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Julius Meinl – Betrügerische Finanzgeschäfte statt Kaffeepulver

Der Wiener Kaffeeröster, Lebensmitteleinzelhändler und Privatbankier Julius Meinl wurde im April 2009 wegen seiner möglichen Verwicklung in rechtswidrige Börsengeschäfte um die Immobiliengesellschaft Meinl European Land (MEL) verhaftet. Kurz darauf ist er zwar gegen die Zahlung einer Kaution in Höhe von 100 Millionen Euro auf freien Fuß gesetzt worden, jedoch muss sich Meinl auf ein langwieriges Gerichtsverfahren wegen Untreue und Betrug einrichten.

Einer der größten Finanzskandale in Österreich
Die Finanzaufsicht und die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits seit 2007 wegen möglicher illegaler Kursmanipulationen bei MEL, die fünf Jahre zuvor ihren Ursprung genommen hatten. Von den Behörden wird der Immobiliengesellschaft Betrug und Untreue sowie das Erheben überhöhter Gebühren im Zusammenhang mit der späteren Atrium Real Estate vorgeworfen. Investoren beziffern den Schaden auf hunderte Millionen Euro. Damit zählt diese Affäre zu den größten Finanzskandalen in Österreich.

Die Schande könnte für eine Familie, deren Vorfahren 1862 eines der führenden Handelshäuser der Donaumonarchie gegründet hatten, nicht größer sein. Das österreichische Filialgeschäft, bekannt für seine hohe Qualität im Lebensmittelhandel, wurde 1998 an REWE verkauft. Julius Meinl, „der Fünfte“ (wie er genannt wird), wollte dagegen nicht mehr im Delikatessenhandel seiner Ahnen beschäftigt sein. Ihn zog es ins Finanzgeschäft.

Notenbankprüfbericht deckt den MEL-Skandal auf
Um der kleinen Meinl-Bank mit Sitz in der Wiener Innenstadt möglichst hohe Renditen zu verschaffen, brauchte es innovative Ertragsquellen. So ließ sich Meinl Provisionen für Börsengeschäfte bezahlen und belegte die Verwaltung der MEL-Immobilien mit Managementgebühren. Sogar die Verwendung des Namens von der MEL wurde extra in Rechnung gestellt.

2008 deckt ein Notenbankprüfbericht zahlreiche Organverflechtungen zwischen der Bank, der Immobiliengesellschaft sowie der Julius Meinl AG auf. Die MEL scheint demnach nichts anderes als eine betrügerische Geldquelle gewesen zu sein und wurde zum dubiosen Hauptertragsbringer der Meinl-Bank, die in den Jahren zuvor eine der am schnellsten wachsenden Bankengruppen in Österreich war.

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Börsenbetrüger

De-Beira – Die 1.000-Prozent-Aktie

Er gilt als größter und spektakulärster Fall von Kursmanipulation, der jemals in Deutschland verhandelt wurde. Mit Falschmeldungen über ein damals völlig unbekanntes US-Rohstoffunternehmen ergaunerten sich Betrüger Millionengewinne.

Börsenbetrüger

Kweku Mawuli Adoboli – 2,3 Milliarden Dollar verzockt

Dem ehemaligen afrikanischen Banker Kweku Mawuli Adoboli und Angestellten der UBS wird vorgeworfen, durch unautorisierte Handelsgeschäfte innerhalb von drei Monaten einen Verlust von 2,3 Milliarden US-Dollar verursacht zu haben.

Börsenbetrüger

Helmut Kiener – Mit K1 Hedgefonds Anleger geprellt

Am 30. Oktober 2009 klickten die Handschellen bei Helmut Kiener. Er soll nach Angaben der Financial Times Deutschland etwa 600 Millionen US-Dollar unterschlagen haben.

Börsenbetrüger

Bernard Madoff – Der größte Betrüger aller Zeiten

Es ist die bis dahin höchste Haftstrafe für einen Anlagebetrüger: Als Bernhard L. Madoff am 29. Juni 2009 den Gerichtssaal des Pearl Street Courthouse in Lower Manhattan, New York, mit einer über ihn verhängten Haftstrafe von 150 Jahren verlässt.

Börsenbetrüger

Julius Meinl – Betrügerische Finanzgeschäfte statt Kaffeepulver

Der Wiener Kaffeeröster, Lebensmitteleinzelhändler und Privatbankier Julius Meinl wurde im April 2009 wegen seiner möglichen Verwicklung in rechtswidrige Börsengeschäfte verhaftet.

Börsenbetrüger

Jérôme Kerviel – Zock mit 50 Milliarden Euro

Jérôme Kerviel, ein junger, unscheinbarer Angestellter der französischen Bank Société Générale, verschuldete im Januar 2008 einen Verlust seines Arbeitgebers von rund 5 Milliarden Euro.

Börsenbetrüger

Bodo Schnabel – Zaubern mit Comroad

Der „Neue Markt“ wurde zur Jahrtausendwende von vielen Anlegern wohl für eine „Gans, die goldene Eier legt“ gehalten. Doch als der Crash kam, endete die Party für die meisten Investoren mit einem finanziellem Fiasko.

Börsenbetrüger

Nick Leeson – Der Mann, der Barings vernichtete

Nicht immer ist am Zusammenbruch einer Bank der Chef selbst als der maßgeblich Schuldige zu identifizieren. Der Niedergang der englischen Barings Bank zeigt, dass auch untergeordnete Mitarbeiter ein Desaster einleiten können.

Börsenbetrüger

Damara Bertges – Millionenschweres Pyramidensystem

"70 Prozent Gewinn in zwölf Monaten!" - mit dieser Zusage warb der European Kings Club (EKC) für Investoren. Wie diese Rendite jedoch zustande kommen sollte, blieb jederzeit unklar.

Börsenbetrüger

Die Gebrüder Hunt – Absturz im Rohstoffmarkt

Zunächst war es ungezügelte Inflationsangst – später wurden die Gebrüder Hunt offenbar nur noch von Gier getrieben. Besessen von dem Gedanken, dass die Inflation der 1970er Jahre galoppierende Ausmaße annehmen würde.

Börsenbetrüger

Ivan Boesky – Vom Unternehmensplünderer zur Filmfigur

Auch wenn der Name Ivan Boesky nicht jedem sofort geläufig sein mag: Der Mann ist einer der bekanntesten Börsenbetrüger. Und dies nicht etwa weil er mit Insidergeschäften Millionen ergaunert hat.

Börsenbetrüger

Iwan Herstatt – Zusammenbruch der Herstatt-Bank

Die Insolvenz der Herstatt-Bank war die bis dahin größte Pleite der deutschen Nachkriegsgeschichte. Das Geldinstitut musste am 26. Juni 1974 seine Pforten schließen.

Börsenbetrüger

Bernard 'Bernie' Cornfeld – Fondsvertrieb mit Promi-Hilfe

Der Ende der 1920iger Jahre geborene Bernard "Bernie" Cornfeld ist wohl eine der schillernsten Figuren unter den Börsenbetrügern.

Börsenbetrüger

Charles Ponzi – Pionier der Pyramidenspiele

Wenn es so etwas wie ein Vorbild für Börsenbetrüger gibt, dann ist das Charles Ponzi. „The Ponzi scheme“ („Das Ponzi-Schema“) ist noch heute ein Synonym für Schneeballsysteme.