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Iwan Herstatt – Zusammenbruch der Herstatt-Bank

Die Insolvenz der Herstatt-Bank war die bis dahin größte Pleite der deutschen Nachkriegsgeschichte. Das Geldinstitut musste am 26. Juni 1974 seine Pforten schließen. Einen Tag später am 27. Juni, dem Tag der Eröffnung des Vergleichsverfahrens wegen Überschuldung, kam es zu tumultartigen Kunden-Protesten vor den Schalterhallen.

Grund für den Aufruhr waren ausufernde Devisengeschäfte. Nach der Entkopplung europäischer Währungen vom US-Dollar hatte die Zeit der frei schwankenden Wechselkurse (Floating) begonnen. Die Herstatt-Bank machte daraufhin die Devisenspekulationen im Eigenhandel zu ihrem Kerngeschäft.

Devisen-Abteilung ohne Rücklagen
Für diese Transaktionen war in der Kölner Privatbank die „Raumstation Orion“, wie die Devisen-Abteilung innerbetrieblich genannt wurde, zuständig. 1973 war die Sektion noch derart erfolgreich, dass im März 1974 ein Sondergutachten zu dem Schluss kam, wegen des überragenden Gewinnsaldos vorangegangener Monate seien keine Rücklagen für auf mögliche Verluste nötig.

Aber nur kurze Zeit später war alles vorbei. Mitte Juni kletterten die Verluste wegen des rasch sinkenden US-Dollars nach einer weiteren bankinternen Prüfung auf 450 bis 520 Millionen D-Mark. Die Bankenaufsicht musste eingeschaltet werden und als die Verhandlungen des Haupteigentümers Gerling mit den Großbanken Deutsche Bank, Dresdner Bank und Commerzbank über eine Rettung der Herstatt-Bank scheiterten, bedeutete dies das Aus für die Filialen in Köln und Bonn.

Einlagensicherungsfonds als Folge der Herstatt-Pleite
Im Zuge der Insolvenz der Herstatt-Bank wurden in Deutschland nicht nur zahlreiche Gesetze und Vorschriften geändert, sondern auch der Einlagensicherungsfonds gegründet. Herstatt und einige Angestellte mussten sich vor Gericht wegen Untreue, Betrug, Konkursverschleppung und Verstößen gegen aktienrechtliche Bestimmungen veranworten. Nach siebenwöchiger Untersuchungshaft im Jahr 1976 und langwierigen Verhandlungen 1987 wurde Herstatt schließlich zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Zwar ist ihm die Haftstrafe später erlassen worde, doch bis zu seinem Tod im Juni 1995, sah er sich als Opfer eines verschwörerischen Betrugs.

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Börsenbetrüger

De-Beira – Die 1.000-Prozent-Aktie

Er gilt als größter und spektakulärster Fall von Kursmanipulation, der jemals in Deutschland verhandelt wurde. Mit Falschmeldungen über ein damals völlig unbekanntes US-Rohstoffunternehmen ergaunerten sich Betrüger Millionengewinne.

Börsenbetrüger

Kweku Mawuli Adoboli – 2,3 Milliarden Dollar verzockt

Dem ehemaligen afrikanischen Banker Kweku Mawuli Adoboli und Angestellten der UBS wird vorgeworfen, durch unautorisierte Handelsgeschäfte innerhalb von drei Monaten einen Verlust von 2,3 Milliarden US-Dollar verursacht zu haben.

Börsenbetrüger

Helmut Kiener – Mit K1 Hedgefonds Anleger geprellt

Am 30. Oktober 2009 klickten die Handschellen bei Helmut Kiener. Er soll nach Angaben der Financial Times Deutschland etwa 600 Millionen US-Dollar unterschlagen haben.

Börsenbetrüger

Bernard Madoff – Der größte Betrüger aller Zeiten

Es ist die bis dahin höchste Haftstrafe für einen Anlagebetrüger: Als Bernhard L. Madoff am 29. Juni 2009 den Gerichtssaal des Pearl Street Courthouse in Lower Manhattan, New York, mit einer über ihn verhängten Haftstrafe von 150 Jahren verlässt.

Börsenbetrüger

Julius Meinl – Betrügerische Finanzgeschäfte statt Kaffeepulver

Der Wiener Kaffeeröster, Lebensmitteleinzelhändler und Privatbankier Julius Meinl wurde im April 2009 wegen seiner möglichen Verwicklung in rechtswidrige Börsengeschäfte verhaftet.

Börsenbetrüger

Jérôme Kerviel – Zock mit 50 Milliarden Euro

Jérôme Kerviel, ein junger, unscheinbarer Angestellter der französischen Bank Société Générale, verschuldete im Januar 2008 einen Verlust seines Arbeitgebers von rund 5 Milliarden Euro.

Börsenbetrüger

Bodo Schnabel – Zaubern mit Comroad

Der „Neue Markt“ wurde zur Jahrtausendwende von vielen Anlegern wohl für eine „Gans, die goldene Eier legt“ gehalten. Doch als der Crash kam, endete die Party für die meisten Investoren mit einem finanziellem Fiasko.

Börsenbetrüger

Nick Leeson – Der Mann, der Barings vernichtete

Nicht immer ist am Zusammenbruch einer Bank der Chef selbst als der maßgeblich Schuldige zu identifizieren. Der Niedergang der englischen Barings Bank zeigt, dass auch untergeordnete Mitarbeiter ein Desaster einleiten können.

Börsenbetrüger

Damara Bertges – Millionenschweres Pyramidensystem

"70 Prozent Gewinn in zwölf Monaten!" - mit dieser Zusage warb der European Kings Club (EKC) für Investoren. Wie diese Rendite jedoch zustande kommen sollte, blieb jederzeit unklar.

Börsenbetrüger

Die Gebrüder Hunt – Absturz im Rohstoffmarkt

Zunächst war es ungezügelte Inflationsangst – später wurden die Gebrüder Hunt offenbar nur noch von Gier getrieben. Besessen von dem Gedanken, dass die Inflation der 1970er Jahre galoppierende Ausmaße annehmen würde.

Börsenbetrüger

Ivan Boesky – Vom Unternehmensplünderer zur Filmfigur

Auch wenn der Name Ivan Boesky nicht jedem sofort geläufig sein mag: Der Mann ist einer der bekanntesten Börsenbetrüger. Und dies nicht etwa weil er mit Insidergeschäften Millionen ergaunert hat.

Börsenbetrüger

Iwan Herstatt – Zusammenbruch der Herstatt-Bank

Die Insolvenz der Herstatt-Bank war die bis dahin größte Pleite der deutschen Nachkriegsgeschichte. Das Geldinstitut musste am 26. Juni 1974 seine Pforten schließen.

Börsenbetrüger

Bernard 'Bernie' Cornfeld – Fondsvertrieb mit Promi-Hilfe

Der Ende der 1920iger Jahre geborene Bernard "Bernie" Cornfeld ist wohl eine der schillernsten Figuren unter den Börsenbetrügern.

Börsenbetrüger

Charles Ponzi – Pionier der Pyramidenspiele

Wenn es so etwas wie ein Vorbild für Börsenbetrüger gibt, dann ist das Charles Ponzi. „The Ponzi scheme“ („Das Ponzi-Schema“) ist noch heute ein Synonym für Schneeballsysteme.