Charles Ponzi – Pionier der Pyramidenspiele

Wenn es so etwas wie ein Vorbild für Börsenbetrüger gibt, dann ist das Charles Ponzi. „The Ponzi scheme“ („Das Ponzi-Schema“) ist noch heute ein Synonym für Schneeballsysteme.

Ponzi gründete Ende 1919 ein „Startup im Derivate-Bereich“. Damals fanden die Investoren das Anlagemodell attraktiv: Er versprach 50 Prozent Gewinn in 45 Tagen oder “double your money in 90 days” – eine Zusage, deren Größenordnung zu plausibel war, als dass weitere Fragen bezüglich Reputation oder Logik entstanden wären. Die Erträge sollten durch den internationalen Handel mit Postwertscheinen, einer Art universeller Post-Währung, erwirtschaftet werden.

Phantastische Renditen nur vorgegaukelt
Die Idee war entstanden, als Ponzi herausfand, dass Antwortscheine (faktisch das Porto für das Antwortschreiben), die man zusammen mit dem Porto damals für jeden Brief erwerben konnte, in Europa (Spanien oder Italien) um das Fünf- bis Sechsfache günstiger waren als in Amerika. So gaukelte er seinen Investoren vor, mit dem investierten Kapital schnellstmöglich phantastische Renditen zu erwirtschaften.

Durch immer wieder frisches Geld wurden berechtigte Forderungen beglichen. Es kam aber, wie es kommen musste: Das mühsam austarierte Schwindelgebäude stürzte ein. Von den ihm anvertrauten 15 Millionen US-Dollar blieb am Ende nur ein Bruchteil übrig.

Kaum aus der Haft entlassen folgt Ponzis nächster Coup
Ponzi wurde im August 1920 verhaftet und zunächst zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Danach hatte er aber noch immer nicht genug: Nach der Entlassung versuchte er es in Florida unter falschem Namen ein weiteres Mal mit einem Pyramidenspiel, diesmal im Grundstückshandel. Auch diese Betrügerei flog auf, erst 1934 kam er wieder frei und wurde nach Italien zwangsdeportiert.

Von hier aus startete er eine Karriere unter Mussolinis nationalsozialistischer Förderung. Charles Ponzi verdingte sich ohne großen Erfolg als Leiter einer italienischen Fluggesellschaft in Rio de Janeiro, wo er 1949 in der Armenabteilung eines Hospitals verstarb.

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Börsenbetrüger

De-Beira – Die 1.000-Prozent-Aktie

Er gilt als größter und spektakulärster Fall von Kursmanipulation, der jemals in Deutschland verhandelt wurde. Mit Falschmeldungen über ein damals völlig unbekanntes US-Rohstoffunternehmen ergaunerten sich Betrüger Millionengewinne.

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Kweku Mawuli Adoboli – 2,3 Milliarden Dollar verzockt

Dem ehemaligen afrikanischen Banker Kweku Mawuli Adoboli und Angestellten der UBS wird vorgeworfen, durch unautorisierte Handelsgeschäfte innerhalb von drei Monaten einen Verlust von 2,3 Milliarden US-Dollar verursacht zu haben.

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Helmut Kiener – Mit K1 Hedgefonds Anleger geprellt

Am 30. Oktober 2009 klickten die Handschellen bei Helmut Kiener. Er soll nach Angaben der Financial Times Deutschland etwa 600 Millionen US-Dollar unterschlagen haben.

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Bernard Madoff – Der größte Betrüger aller Zeiten

Es ist die bis dahin höchste Haftstrafe für einen Anlagebetrüger: Als Bernhard L. Madoff am 29. Juni 2009 den Gerichtssaal des Pearl Street Courthouse in Lower Manhattan, New York, mit einer über ihn verhängten Haftstrafe von 150 Jahren verlässt.

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Julius Meinl – Betrügerische Finanzgeschäfte statt Kaffeepulver

Der Wiener Kaffeeröster, Lebensmitteleinzelhändler und Privatbankier Julius Meinl wurde im April 2009 wegen seiner möglichen Verwicklung in rechtswidrige Börsengeschäfte verhaftet.

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Jérôme Kerviel – Zock mit 50 Milliarden Euro

Jérôme Kerviel, ein junger, unscheinbarer Angestellter der französischen Bank Société Générale, verschuldete im Januar 2008 einen Verlust seines Arbeitgebers von rund 5 Milliarden Euro.

Börsenbetrüger

Bodo Schnabel – Zaubern mit Comroad

Der „Neue Markt“ wurde zur Jahrtausendwende von vielen Anlegern wohl für eine „Gans, die goldene Eier legt“ gehalten. Doch als der Crash kam, endete die Party für die meisten Investoren mit einem finanziellem Fiasko.

Börsenbetrüger

Nick Leeson – Der Mann, der Barings vernichtete

Nicht immer ist am Zusammenbruch einer Bank der Chef selbst als der maßgeblich Schuldige zu identifizieren. Der Niedergang der englischen Barings Bank zeigt, dass auch untergeordnete Mitarbeiter ein Desaster einleiten können.

Börsenbetrüger

Damara Bertges – Millionenschweres Pyramidensystem

"70 Prozent Gewinn in zwölf Monaten!" - mit dieser Zusage warb der European Kings Club (EKC) für Investoren. Wie diese Rendite jedoch zustande kommen sollte, blieb jederzeit unklar.

Börsenbetrüger

Die Gebrüder Hunt – Absturz im Rohstoffmarkt

Zunächst war es ungezügelte Inflationsangst – später wurden die Gebrüder Hunt offenbar nur noch von Gier getrieben. Besessen von dem Gedanken, dass die Inflation der 1970er Jahre galoppierende Ausmaße annehmen würde.

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Ivan Boesky – Vom Unternehmensplünderer zur Filmfigur

Auch wenn der Name Ivan Boesky nicht jedem sofort geläufig sein mag: Der Mann ist einer der bekanntesten Börsenbetrüger. Und dies nicht etwa weil er mit Insidergeschäften Millionen ergaunert hat.

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Iwan Herstatt – Zusammenbruch der Herstatt-Bank

Die Insolvenz der Herstatt-Bank war die bis dahin größte Pleite der deutschen Nachkriegsgeschichte. Das Geldinstitut musste am 26. Juni 1974 seine Pforten schließen.

Börsenbetrüger

Bernard 'Bernie' Cornfeld – Fondsvertrieb mit Promi-Hilfe

Der Ende der 1920iger Jahre geborene Bernard "Bernie" Cornfeld ist wohl eine der schillernsten Figuren unter den Börsenbetrügern.

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