Was ist Ripple?

was ist Ripple

Von der Marktkapitalisierung her kann die Krypto-Währung „Ripple“ (XRP) ziemlich unangefochten hinter den großen Drei Bitcoin, Ether und Bitcoin Cash den vierten Rang behaupten, was vor allem auf die hohe Gesamtmenge an Währungseinheiten zurückzuführen ist. Denn mittlerweile befinden sich allein gut 38 Milliarden Ripple im Umlauf (zum Vergleich geplante Bitcoin-Deckelung bei 21 Millionen) und ab 2018 sollen von den bereits 100 Milliarden erzeugten XRP weitere 55 Milliarden schrittweise an die Nutzer des Ripple-Netzwerks verteilt werden. Der Rest bleibt im Besitz der Betreibergesellschaft Ripple Lab. Da bei der Währung alle digitalen Münzen schon im Voraus erzeugt („premined“) wurden, findet hier im Gegensatz zu vielen anderen bekannten Internet-Währungen auch kein weiteres „Schürfen“ neuer Geldeinheiten über das Netzwerk statt.

 

Ripple als „virtuelle Bank mit eigener Währung“

Der XRP als Zahlungsmittel ist aber nur eine Facette von Ripple. Tatsächlich übernimmt das Netzwerk hier auch die Funktion einer digitalen Bank, über die verschiedene Assets dezentral in Echtzeit zwischen den Nutzern übertragen werden können. Der Transfer erfolgt dabei anhand sogenannter „IOUs“, einer Art von Schuldscheinen, in denen die Verbindlichkeiten zwischen einzelnen Teilnehmern verzeichnet sind. Fehlt diesen das gegenseitige Vertrauen, kann aufgrund von vorherigen Benutzerangaben über das System ein Pfad ermittelt werden, auf dem die jeweilige Transaktion auf hinreichend vertrauensvollem Wege durch das Netzwerk geleitet wird. Der Prozess des „Durchsickerns“ der Zahlung geht dabei auf das englische Verb „to ripple“ zurück.

 

Ripple-Gateways sorgen für den direkten Geldfluss

Alle Details zu den Transaktionen werden unumkehrbar in der Ripple-Blockchain gespeichert und die weltweit verteilten Kopien über einen Konsensalgorithmus auf dem aktuellen Stand gehalten. Als Mittel gegen Netzwerkspam wird bei jeder Transaktion eine minimale Gebühr von 0,00001 XRP verbraucht, die anschließend vernichtet und damit dem weiteren XRP-Geldkreislauf entzogen wird. Um die internen Verrechnungsvorgänge über IOUs quasi auf die reale Finanzwelt zu übertragen und z.B. konkrete Zahlungsvorgänge in einer bestimmten Währung auszuführen, werden zusätzlich spezielle „Gateways“ benötigt. Dabei handelt es sich um Finanzdienstleister, die das Ripple-Protokoll nutzen und die jeweilige Transaktion wieder schnell in das gewünschte Zahlungsmittel umwandeln.

 

Ripple bietet viele Anwendungsmöglichkeiten

Wegen der Schnelligkeit und Skalierbarkeit, mit der digitale Assets ausgetauscht werden können, eignet sich das kostengünstige Ripple-System nicht nur sehr gut für Banken und Finanzdienstleister, sondern auch für große global ausgerichtete Unternehmen, die Lieferanten und Kunden direkt zusammenführen. Über den reinen Bezahl-Aspekt hinaus lässt sich das Ripple-Netzwerk aber auch wie eine virtuelle Devisenbörse verwenden. Denn da jede beliebige Währung unterstützt wird, kann über das verteilte System auch ganz einfach Geld in ein anderes Land oder in eine andere Währung transferiert werden.

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