S&P 500 und MSCI World: Die Musik spielt vor allem am Rand - Chartanalyse

Mittwoch, 21.10.20 10:25
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Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Als einen wichtigen Einflussfaktor berücksichtigen wir in unseren Analysen regelmäßig saisonale Aspekte, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

So hätten sie zuletzt auf die Performancedelle in der Mitte des Monats beim DAX hingewiesen. Die Musik spiele also vor allem am Rand - sprich zu Monatsbeginn und am Monatsende. Um diese These zu verdeutlichen, hätten die Analysten für den DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) die Tagesrenditen der einzelnen Kalendertage untersucht. Aufgrund einer ganzen Reihe von Nachfragen würden sie ihre Kernthesen anhand eines Blicks auf den S&P 500 (ISIN: US78378X1072, WKN: A0AET0) sowie auf den MSCI World überprüfen. Für beide Indices liege eine deutlich längere Kurshistorie wie für den DAX vor. Konkret hätten die Analysten die durchschnittliche Kalendertagperformance auf Basis der Daten von Januar 1976 bis Oktober 2020 ermittelt. Die wichtigste Botschaft vorweg: Der Effekt der "Nicht-Performance" in der Monatsmitte lasse sich bei beiden Standardaktienindices und bei längerer Datenreihe unverändert nachweisen. Wenn Anleger ausschließlich in der Monatsmitte investiert seien, würden sie durch die Bank schlechter abschneiden als mit einem Buy-and-hold-Investment - und zwar weiterhin unabhängig davon, wie die Monatsmitte exakt definiert werde.

Die Schwäche zur Monatsmitte halte sogar einen Tag länger an als beim DAX . D. h. sowohl beim S&P 500 als auch beim MSCI World würden die Bäume vom 19. bis zum 24. nicht in den Himmel wachsen. Als möglicher Erklärungsansatz für die beschriebene Schwächeperiode würden mögliche Gewinnmitnahmen nach dem Verfallstermin am dritten Freitag des Monats dienen. Dass die Performance dagegen vor allem "am Rand" gemacht werde, unterstreiche insbesondere die Analyse des MSCI World. Die drei Handelstage mit der besten durchschnittlichen Tagesperformance seien beim Weltaktienbarometer der 31. sowie der 1. und 2. Kalendertag eines Monats. Anleger, die diese drei Handelstage konsequent ausgelassen hätten, würden seit 1976 ein Gesamtergebnis von weniger als einem Drittel des Buy-and-Hold-Engagements erzielen. Beim S&P 500 halte der Monatserste die höchste durchschnittliche Performance bereit. Doch die Renditebetrachtung sei lediglich eine Seite der Medaille. Wichtig sei auch die Nachhaltigkeit, mit der die durchschnittlichen Zugewinne erzielt würden. Über die letzten 45 Jahre habe der Monatserste in 62% aller Fälle Kursgewinne gebracht. Mit anderen Worten: Long-Investments würden an diesem Handelstag über einen "doppelten" statistischen Vorteil verfügen. (21.10.2020/ac/a/m)


Quelle: Aktiencheck




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