„Change“ beflügelt!

Dienstag, 11.11.08 07:59

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

es ist vollbracht - mit Barack Obama zieht der erste afroamerikanische Präsident ins Weiße Haus ein. Seit John F. Kennedy sind wohl keinem Präsident weltweit mehr Hoffnung und Vorschusslorbeeren entgegengebracht worden. Ich persönlich denke, dass er der bestmögliche Kandidat ist, um die fundamentalen Probleme der USA in den Griff zu bekommen. Aber eines sollte klar sein: Dieser Job wird keinesfalls so einfach, wie vielfach in den Medien dargestellt. Dafür braucht es viel Kraft und vor allem Geduld. Ob Obama diese Hoffnungen erfüllen kann, ist aus heutiger Sicht reine Spekulation. Fakt dagegen ist, „Change“ beflügelt die Börsen. Konkret:

Aufgrund der extremen Konstanz im US-Wahlrhythmus – gewählt wird alle vier Jahre in der Regel im November – lässt sich für die USA ein aussagekräftiger Präsidentschaftszyklus berechnen. Demnach kommt es normalerweise in Vorwahl- und Wahljahren zu kräftigen Kursgewinnen, da die amtierenden Präsidenten hier populäre Entscheidungen treffen, die von der Wirtschaft positiv aufgenommen werden. In Nachwahljahren und dem 2. Nachwahljahr notiert der Dow Jones dagegen nur leicht fester. Von allen vier Perioden weist das Nachwahljahr mit einem Anstieg von 5,9% die schlechteste Performance auf. Doch hier gilt es, genau hinzuschauen. Denn:

Seit der Einführung des Dow Jones im Jahr 1896 fanden in den USA bisher 28 Präsidentschaftswahlen statt. Dabei wurde 10 mal der amtierende Präsident im Amt bestätigt, 7 mal ist ein Kandidat der gleichen Partei gewählt worden und 11 mal gab es einen Machtwechsel im Weißen Haus. Erstaunlich dabei sind die Performance-Unterschiede der Nachwahljahre. Denn bei einer Wiederwahl bzw. einem Kandidaten der gleichen Partei verbuchte der Dow Jones im Mittel ein Plus von 6,5%. Wurde dagegen ein demokratischer Präsident von einem republikanischen abgelöst, verliert der Index im Folgejahr durchschnittlich sogar 3,3 Prozent. Deutlich positiver gestaltet sich das Nachwahljahr, wenn einem republikanischen Präsidenten ein demokratischer folgt. Denn in diesen fünf Fällen verbuchte der Dow Jones im Schnitt ein Plus von 13,7%. Das heißt:

Die Börsen honorieren den Wechsel von einem republikanischen auf einen demokratischen Präsidenten in der Regel mit kräftigen Gewinnen. Dabei könnte Barrack Obama die ohnehin schon erfolgreiche Bilanz sogar noch aufpolieren, denn dem Senator aus Chicago werden einige positive Überraschungen zugetraut. Man darf also gespannt sein...

Beste Grüße,

Ihr
Alexander Coels

Seit Oktober 2004 ist Alexander Coels verantwortlich für zahlreiche Börsendienste der TM Börsenverlag AG vor allem im Bereich Technische Analyse sowie Zyklen-Technik. Nach seiner intensiven Mitarbeit an dem Bestseller "Gewinnen mit Börsenzyklen" veröffentlichte Alexander Coels im März 2008 gemeinsam mit Thomas Müller das Buch "Anlagezyklen I".

Derzeit ist Alexander Coels im Börsenverlag mitverantwortlich für den Trading-Dienst Zyklen-Trader.


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