Wave XXL-Optionsscheine auf EUR/USD: Ist die Parität wirklich vom Tisch? Optionsscheineanalyse

Donnerstag, 28.11.19 15:03
Wave XXL-Optionsscheine auf EUR/USD: Ist die Parität wirklich vom Tisch? Optionsscheineanalyse
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Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000XM4AU36 / WKN DM2H76) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DS01VA5 / WKN DS01VA) der Deutschen Bank auf das Währungspaar EUR/USD (ISIN EU0009652759 / WKN 965275) vor.

In den vergangenen Wochen habe der Euro seine Talfahrt im Vergleich zum US-Dollar stoppen können. Allerdings heiße dies noch lange nicht, dass die europäische Gemeinschaftswährung nun für die ganz große Erholung gegenüber dem Greenback bereit wäre. Selbst eine EUR/USD-Parität sei noch nicht ganz vom Tisch.

Während die FED in den vergangenen Jahren mit der Normalisierung der Geldpolitik begonnen und die Zinswende eingeläutet habe, sei die EZB ihrerseits bei der Nullzinspolitik geblieben. Dies sei ein Grund, warum sich der Euro im Vergleich zum US-Dollar seit Ende 2017 deutlich schwächer präsentiert habe. Zwischendurch habe es sogar so ausgesehen, als sollte sich das Währungspaar in Richtung Parität bewegen. Allerdings habe sich der EUR/USD-Kurs zuletzt im Bereich von 1,10 US-Dollar eingependelt. Auch weil die US-Notenbank eine erneute Zinswende vollzogen habe.

Ende Juli 2019 hätten die US-Währungshüter erstmals seit der Finanzkrise den Leitzins gesenkt. Es sollten zwei weitere Zinsschritte folgen. Nach der jüngsten Leitzinssenkung habe die US-Notenbank eine Pause signalisiert. Allerdings könnten weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen folgen, wenn sich die US-Konjunktur deutlich schwächer als zuletzt präsentieren, der Arbeitsmarkt deutlich an Schwung einbüßen oder der Handelsstreit zwischen China und den USA erneut eskalieren sollte. Weitere Leitzinssenkungen könnten schneller notwendig werden als es den US-Währungshütern lieb sei. Schließlich sei die US-Wirtschaft im dritten Quartal 2019 auf das Jahr hochgerechnet nur noch um 1,9 Prozent gewachsen, während die Teileinigung im Handelsstreit längst in trockene Tücher habe gebracht werden können.

Eine schwächere US-Wirtschaft und eine lockere Geldpolitik der FED würden den US-Dollar im Vergleich zu anderen Währungen schwächen. Allerdings sei es nicht so, dass Europa nicht seinerseits Probleme hätte. Die EU-Kommission habe am 7. November die BIP-Wachstumsprognose für 2019 und die beiden kommenden Jahre sowohl für die Eurozone als auch für die EU insgesamt gesenkt. Neben den weltweiten Handelsstreitigkeiten wirkt sich hierzulande das Brexit-Chaos verstärkt negativ auf die wirtschaftlichen Aussichten aus, so die Experten von X-markets by Deutsche Bank.

Entsprechend bleibe auch der EZB derzeit nichts anderes übrig, als ihre ultralockere Geldpolitik fortzuführen. Mario Draghi habe kurz vor seinem Abgang als Notenbankchef die Geldpolitik sogar weiter gelockert und ein neues Anleihenkaufprogramm aufgelegt sowie den Einlagenzinssatz weiter in den negativen Bereich getrieben. Mit der neuen EZB-Chef Christine Lagarde dürfte sich zunächst wenig an der lockeren Geldpolitik der EZB ändern, was wiederum eine mögliche Erholung des Euro im Vergleich zum US-Dollar und anderen wichtigen Währungen erst einmal verhindern könnte.

Spekulative Anleger, die steigende Eurokurse im Vergleich zum US-Dollar erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,73, die Barriere bei 0,8140 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,84, Barriere bei 1,3740 US-Dollar) auf fallende EUR/USD-Kurse setzen. (Stand vom 26.11.2019) (28.11.2019/oc/a/w)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Quelle: Aktiencheck


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