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Nick Leeson – Der Mann, der Barings vernichtete

Nicht immer ist am Zusammenbruch einer Bank der Chef selbst als der maßgeblich Schuldige zu identifizieren. Der Niedergang der englischen Barings Bank zeigt, dass auch untergeordnete Mitarbeiter ein Desaster einleiten können. So hatte Nick Leeson – begünstigt durch ineffektive Kontrollmechanismen – ein außerordentlich solides, über Jahrhunderte gewachsenes Unternehmen in die Bedeutungslosigkeit führt.

Barings Bank: Lange Tradition zerstört
Barings, deren Wurzeln auf ein 1717 von John Baring in Exeter gegründetes Handelsgeschäft zurückgehen, war eine der traditionsreichen Handelsbanken Nordeuropas. Diese „Merchantbanken“ stammten ursprünglich aus Deutschland, Skandinavien und Holland.

Nick Leeson, der – wie er sich selbst bezeichnete – „kleine Angestellte in Singapur“, verursachte am 26. Februar 1995 durch riskante und unerlaubte Zins- und Indexspekulationen einen Verlust von über einer Milliarde US-Dollar. Das führte zum Bankrott der Barings Plc.. Die Gesellschaft wurde an die niederländische ING Group für ein symbolisches Britisches Pfund verkauft.

Nick Leeson im Teufelskreis
Der mit seinen 27 Jahren relativ junge Leeson wurde 1992 nach Singapur geschickt, um dort im Terminhandel zu arbeiten. Allerdings war er dabei sowohl für den Handel als auch für die Abwicklung und Verbuchung der Geschäfte verantwortlich – eine riesige Schwachstelle im Kontrollsystem.

„Ich kontrollierte mich selber, und weil ich glaubte, den Markt schlagen zu können, wurde ich immer dreister.“ Dem Stammhaus in London wurden die Gewinne gemeldet, die Verluste dagegen ließ er auf einem Sonderkonto verschwinden. Der „kleine Angestellte“ manipulierte so die verschiedensten Dokumente und täuschte die Revision.

Im März 1995 wurde der „kleine Angestellte“ der Barings Bank schließlich am Frankfurter Flughafen verhaftet. Ihm wurde der damals größte Finanzbetrug weltweit vorgeworfen. Leeson saß acht Monate in Untersuchungshaft, danach wurde er in Singapur zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Seine Geschichte wurde unter dem deutschen Titel: „Das schnelle Geld – Die Nick-Leeson-Story“ verfilmt.

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Börsenbetrüger

De-Beira – Die 1.000-Prozent-Aktie

Er gilt als größter und spektakulärster Fall von Kursmanipulation, der jemals in Deutschland verhandelt wurde. Mit Falschmeldungen über ein damals völlig unbekanntes US-Rohstoffunternehmen ergaunerten sich Betrüger Millionengewinne.

Börsenbetrüger

Kweku Mawuli Adoboli – 2,3 Milliarden Dollar verzockt

Dem ehemaligen afrikanischen Banker Kweku Mawuli Adoboli und Angestellten der UBS wird vorgeworfen, durch unautorisierte Handelsgeschäfte innerhalb von drei Monaten einen Verlust von 2,3 Milliarden US-Dollar verursacht zu haben.

Börsenbetrüger

Helmut Kiener – Mit K1 Hedgefonds Anleger geprellt

Am 30. Oktober 2009 klickten die Handschellen bei Helmut Kiener. Er soll nach Angaben der Financial Times Deutschland etwa 600 Millionen US-Dollar unterschlagen haben.

Börsenbetrüger

Bernard Madoff – Der größte Betrüger aller Zeiten

Es ist die bis dahin höchste Haftstrafe für einen Anlagebetrüger: Als Bernhard L. Madoff am 29. Juni 2009 den Gerichtssaal des Pearl Street Courthouse in Lower Manhattan, New York, mit einer über ihn verhängten Haftstrafe von 150 Jahren verlässt.

Börsenbetrüger

Julius Meinl – Betrügerische Finanzgeschäfte statt Kaffeepulver

Der Wiener Kaffeeröster, Lebensmitteleinzelhändler und Privatbankier Julius Meinl wurde im April 2009 wegen seiner möglichen Verwicklung in rechtswidrige Börsengeschäfte verhaftet.

Börsenbetrüger

Jérôme Kerviel – Zock mit 50 Milliarden Euro

Jérôme Kerviel, ein junger, unscheinbarer Angestellter der französischen Bank Société Générale, verschuldete im Januar 2008 einen Verlust seines Arbeitgebers von rund 5 Milliarden Euro.

Börsenbetrüger

Bodo Schnabel – Zaubern mit Comroad

Der „Neue Markt“ wurde zur Jahrtausendwende von vielen Anlegern wohl für eine „Gans, die goldene Eier legt“ gehalten. Doch als der Crash kam, endete die Party für die meisten Investoren mit einem finanziellem Fiasko.

Börsenbetrüger

Nick Leeson – Der Mann, der Barings vernichtete

Nicht immer ist am Zusammenbruch einer Bank der Chef selbst als der maßgeblich Schuldige zu identifizieren. Der Niedergang der englischen Barings Bank zeigt, dass auch untergeordnete Mitarbeiter ein Desaster einleiten können.

Börsenbetrüger

Damara Bertges – Millionenschweres Pyramidensystem

"70 Prozent Gewinn in zwölf Monaten!" - mit dieser Zusage warb der European Kings Club (EKC) für Investoren. Wie diese Rendite jedoch zustande kommen sollte, blieb jederzeit unklar.

Börsenbetrüger

Die Gebrüder Hunt – Absturz im Rohstoffmarkt

Zunächst war es ungezügelte Inflationsangst – später wurden die Gebrüder Hunt offenbar nur noch von Gier getrieben. Besessen von dem Gedanken, dass die Inflation der 1970er Jahre galoppierende Ausmaße annehmen würde.

Börsenbetrüger

Ivan Boesky – Vom Unternehmensplünderer zur Filmfigur

Auch wenn der Name Ivan Boesky nicht jedem sofort geläufig sein mag: Der Mann ist einer der bekanntesten Börsenbetrüger. Und dies nicht etwa weil er mit Insidergeschäften Millionen ergaunert hat.

Börsenbetrüger

Iwan Herstatt – Zusammenbruch der Herstatt-Bank

Die Insolvenz der Herstatt-Bank war die bis dahin größte Pleite der deutschen Nachkriegsgeschichte. Das Geldinstitut musste am 26. Juni 1974 seine Pforten schließen.

Börsenbetrüger

Bernard 'Bernie' Cornfeld – Fondsvertrieb mit Promi-Hilfe

Der Ende der 1920iger Jahre geborene Bernard "Bernie" Cornfeld ist wohl eine der schillernsten Figuren unter den Börsenbetrügern.

Börsenbetrüger

Charles Ponzi – Pionier der Pyramidenspiele

Wenn es so etwas wie ein Vorbild für Börsenbetrüger gibt, dann ist das Charles Ponzi. „The Ponzi scheme“ („Das Ponzi-Schema“) ist noch heute ein Synonym für Schneeballsysteme.