Turbo Long 36,194 open end auf Brent-Öl: Trotz Nachfragesorgen weiter im Bullenmodus - Optionsscheineanalyse

Donnerstag, 10.09.20 11:30
Turbo Long 36,194 open end auf Brent-Öl: Trotz Nachfragesorgen weiter im Bullenmodus - Optionsscheineanalyse
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Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Marcus Landau, Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK, stellt als Alternative zum Direktinvestment in Brent-Öl (ISIN XC0009677409 / WKN nicht bekannt) einen Turbo Long 36,194 open end (ISIN DE000DFM8M00 / WKN DFM8M0) mit dem Basiswert Brent-Öl vor.

Die Nachfrage-Erholung bei Öl nach dem herben Einbruch im Zuge der Coronavirus-Pandemie könnte nach Einschätzung des russischen Energieministers Nowak schon bald wieder ins Stocken geraten. Viele Industriestaaten hätten ihre Lagerbestände nach dem durch die Coronavirus-Pandemie verursachten herben Preiseinbruch aufgefüllt, während sich die Ölnachfrage dank des Wirtschafts-Ramp-ups in den vergangenen Monaten wieder etwas normalisiert habe. Nowak gehe davon aus, dass die weiter grassierende Coronavirus-Pandemie die Erholung der Weltwirtschaft zumindest kurzfristig beeinträchtigen dürfte, und rechne daher auch bei der Ölnachfrage zumindest in den kommenden Monaten mit einer Abschwächung. Auch die jüngst eher durchwachsen ausgefallenen Konjunkturdaten vor allem aus den USA und der Eurozone sowie weiter anziehende Neuinfektionszahlen hätten an den Terminmärkten für Abgabedruck gesorgt.

Trotz der Gefahr einer möglichen zweiten Pandemiewelle und einer möglichen Rückkehr zu schärferen Lockdown-Maßnahmen, die die Ölnachfrage empfindlich beeinträchtigen könnten, würden viele Analysten spätestens ab dem kommenden Jahr mit einer deutlichen Nachfragebelebung und einer Fortsetzung der Erholung an den Terminmärkten rechnen. Goldman Sachs rechne bis Herbst kommenden Jahres mit einer nachhaltigen Erholung der Ölpreisnotierungen auf knapp 65 USD. Begründet worden sei diese bullische Einschätzung mit einem sich abzeichnenden Durchbruch bei der Entwicklung eines wirksamen Coronavirus-Impfstoffs, der ab dem kommenden Frühjahr weltweit verfügbar sein dürfte. Damit dürfte die Nachfrage nach Benzin und Kerosin aufgrund des wieder anziehenden Reiseverkehrs spürbar steigen, würden die Analysten argumentieren.

Auch auf der Angebotsseite rechne Goldman Sachs mit weiter positiven Impulsen. Während sich die US-Fracking-Industrie nur schleppend von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie erholen dürfte, sollten die weiter fortgesetzten Stützungsmaßnahmen der OPEC+-Allianz für Support sorgen. Die jüngst veröffentlichten Daten würden diese These stützen, zumal sich die Unterzeichnerstaaten nach der Umsetzung schärferer Compliance-Regelungen der OPEC+-Allianz, die die Einhaltung der Stützungsmaßnahmen gewährleisten sollten, mittlerweile weitestgehend an die Vereinbarungen halten würden. So habe der Irak seine Ölexporte im August um 6% reduziert und gleichzeitig zusätzliche Förderkürzungen in Höhe von 400.000 Barrel pro Tag angekündigt. Auch Nigeria und das OPEC-Schwergewicht Saudi-Arabien hätten zuletzt weitere zusätzliche Kürzungen angekündigt, um die Ölpreise nach der von der OPEC+-Allianz planmäßig umgesetzten Verringerung der Förderkürzungen von 9,7 auf 7,7 Millionen Barrel pro Tag weiter zu stützen.

Aus technischer Sicht habe sich die Lage beim Ölpreis zuletzt etwas eingetrübt. Nachdem die Notierungen im Bereich des Verlaufshochs bei 46 USD mehrfach abverkauft worden seien, habe der Ölpreis zuletzt eine dreitägige Korrekturbewegung absolviert. Die Tatsache, dass Kurserholungen im Tagesverlauf zuletzt zum Abverkauf genutzt worden seien, lasse auf eine kurzfristige Fortsetzung der Konsolidierung schließen, was einen Test der psychologisch wichtigen Marke von 40 USD erwarten lasse. Gelingt es den Notierungen, sich in diesem Bereich wieder zu stabilisieren, bleibt die bullische Ausgangssituation unserer Einschätzung nach weiter intakt, so Marcus Landau, Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK. Es biete sich an, bestehende Long-Positionen mit einem Stopp-Loss im Bereich knapp unterhalb der Marke von 40 USD abzusichern.

Mit Hebelprodukten könnten Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiere das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln könne, bestehe das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt werde. Der Kapitalverlust könne ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen könne.

Auf den Basiswert Brent Crude Oil Contract stünden verschiedene Endlos-Turbos zur Verfügung. Ein Beispiel sei der Endlos-Turbo Long mit einem Basispreis von 36,191 USD sowie einer Knock-Out-Barriere von 36,191 USD. Das Produkt eigne sich für Anleger, die auf steigende Kurse des Basiswerts setzen möchten. Der Endlos-Turbo Long auf den Brent Crude Oil Contract habe keine feste Laufzeit, könne aber während der Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-Out-Ereignis eintrete. Ein Knock-Out-Ereignis trete ein, wenn der Beobachtungspreis (jeder Kurs des Basiswerts an einem Beobachtungstag, wie er von der maßgeblichen Börse berechnet werde) mindestens einmal auf oder unter der Knock-Out-Barriere liege. Trete ein solches Knock-Out-Ereignis ein, verfalle das Produkt ohne weiteres Tätigwerden des Anlegers wertlos, sodass es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals komme.

Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen könne. (Stand vom 09.09.2020) (10.09.2020/oc/a/r)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Quelle: Aktiencheck




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Datum :
24.09.20
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