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Bodo Schnabel – Zaubern mit Comroad

Der „Neue Markt“ wurde zur Jahrtausendwende von vielen Anlegern wohl für eine „Gans, die goldene Eier legt“ gehalten. Doch als der Crash kam, endete die Party für die meisten Investoren mit einem finanziellem Fiasko. Schuld daran hatten Leute wie Bodo Schnabel.

Vor dem Zusammenbruch kannte die Euphorie der Anleger scheinbar keine Grenzen. Jede Aktie, die nur irgendetwas mit Computern oder Mobiltelefonen zu tun hatte, wurde den Brokern förmlich aus den Händen gerissen. Das Marktsegment „Neuer Markt“ erklomm immer neue Rekordhochs.

Nachdem Schnabel bereits mit einem Unternehmen in die Insolvenz gegangen war, gründete er 1995 die ComROAD AG. Die Firma verkaufte an Betreiber von Telematik-Service-Zentralen (computergestützte Verkehrsführung) die dafür notwendige Hard- und Software. Endkunden bot die Gesellschaft Navigationssysteme an.

Comroad-Umsätze frei erfunden
In den Fokus Justitias geriet Bodo Schnabel nachdem ans Licht kam, dass er den Löwenanteil der Umsätze Comroads einfach erfunden hatte. Dies geschah mit Hilfe eines fiktiven Geschäftspartners in Hongkong, der VT Electronics Ltd.. Angeblich ließ VT Geräte in China produzieren und diese direkt an Kunden liefern. Comroad war lediglich für den Rechnungsverkehr zuständig. Schnabel kassierte Rechnungsaufschläge und Lizenzgebühren.

Nach dem Börsengang 1999 führte der explosionsartige Kursanstieg der Comroad-Aktie bis September 2000 zu einer Marktkapitalisierung von mehr als 1,2 Milliarden Euro. Der größte Teil der Aktien war in Schnabels Familienbesitz. Zwar schätzten viele Anleger die Gesellschaft auch noch als solide ein, als der Kurs nachgab. Allerdings ging es ab Februar 2002 unaufhaltsam bergab als nachgewiesen werden konnte, dass die Rechnungen der VT in Hongkong von Schnabel oder seiner Ehefrau verfasst worden waren. Auch angebliche Lieferungen hatten nie stattgefunden und die vorgelegten Umsätze waren reine Luftschlösser.

Schnabel wurde im November 2002 wegen 17-fachen Kursbetrugs sowie verbotenem Insiderhandel in 22 Fällen – drei Mal in Tateinheit mit Betrug – zu sieben Jahren Haft verurteilt. Im September 2005 ist er wieder aus der Haft entlassen worden.

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Börsenbetrüger

De-Beira – Die 1.000-Prozent-Aktie

Er gilt als größter und spektakulärster Fall von Kursmanipulation, der jemals in Deutschland verhandelt wurde. Mit Falschmeldungen über ein damals völlig unbekanntes US-Rohstoffunternehmen ergaunerten sich Betrüger Millionengewinne.

Börsenbetrüger

Kweku Mawuli Adoboli – 2,3 Milliarden Dollar verzockt

Dem ehemaligen afrikanischen Banker Kweku Mawuli Adoboli und Angestellten der UBS wird vorgeworfen, durch unautorisierte Handelsgeschäfte innerhalb von drei Monaten einen Verlust von 2,3 Milliarden US-Dollar verursacht zu haben.

Börsenbetrüger

Helmut Kiener – Mit K1 Hedgefonds Anleger geprellt

Am 30. Oktober 2009 klickten die Handschellen bei Helmut Kiener. Er soll nach Angaben der Financial Times Deutschland etwa 600 Millionen US-Dollar unterschlagen haben.

Börsenbetrüger

Bernard Madoff – Der größte Betrüger aller Zeiten

Es ist die bis dahin höchste Haftstrafe für einen Anlagebetrüger: Als Bernhard L. Madoff am 29. Juni 2009 den Gerichtssaal des Pearl Street Courthouse in Lower Manhattan, New York, mit einer über ihn verhängten Haftstrafe von 150 Jahren verlässt.

Börsenbetrüger

Julius Meinl – Betrügerische Finanzgeschäfte statt Kaffeepulver

Der Wiener Kaffeeröster, Lebensmitteleinzelhändler und Privatbankier Julius Meinl wurde im April 2009 wegen seiner möglichen Verwicklung in rechtswidrige Börsengeschäfte verhaftet.

Börsenbetrüger

Jérôme Kerviel – Zock mit 50 Milliarden Euro

Jérôme Kerviel, ein junger, unscheinbarer Angestellter der französischen Bank Société Générale, verschuldete im Januar 2008 einen Verlust seines Arbeitgebers von rund 5 Milliarden Euro.

Börsenbetrüger

Bodo Schnabel – Zaubern mit Comroad

Der „Neue Markt“ wurde zur Jahrtausendwende von vielen Anlegern wohl für eine „Gans, die goldene Eier legt“ gehalten. Doch als der Crash kam, endete die Party für die meisten Investoren mit einem finanziellem Fiasko.

Börsenbetrüger

Nick Leeson – Der Mann, der Barings vernichtete

Nicht immer ist am Zusammenbruch einer Bank der Chef selbst als der maßgeblich Schuldige zu identifizieren. Der Niedergang der englischen Barings Bank zeigt, dass auch untergeordnete Mitarbeiter ein Desaster einleiten können.

Börsenbetrüger

Damara Bertges – Millionenschweres Pyramidensystem

"70 Prozent Gewinn in zwölf Monaten!" - mit dieser Zusage warb der European Kings Club (EKC) für Investoren. Wie diese Rendite jedoch zustande kommen sollte, blieb jederzeit unklar.

Börsenbetrüger

Die Gebrüder Hunt – Absturz im Rohstoffmarkt

Zunächst war es ungezügelte Inflationsangst – später wurden die Gebrüder Hunt offenbar nur noch von Gier getrieben. Besessen von dem Gedanken, dass die Inflation der 1970er Jahre galoppierende Ausmaße annehmen würde.

Börsenbetrüger

Ivan Boesky – Vom Unternehmensplünderer zur Filmfigur

Auch wenn der Name Ivan Boesky nicht jedem sofort geläufig sein mag: Der Mann ist einer der bekanntesten Börsenbetrüger. Und dies nicht etwa weil er mit Insidergeschäften Millionen ergaunert hat.

Börsenbetrüger

Iwan Herstatt – Zusammenbruch der Herstatt-Bank

Die Insolvenz der Herstatt-Bank war die bis dahin größte Pleite der deutschen Nachkriegsgeschichte. Das Geldinstitut musste am 26. Juni 1974 seine Pforten schließen.

Börsenbetrüger

Bernard 'Bernie' Cornfeld – Fondsvertrieb mit Promi-Hilfe

Der Ende der 1920iger Jahre geborene Bernard "Bernie" Cornfeld ist wohl eine der schillernsten Figuren unter den Börsenbetrügern.

Börsenbetrüger

Charles Ponzi – Pionier der Pyramidenspiele

Wenn es so etwas wie ein Vorbild für Börsenbetrüger gibt, dann ist das Charles Ponzi. „The Ponzi scheme“ („Das Ponzi-Schema“) ist noch heute ein Synonym für Schneeballsysteme.