Turbo Long 32,646 open end auf Brent-Öl: Bullen starten neuen Anlauf! Optionsscheineanalyse

Donnerstag, 16.07.20 10:20
Kursticker auf einer digitalen Anzeige.
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Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Marcus Landau, Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK, stellt als Alternative zum Direktinvestment in Brent-Öl (ISIN XC0009677409 / WKN nicht bekannt) einen Turbo Long 32,646 open end (ISIN DE000DFJ5M90 / WKN DFJ5M9) mit dem Basiswert Brent-Öl vor.

Der zuletzt starke Anstieg der Coronavirus-Infektionen habe auch die Stimmung an den Terminmärkten zuletzt etwas belastet. Viele Marktteilnehmer würden fürchten, dass viele Staaten die kürzlich aufgehobenen Quarantänemaßnahmen wieder einführen könnten, um eine zweite Infektionswelle zu verhindern. In einigen US-Bundesstaaten seien die Öffnung von Restaurants und Gaststätten bereits wieder aufgehoben und öffentliche Veranstaltungen teilweise deutlich eingeschränkt worden. Sollte es erneut zu einem weitreichenden Shutdown wie zu Beginn der Coronavirus-Pandemie kommen, dürfte sich dies auch beim Ölverbrauch niederschlagen. Bereits in der vergangenen Woche hätten die US-Lagerbestände unerwartet deutlich um 5,0 Millionen Barrel zugelegt, nachdem viele US-Fracking-Anbieter im Zuge der Erholung beim Ölpreis ihre Produktion wieder hochgefahren hätten. Deutlich rückläufig entwickelt hätten sich jedoch die Benzinlagerbestände, die angesichts der "Driving Season" und der Lockerung der Quarantänemaßnahmen um 4,0 Millionen Barrel zurückgegangen seien.

Angesichts des laufenden Ramp-ups der Wirtschaft scheine sich nach dem heftigen Nachfrageeinbruch in der ersten Jahreshälfte eine leichte Erholung abzuzeichnen. So rechne die International Energy Agency (IEA) mit einem Rückgang von 8,1 Millionen Barrel pro Tag, nachdem man hier zuvor von einem Minus von 8,6 Millionen Barrel ausgegangen sei. Auch die von der OPEC+-Allianz implementierten Förderkürzungen würden mittlerweile ihre Wirkung entfalten. Demnach sei die Ölproduktion Ende Juni laut der Erhebung der IEA weltweit um 2,4 Millionen Barrel pro Tag gesunken und habe damit den niedrigsten Stand seit neun Jahren erreicht. Die OPEC und die Unterzeichnerstaaten außerhalb des Ölkartells würden alles daran setzen, um die zuletzt weiter verschärften Förderkürzungen durchzusetzen. So hätten der Irak und Nigeria, die sich bislang nur in geringem Umfang an den Förderkürzungen beteiligt hätten, für die kommenden Monate deutlichere Produktionskürzungen zugesichert.

Auch die Ölnachfrage aus China scheine sich weiter zu erholen, da viele Raffinerien im Reich der Mitte ihre Kapazitäten nach der Coronavirus-bedingten Zwangspause wieder hochfahren würden. So sei für den Monat Juni ein Anstieg der chinesischen Rohölimporte um mehr als 800.000 Barrel gegenüber dem Vormonat verbucht worden.

Brent konsolidiere weiter in einer mehrwöchigen Range im Bereich oberhalb der 40-USD-Marke. Gelingt hier der Ausbruch über die Marke von 44 USD, sollte sich die Mitte März gestartete Aufwärtsbewegung unserer Einschätzung nach weiter dynamisch fortsetzen, so Marcus Landau, Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK. Marcus Landau halte daher weiterhin an seinem Long-Szenario fest. Bei bestehenden Long-Positionen biete es sich aus seiner Sicht an, den Stopp-Loss auf 37 USD nachzuziehen.

Mit Hebelprodukten könnten Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiere das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln könne, bestehe das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt werde. Der Kapitalverlust könne ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen könne. (Stand vom 15.07.2020) (16.07.2020/oc/a/r)

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Quelle: Aktiencheck




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