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Bernard 'Bernie' Cornfeld – Fondsvertrieb mit Promi-Hilfe

Der Ende der 1920iger Jahre geborene Bernard "Bernie" Cornfeld ist wohl eine der schillernsten Figuren unter den Börsenbetrügern. Bereits 1955 gründete der mutmaßlich rumänisch-stämmige US-Unternehmer eine eigene Gesellschaft in Paris, um offene Wertpapier-Investmentfonds zu verkaufen.

Schnell bemerkte Cornfeld, dass es erheblich lukrativer sei, nicht nur Fondsanteile zu verkaufen, sondern eine eigene Fondsverwaltungsgesellschaft zu betreiben. Kurzerhand gründete er die Investors Overseas Services (IOS), die ab 1960 als Aktiengesellschaft IOS Ltd. mit Sitz in Panama firmierte.

Fondsverkäufe im Haustürgeschäft
Das Unternehmen beschäftigte zahlreiche Vertreter, die 18 Anlagefonds im Telefonverkauf und Haustürgeschäft in Europa an den Mann bringen sollten. Besonders deutsche Anleger hatte die IOS Ltd. Im Visier und so bediente sich Cornfeld zur Vermarktung auch zahlreicher Größen aus Sport, Politik und Showgeschäft. 1968 „sicherte“ er sich Erich Mende, den FDP-Spitzenpolitiker und ehemaligen Vize-Bundeskanzler, als Vorsitzenden des Verwaltungsrats der „IOS Deutschland“. Damit wurde die Fondsverwaltungsgesellschaft aus Panama in Deutschland endgültig salonfähig.

Die Geschäfte liefen, begünstigt durch sowohl steigende Aktienkurse als auch ein nahezu undurchsichtiges Schneeballsystem, zunächst wie geschmiert. 1973 jedoch brach das IOS-Imperium zusammen und viele Anleger, die bei IOS Geld investiert hatten, verloren große Anteile ihres Kapitals. Besonders deutsche Kunden, die angeblich bis zu 2,5 Milliarden D-Mark über IOS beisteuerten, mussten Verluste hinnehmen. Die gerichtliche Abwicklung der Pleite dauerte Jahre.

Freispruch für Bernhard "Bernie" Cornfeld
Im Mai 1973 wurde Cornfeld in Genf festgenommen. Die juristischen Vorwürfe reichten von Urkundenfälschung bis zum gewerbsmäßigen Betrug. Elf Monate später wurde er gegen eine Kaution von fünf Millionen Schweizer Franken auf freien Fuß gesetzt – den schweizerischen Behörden war es nicht möglich gewesen, die Vorwürfe zu erhärten. Der Prozess gegen ihn, der 1979 stattfand, dauerte dementsprechend auch nur drei Wochen und endete mit einem Freispruch.

Seine letzten Lebensjahre verbrachte Bernhard „Bernie“ Cornfeld daher auch keineswegs in ärmlichen Verhältnissen: In seinem Haus in Beverly Hills empfing er prominente Freunde wie zum Beispiel den Schauspieler Tony Curtis oder Playboy-Herausgeber Hugh Hefner.

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Börsenbetrüger

De-Beira – Die 1.000-Prozent-Aktie

Er gilt als größter und spektakulärster Fall von Kursmanipulation, der jemals in Deutschland verhandelt wurde. Mit Falschmeldungen über ein damals völlig unbekanntes US-Rohstoffunternehmen ergaunerten sich Betrüger Millionengewinne.

Börsenbetrüger

Kweku Mawuli Adoboli – 2,3 Milliarden Dollar verzockt

Dem ehemaligen afrikanischen Banker Kweku Mawuli Adoboli und Angestellten der UBS wird vorgeworfen, durch unautorisierte Handelsgeschäfte innerhalb von drei Monaten einen Verlust von 2,3 Milliarden US-Dollar verursacht zu haben.

