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Damara Bertges – Millionenschweres Pyramidensystem

"70 Prozent Gewinn in zwölf Monaten!" - mit dieser Zusage warb der European Kings Club (EKC) für Investoren. Wie diese Rendite jedoch zustande kommen sollte, blieb jederzeit unklar. Die gigantische Geldumschichtungsmaschinerie, welche Damara Bertges zwischen 1991 und 1994 betrieb, sammelte auf diese Weise ohne Geschäftsmodell über zwei Milliarden D-Mark von rund 100.000 Anlegern im deutschsprachigen Raum ein.

Bertges nutzte vor allem die damals schlechte Stimmung gegenüber dem Bankensystem aus. Sie zog über "deren Geldschinderei" her und wurde auf diese Weise zur selbst erannten "Retterin der Kleinanleger". Entsprechend fühlten sich viele Anleger zu Damara Bertges und ihrem Club hingezogen.

Damara Bertges – Betrügerin mit Ausstrahlung
Der EKC hatte Clubanteile, die "Letters", zu 1.400 Schweizer Franken (CHF) das Stück verkauft. Als Provision pro "Letter" wurden jeweils 200 CHF an Club und Vermittler ausgezahlt. Monatlich erhielten die Clubmitglieder dafür als Ausschüttung 200 CHF. Unter dem Strich also 2.400 CHF Auszahlung in zwölf Monaten für einen einmaligen Einsatz von 1.400 CHF. Auf jeder Versammlung des EKC rief Damara Bertges einige Mitglieder auf die Bühne und übergab ihnen lächelnd einen Umschlag mit Geld. Ein alter Trick der Initiatoren von Pyramidenspielen: Neue Anwärter sehen so, dass auch wirklich Cash fließt.

Das System des European Kings Club funktionierte etwa drei Jahre lang. Damara Bertges, die gelernte Hotelfachfrau und spätere Fenstermonteurin aus Schweinfurth, verdiente daran immerhin 14 Millionen DM. Der entstandene Schaden, der nach allen Überprüfungen und Verhandlungen angegeben wurde, liegt jedoch bei rund 500 Millionen DM.

Rote Rosen im Gerichtssaal
Die volksnahe Clubchefin verfügte offenbar über so viel Charisma, dass ihr die Anhänger scharenweise hinterher liefen. Noch im Gerichtssaal schenkten ihr hartnäckige Fans Blumensträuße und rote Rosen. Damara Bertges wurde 1996 beim größten betrügerischen Konkursprozess, den die Bundesrepublik Deutschland bis dahin erlebt hat, zu acht Jahren Haft verurteilt. Davon hatte sie bereits zwei Jahre in Untersuchungshaft verbracht und musste nur dreieinhalb Jahre absitzen. Ihr Ehemann, Co-Präsident des European Kings Club, und ein weiterer Vorstand wurden zu Haftstrafen von je vier Jahren und sechs Monaten verurteilt.

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Börsenbetrüger

De-Beira – Die 1.000-Prozent-Aktie

Er gilt als größter und spektakulärster Fall von Kursmanipulation, der jemals in Deutschland verhandelt wurde. Mit Falschmeldungen über ein damals völlig unbekanntes US-Rohstoffunternehmen ergaunerten sich Betrüger Millionengewinne.

Börsenbetrüger

Kweku Mawuli Adoboli – 2,3 Milliarden Dollar verzockt

Dem ehemaligen afrikanischen Banker Kweku Mawuli Adoboli und Angestellten der UBS wird vorgeworfen, durch unautorisierte Handelsgeschäfte innerhalb von drei Monaten einen Verlust von 2,3 Milliarden US-Dollar verursacht zu haben.

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Helmut Kiener – Mit K1 Hedgefonds Anleger geprellt

Am 30. Oktober 2009 klickten die Handschellen bei Helmut Kiener. Er soll nach Angaben der Financial Times Deutschland etwa 600 Millionen US-Dollar unterschlagen haben.

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Bernard Madoff – Der größte Betrüger aller Zeiten

Es ist die bis dahin höchste Haftstrafe für einen Anlagebetrüger: Als Bernhard L. Madoff am 29. Juni 2009 den Gerichtssaal des Pearl Street Courthouse in Lower Manhattan, New York, mit einer über ihn verhängten Haftstrafe von 150 Jahren verlässt.

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Julius Meinl – Betrügerische Finanzgeschäfte statt Kaffeepulver

Der Wiener Kaffeeröster, Lebensmitteleinzelhändler und Privatbankier Julius Meinl wurde im April 2009 wegen seiner möglichen Verwicklung in rechtswidrige Börsengeschäfte verhaftet.

Börsenbetrüger

Jérôme Kerviel – Zock mit 50 Milliarden Euro

Jérôme Kerviel, ein junger, unscheinbarer Angestellter der französischen Bank Société Générale, verschuldete im Januar 2008 einen Verlust seines Arbeitgebers von rund 5 Milliarden Euro.

Börsenbetrüger

Bodo Schnabel – Zaubern mit Comroad

Der „Neue Markt“ wurde zur Jahrtausendwende von vielen Anlegern wohl für eine „Gans, die goldene Eier legt“ gehalten. Doch als der Crash kam, endete die Party für die meisten Investoren mit einem finanziellem Fiasko.

Börsenbetrüger

Nick Leeson – Der Mann, der Barings vernichtete

Nicht immer ist am Zusammenbruch einer Bank der Chef selbst als der maßgeblich Schuldige zu identifizieren. Der Niedergang der englischen Barings Bank zeigt, dass auch untergeordnete Mitarbeiter ein Desaster einleiten können.

Börsenbetrüger

Damara Bertges – Millionenschweres Pyramidensystem

"70 Prozent Gewinn in zwölf Monaten!" - mit dieser Zusage warb der European Kings Club (EKC) für Investoren. Wie diese Rendite jedoch zustande kommen sollte, blieb jederzeit unklar.

Börsenbetrüger

Die Gebrüder Hunt – Absturz im Rohstoffmarkt

Zunächst war es ungezügelte Inflationsangst – später wurden die Gebrüder Hunt offenbar nur noch von Gier getrieben. Besessen von dem Gedanken, dass die Inflation der 1970er Jahre galoppierende Ausmaße annehmen würde.

Börsenbetrüger

Ivan Boesky – Vom Unternehmensplünderer zur Filmfigur

Auch wenn der Name Ivan Boesky nicht jedem sofort geläufig sein mag: Der Mann ist einer der bekanntesten Börsenbetrüger. Und dies nicht etwa weil er mit Insidergeschäften Millionen ergaunert hat.

Börsenbetrüger

Iwan Herstatt – Zusammenbruch der Herstatt-Bank

Die Insolvenz der Herstatt-Bank war die bis dahin größte Pleite der deutschen Nachkriegsgeschichte. Das Geldinstitut musste am 26. Juni 1974 seine Pforten schließen.

Börsenbetrüger

Bernard 'Bernie' Cornfeld – Fondsvertrieb mit Promi-Hilfe

Der Ende der 1920iger Jahre geborene Bernard "Bernie" Cornfeld ist wohl eine der schillernsten Figuren unter den Börsenbetrügern.

Börsenbetrüger

Charles Ponzi – Pionier der Pyramidenspiele

Wenn es so etwas wie ein Vorbild für Börsenbetrüger gibt, dann ist das Charles Ponzi. „The Ponzi scheme“ („Das Ponzi-Schema“) ist noch heute ein Synonym für Schneeballsysteme.