DAI: Abgeltungsteuer - Die Nachsteuerrendite entscheidet

Sonntag, 03.08.08 11:05
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Ab dem 1. Januar 2009 unterliegen private Kapitalerträge der Abgeltungsteuer. Wer dann eine neue Geldanlage tätigt, muss von den Erträgen pauschal 25 Prozent an den Fiskus abführen – egal ob es sich um Dividenden, Zinszahlungen, Zuflüsse aus Zertifikaten oder Kursgewinne aus Aktien oder Fondsanteilen handelt.

Wegen der Besteuerung auch langfristiger Wert-zu-wächse und der Abschaffung des Halb-ein-künf-te-ver-fah-rens sind vor allem Aktienanleger negativ von der Abgeltungsteuer betroffen. Sollte man deswegen aber künftig auf die Aktienanlage verzichten und auf festverzinsliche Wertpapiere ausweichen?

Keinesfalls, betont das Deutsche Aktieninstitut, denn entgegen dem ersten Anschein zählt beim privaten Vermögensaufbau nicht, wie viele Steuern der Anleger gezahlt hat, sondern das erzielte Endvermögen nach Steuern. Hier bleibt die Aktie bei langfristigem Anlagehorizont auch nach Abgeltungsteuer anderen Vermögensklassen überlegen.

Eine einfache Gegenüberstellung verdeutlicht dies: Anleger, die bislang 10.000 Euro für 20 Jahre investierten, konnten bei einer Aktienrendite von 8 Prozent und einem persönlichen Steuersatz von 25 Prozent ein Endvermögen von fast 44.000 Euro erzielen. Bei festverzinslichen Wertpapieren mit einer Rendite von 6 Prozent waren es nur etwa 24.000 Euro. Durch die neue Besteuerung kann der Aktiensparer zwar jetzt nur noch gut 35.500 Euro realisieren. Unter dem Strich bleibt dem Aktionär trotzdem fast 50 Prozent mehr als dem Festzinssparer, weil die Nachsteuerrendite von Aktien mit 6,5 Prozent auch künftig deutlich über den 4,5 Prozent liegt, die mit Bonds erzielbar sind. Deshalb gilt für das Langfristsparen auch in der „neuen“ Abgeltungsteuer-Welt: Aktien bleiben unverzichtbar!

Ihr Ansprechpartner: Dr. Gerrit Fey / Tel. 069/92915-41 / E-Mail: fey@dai.de

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Quelle: Deutsches Aktieninstitut




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