Börsenbetrüger

Helmut Kiener – Mit K1 Hedgefonds Anleger geprellt

Am 30. Oktober 2009 klickten die Handschellen bei Helmut Kiener. Er soll nach Angaben der Financial Times Deutschland etwa 600 Millionen US-Dollar unterschlagen haben.

Börsenbetrüger

Bernard Madoff – Der größte Betrüger aller Zeiten

Es ist die bis dahin höchste Haftstrafe für einen Anlagebetrüger: Als Bernhard L. Madoff am 29. Juni 2009 den Gerichtssaal des Pearl Street Courthouse in Lower Manhattan, New York, mit einer über ihn verhängten Haftstrafe von 150 Jahren verlässt.

Börsenbetrüger

Julius Meinl – Betrügerische Finanzgeschäfte statt Kaffeepulver

Der Wiener Kaffeeröster, Lebensmitteleinzelhändler und Privatbankier Julius Meinl wurde im April 2009 wegen seiner möglichen Verwicklung in rechtswidrige Börsengeschäfte verhaftet.

Börsenbetrüger

Jérôme Kerviel – Zock mit 50 Milliarden Euro

Jérôme Kerviel, ein junger, unscheinbarer Angestellter der französischen Bank Société Générale, verschuldete im Januar 2008 einen Verlust seines Arbeitgebers von rund 5 Milliarden Euro.

Börsenbetrüger

Bodo Schnabel – Zaubern mit Comroad

Der „Neue Markt“ wurde zur Jahrtausendwende von vielen Anlegern wohl für eine „Gans, die goldene Eier legt“ gehalten. Doch als der Crash kam, endete die Party für die meisten Investoren mit einem finanziellem Fiasko.

Börsenbetrüger

Nick Leeson – Der Mann, der Barings vernichtete

Nicht immer ist am Zusammenbruch einer Bank der Chef selbst als der maßgeblich Schuldige zu identifizieren. Der Niedergang der englischen Barings Bank zeigt, dass auch untergeordnete Mitarbeiter ein Desaster einleiten können.

Börsenbetrüger

Damara Bertges – Millionenschweres Pyramidensystem

"70 Prozent Gewinn in zwölf Monaten!" - mit dieser Zusage warb der European Kings Club (EKC) für Investoren. Wie diese Rendite jedoch zustande kommen sollte, blieb jederzeit unklar.

Börsenbetrüger

Die Gebrüder Hunt – Absturz im Rohstoffmarkt

Zunächst war es ungezügelte Inflationsangst – später wurden die Gebrüder Hunt offenbar nur noch von Gier getrieben. Besessen von dem Gedanken, dass die Inflation der 1970er Jahre galoppierende Ausmaße annehmen würde.

Börsenbetrüger

Ivan Boesky – Vom Unternehmensplünderer zur Filmfigur

Auch wenn der Name Ivan Boesky nicht jedem sofort geläufig sein mag: Der Mann ist einer der bekanntesten Börsenbetrüger. Und dies nicht etwa weil er mit Insidergeschäften Millionen ergaunert hat.

Börsenbetrüger

Iwan Herstatt – Zusammenbruch der Herstatt-Bank

Die Insolvenz der Herstatt-Bank war die bis dahin größte Pleite der deutschen Nachkriegsgeschichte. Das Geldinstitut musste am 26. Juni 1974 seine Pforten schließen.

Börsenbetrüger

Bernard 'Bernie' Cornfeld – Fondsvertrieb mit Promi-Hilfe

Der Ende der 1920iger Jahre geborene Bernard "Bernie" Cornfeld ist wohl eine der schillernsten Figuren unter den Börsenbetrügern.

Börsenbetrüger

Charles Ponzi – Pionier der Pyramidenspiele

Wenn es so etwas wie ein Vorbild für Börsenbetrüger gibt, dann ist das Charles Ponzi. „The Ponzi scheme“ („Das Ponzi-Schema“) ist noch heute ein Synonym für Schneeballsysteme.