Wegen Kurzarbeit weniger Rente

Die Furcht vor der Altersarmut ist in den vergangenen Monaten durch die Kurzarbeit vieler Deutscher gestiegen. 38 Prozent rechnen damit, dass sie im Rentenalter deutliche finanzielle Abstriche hinnehmen müssen. Fast jeder Fünfte über 55 Jahre befürchtet sogar, nach dem Rentenbeginn weiter arbeiten zu müssen, da die Rentenzahlungen zu gering ausfallen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des digitalen Versicherungsmanagers Clark in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut YouGov. Die Umfrage zeigt, dass bei vielen Deutschen das Niveau der gesetzlichen Renten nicht reichen wird, um den Lebensstandard während des Erwerbslebens auch für das Alter zu sichern. Statt sich erfolgversprechenden Strategien für die Altersvorsorge zuzuwenden, halten sich viele Bundesbürger bei der Geldanlage lieber an das Sparbuch. Sparer sind aber gut beraten, eine private Altersvorsorge schon früh mit rentierlicheren Anlageformen wie Aktien oder Aktienfonds anzugehen, so die Aktion „Finanzwissen für alle“ der im BVI organisierten Fondsgesellschaften.

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Aktieninvestments werden von den Sparern häufig wegen möglicher Kursschwankungen gemieden. Gerade in der Altersvorsorge ist die Angst vor Kursverlusten aber unberechtigt. Wer das Risiko einer Direktanlage in Aktien scheut, kann über einen Sparplan in Aktien-ETFs oder aktiv verwaltete Aktienfonds investieren. Bei aktiv verwalteten Aktienfonds bewerten Fondsmanager die Unternehmensentwicklung und kümmern sich fortwährend um die Streuung und das Management der Gelder. Untersuchungen zeigen, dass eine breite Streuung in Aktien von Unternehmen in unterschiedlichen Branchen und Regionen und eine möglichst lange Anlagedauer das Risiko, weniger als die eingezahlten Beiträge zurückzubekommen, deutlich senkt.

Fonds eignen sich grundsätzlich für jedes Budget. In der Regel lässt sich ein Fondssparplan ab 25 Euro monatlich abschließen, einige Banken unterbieten diesen Mindestbetrag seit neuestem sogar. Fondssparpläne sind darüber hinaus flexibel. Die Raten lassen sich beliebig und kostenlos erhöhen, reduzieren oder, wenn nötig, für einen bestimmten Zeitraum aussetzen. Bei der Wahl, ob der Sparer lieber offensiver oder sicherheitsorientierter anlegen möchte, kann ihm ein Anlageberater helfen. Er kann entsprechend seiner Risikobereitschaft und seinem Budget einen für ihn geeigneten Anteil von Aktien und Aktienfonds am Portfolio festlegen.

Quelle: BVI - Bundesverband Investment und Asset Management e. V. - 28.04.2021


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