei 17,32 Euro notieren. Die mögliche Rendite-Chance könne auf bis zu 180 Prozent beziffert werden. (09.03.2020/zc/a/a)
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Quelle: Aktiencheck


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