Was für den Bitcoin spricht

Was für Bitcoins spricht

„Ich kann zwar die Bahn der Gestirne auf Zentimeter und Sekunde berechnen, aber nicht, wohin eine verrückte Menge einen Börsenkurs treiben kann.” Mit kaum einem anderen Satz als diesem berühmten Zitat des englischen Physikers, Mathematikers und Naturforschers Sir Isaac Newton lässt sich der aktuelle Bitcoin-Hype wohl treffender beschreiben. Bei der Beurteilung spielt allerdings auch die jeweilige Perspektive eine ganz entscheidende Rolle. Denn je nachdem, ob man in den virtuellen Münzen tatsächlich nur eine riesige Spekulationsblase, eine Art „digitales Gold mit Bezahloption“ oder bereits eine echte Parallelwährung bzw. das Geld von morgen sieht, finden sich zahlreiche Argumente für oder gegen die neue Cyber-Währung. Zum Teil lassen sich einzelne Punkte sogar gleichzeitig als Vor- und Nachteil interpretieren.

 

Pro Bitcoin: Die Dezentralität des Bitcoin-Netzwerks schafft Freiräume

Ein wesentlicher Vorteil des Bitcoin ist seine dezentrale Organisation und Offenheit („Open-Source“). Die Ausgabe der Geldeinheiten sowie die Bearbeitung und Verwaltung der Transaktionen werden dabei ohne zentralen Server kollektiv vom Netzwerk übernommen. Das neue Zahlungssystem liefert dadurch keinen direkten Angriffspunkt z.B. für Hacker und kann von keiner staatlichen oder sonstigen Stelle aus kontrolliert und gelenkt werden, wie das beispielsweise bei den „Fiat-Währungen“ durch die Geldpolitik der Zentralbanken als obersten Währungshütern der Fall ist. Dies bietet auch Schutz vor möglichen Bargeldbeschränkungen und Kapitalverkehrskontrollen.

 

Was für Bitcoins spricht: Die Bitcoin-Adresse sorgt für Anonymität

Obwohl alle Bitcoin-Transfers öffentlich und dauerhaft im Netzwerk gespeichert werden, sind nur die Kontostände und Transaktionen der verwendeten Bitcoin-Adressen für die Öffentlichkeit sichtbar. Das bedeutet: Die wahre Identität der hinter den einzelnen Überweisungen stehenden Personen bleibt verborgen. Da Nutzer beim Warenverkehr allerdings in der Regel ihre Identität preisgeben müssen, empfiehlt sich nur eine einmalige Verwendung der jeweiligen Adresse, um die volle Anonymität zu erhalten.

 

Bitcoins als Schutz vor exzessiver Geldschöpfung und Hyperinflation

Das Internet-Geld ist ein notenbankunabhängiges, nicht beliebig vermehrbares Zahlungsmittel, das wie Gold als Wertspeicher und Inflationsschutz dienen soll. Kein Wunder, dass Bitcoins vielfach bereits als „digitales Gold mit Bezahloption“ bezeichnet werden. Denn wie beim gelben Metall, dessen Reserven naturbedingt auf die weltweit noch vorhandenen Vorkommen begrenzt sind, ist auch die Gesamtmenge aller BTCs von vornherein auf einen Höchstwert von 21 Millionen begrenzt. Dabei sorgt ein komplizierter Algorithmus dafür, dass sich der nur durch eine immer höhere Rechenleistung ergebende Zuwachs an neu „geschürften“ Geldeinheiten alle vier Jahre halbiert und dadurch eine „mathematische“ Seltenheit der virtuellen Münzen gewährleistet ist. Schätzungen zufolge dürfte die Höchstmenge an Bitcoins deshalb erst im Jahre 2140 erreicht werden.

 

Pro Bitcoin: Die Blockchain macht den Bitcoin fälschungssicher

Durch den Einsatz der Blockchain (Blockkette), in der sämtliche jemals getätigten Bitcoin-Transfers abgespeichert sind, wird den einzelnen Transaktionen innerhalb des Bitcoin-Netzwerks eine eindeutige, chronologische Reihenfolge zugeordnet. Diese kann nachträglich nicht mehr verändert bzw. rückgängig gemacht werden und schließt spätere Manipulationen deshalb weitgehend aus.

 

Was für den Bitcoin spricht: Bitcoins sind fungibel

Bitcoins sind fast beliebig teilbar und können über das Internet quasi räumlich unbegrenzt in kurzer Zeit ohne zusätzliche Wechselgebühren rund um den Globus geschickt werden. Dabei erfolgt die Überweisung direkt vom Sender zum Empfänger ohne Einschaltung von Intermediären wie Banken oder Finanzdienstleistern. Auch der Handel mit dem virtuellen Geld ist jederzeit ganz einfach online über spezielle Marktplätze und Bitcoin-Börsen bzw. offline im direkten Austausch gegen Bargeld möglich. Das Gleiche gilt für den Kauf am Bitcoin-Automaten über das Smartphone. Der Bitcoin hat seit seiner Einführung 2009 eine beispiellose Entwicklung hingelegt. Ob sich der Erfolg aber einfach so fortschreiben lässt, wird erst die Zukunft zeigen. Wer von Anfang an auf eine langfristig erfolgreiche Anlage setzen möchte, kommt jedoch an Aktien nicht vorbei.

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