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10:38 20.07.17

Wave XXL-Optionsscheine auf EUR/USD: Von der Parität redet kaum noch jemand - Optionsscheineanalyse

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DL99Q22 / WKN DL99Q2) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DM2RAU8 / WKN DM2RAU) der Deutschen Bank auf das Währungspaar EUR/USD (ISIN EU0009652759 / WKN 965275) vor.

Mit der lange Zeit herbeigeredeten Euro/US-Dollar-Parität sei es vorerst nichts geworden. Das heiße nicht, dass sie niemals zustande kommen werde. Nur werde es zunehmend schwieriger.

Euro/US-Dollar-Parität. Da sei doch mal was gewesen. Marktteilnehmer würden sich noch daran erinnern, dass es vor gar nicht allzu langer Zeit an den Finanzmärkten fast schon als ausgemacht gegolten habe, dass sich der Euro und der Greenback wertmäßig angleichen würden. Zu Beginn des Jahres 2017 waren wir gar nicht so weit davon entfernt, so die Experten von X-markets by Deutsche Bank. Die US-Notenbank FED sei dabei gewesen, die Leitzinswende weiter voranzutreiben, während im Fall der Europäischen Zentralbank (EZB) überhaupt keine Signale in Richtung geldpolitische Straffung zu sehen gewesen seien. Rund ein halbes Jahr später sehe die Sache ganz anders aus. Und es sei nicht so, dass die FED die Zinswende abgeblasen hätte.

Auf ihrer Juni-Sitzung (14. Juni) seien die Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte auf 1,00 bis 1,25 Prozent angehoben worden. Das sei jedoch nicht alles gewesen. Im Zuge der Anleihenkäufe der vergangenen Jahre habe sich die Bilanz der FED mächtig aufgebläht. Die US-Währungshüter hätten nun signalisiert, sich bald einer Reduzierung der angeschwollenen Notenbankbilanz widmen zu wollen. Diesen Kurs habe FED-Chefin Janet Yellen noch einmal bekräftigt, als sie ihren Rechenschaftsbericht am 12. und 13. Juli vor dem US-Kongress präsentiert habe und den Volksvertretern Rede und Antwort gestanden habe. Demnach sei die US-Wirtschaft robust genug, um die Leitzinsen weiter zu erhöhen, während man bereits in diesem Jahr damit beginnen könnte, die Bilanz zu verkleinern. Gleichzeitig könnte jedoch das Tempo bei den Leitzinserhöhungen etwas gedrosselt werden. Der Grund dafür liege in der immer noch unter den Zielen liegenden Inflation.

Was den Euro/US-Dollar-Kurs zuletzt jedoch so richtig in Bewegung gebracht habe, sei EZB-Chef Mario Draghi gewesen. Der 27. Juni könnte möglicherweise als ein wichtiger Wendepunkt in die Geschichte eingehen. An diesem Tag habe eine Notenbank-Konferenz im portugiesischen Sintra stattgefunden. Wie so häufig in den vergangenen Jahren habe Draghi erneut bekräftig, dass die EZB weiterhin bereitstehen würde, um die Wirtschaft der Eurozone und die Gemeinschaftswährung zu stützen. An sich also "dovishe" Töne (lockere Geldpolitik). Allerdings hätten sich Anleger auf Draghis Aussagen konzentriert, wonach sich die Wirtschaft erholen und die Gefahren einer Deflation schwinden würden. Gründe, warum die EZB möglicherweise ihre Geldpolitik in naher Zukunft straffen könnte. In der Folge habe der Euro gegenüber dem US-Dollar deutlich an Wert gewonnen. Allerdings bleibe die Frage, ob die jüngste Euro-Rally ungebremst weitergehen werde.

Der Euro/US-Dollar-Kurs werde nicht nur von der Geldpolitik der FED und der EZB bestimmt. Die europäische Wirtschaft befinde sich auf Erholungskurs, während die Wachstumsdynamik in den USA zu Jahresbeginn etwas nachgelassen habe. Darüber hinaus sei US-Präsident Donald Trump zuletzt auch zu einer Belastung für den US-Dollar geworden. Die anhaltenden Angriffe seiner politischen Gegner und die immer neuen Enthüllungen in der Russland-Affäre würden für politische Unsicherheiten sorgen. Zumal es dadurch für die neue Regierung in Washington schwieriger werde, wichtige Vorhaben umzusetzen. Dazu würden eine Gesundheitsreform, massive Steuersenkungen oder Infrastrukturinvestitionen gehören. Sollten diese ausbleiben, könnte der Euro noch mehr an Stärke gegenüber dem US-Dollar gewinnen.

Spekulative Anleger, die steigende Eurokurse gegenüber dem US-Dollar erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 4,63, die Knock-Out-Schwelle bei 0,9050 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger in Bezug auf die europäische Gemeinschaftswährung eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 4,25; Knock-Out-Schwelle bei 1,4150 US-Dollar) auf einen gegenüber dem US-Dollar sinkenden Eurokurs setzen. (Stand vom 18.07.2017) (20.07.2017/oc/a/w)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Quelle: ac


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Name: Adidas

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