das neue Jahr 2026 ist zwar noch jung, hat aber – zumindest was die Entwicklung an den Börsen betrifft – ganz verheißungsvoll gestartet. Es wäre natürlich ein „Träumchen“, wenn sich die Aktienkurse das ganze Jahr hinweg so weiterentwickeln würden. Das vergangene Jahr war zwar prinzipiell auch ein gutes Aktienjahr, allerdings mit deutlichen Einschränkungen. So konnten Anleger im Euroraum aufgrund der massiven Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro nur sehr bedingt von der guten Entwicklung des amerikanischen Aktienmarktes profitieren. Darüber hinaus waren es auch nur einzelne Werte aus bestimmten Branchen (insbesondere der Technologie-, Rüstungs- und Energiebranche), die für die positive Marktentwicklung verantwortlich waren. Wer sein Aktienportfolio breit über verschiedene Regionen, Branchen und Sektoren diversifiziert hatte – so wie es langfristig auch sinnvoll und vernünftig ist – der wurde 2025 höchstwahrscheinlich nicht mit einer attraktiven Rendite belohnt.
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Die Welt im Umbruch …
Seit Beginn unserer intensiven Zusammenarbeit im Jahr 2017 ist es feste Tradition, dass mein langjähriger Freund Thomas Müller und ich den Arbeitstag – zumeist auch mit einigen unserer Kollegen – bei einem Feierabendbierchen in der Cola-Lounge ausklingen lassen. Und wenn ich an das vergangene Jahr so zurückdenke, dann haben unsere Gespräche sehr oft von den aktuellen, leider nicht sehr erfreulichen Entwicklungen auf der Welt gehandelt und wie eine zukunftsgerichtete Kapitalanlage unter diesen Rahmenbedingungen aussehen sollte. In diesen Gesprächsrunden kamen drei Assetklassen immer und immer wieder vor:
Technologieaktien,
Gold und der
Bitcoin. Dass aus unseren fast täglich und zumeist mit großer Leidenschaft geführten Diskussionen dann Ende 2025 ein komplett neuartiges, für nahezu jeden Anleger investierbares Produkt (Anlage bereits ab 10.000 Euro möglich) entstanden ist, war so allerdings kaum vorhersehbar. Aber mal langsam, lassen Sie uns Schritt für Schritt vorgehen.
Die große Dynamik des technischen Fortschritts und die Auswirkungen auf Technologie-Aktien
Dass die technologische Entwicklung mit großen Schritten voranschreitet zeichnete sich schon vor einigen Jahren ab. Um von den aussichtsreichen Wachstumschancen von Technologieaktien mitprofitieren zu können, hatten wir Mitte des Jahres 2022 den boerse.de-Technologiefonds lanciert. Wer sich noch an das Jahr 2022 zurückerinnern kann (Ausbruch Ukraine-Konflikt, Inflationsanstieg, rasche und massive Zinserhöhungen), der kann sich gut vorstellen, dass die Geburtsstunde des boerse.de-Technologiefonds nicht gerade ideal gewählt war. Aber egal. Getreu dem Motto von Thomas Müller „Zeitraum schlägt Zeitpunkt“, konnte der Fonds in den folgenden Jahren beweisen, welch enormes Renditepotenzial in Technologieaktien steckt (Rendite 2023: 32,4% und 2024: 25,2%).
Dass es temporär zu Rücksetzern bei Technologiewerten kommen kann, steht außer Frage. Allerdings ist es zumindest für mich kaum vorstellbar, dass der technologische Fortschritt auf unserer Welt eines Tages keine Rolle mehr spielen bzw. komplett zum Erliegen kommen wird. Dies wäre eine völlig neue, absolut entgegengerichtete Entwicklung seit es die Menschheit gibt.
Gold – ein solider Baustein in insbesondere krisenbehafteten Zeiten …
Gold hat über Jahrtausende hinweg seine Wertstabilität bewiesen. Im Gegensatz zum jederzeit nachdruckbaren Papiergeld ist Gold nur begrenzt verfügbar. Insbesondere in Krisenzeiten hat Gold oftmals gezeigt, dass es einen wichtigen Baustein in einem gut diversifizierten Portfolio darstellt. Vor diesem Hintergrund empfiehlt Thomas Müller schon seit vielen Jahren eine Goldquote von 30% im Rahmen einer ausgewogenen Asset Allocation [Anmerkung: Siehe hierzu den Abschnitt „Asset Allocation und Rebalancing“ im „Leitfaden für Ihr Vermögen“, jetzt ganz aktuell erschienen in der 65. Auflage].
Und wer dem Rat von Thomas Müller gefolgt ist, der konnte sich im abgelaufenen Jahr über eine traumhafte Rendite freuen (z.B. Rendite von boerse.de-Gold 2025: 49,9%). Auch wenn die Entwicklung der internationalen Aktienmärkte hinwegtäuschen mag, das abgelaufene Jahr war geprägt von massiven geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten, wobei auch per Sachstand heute aus meiner Warte keine Besserung in Sicht ist.
Der Bitcoin – auch ein unaufhaltsamer Megatrend?
Dass sich Technologieaktien und Gold in einer nahezu perfekten Weise ergänzen war auch Thema meines Editorials „
Nvidia & Co. mit Gold in einem Depot … Macht das wirklich Sinn?“ vom 18.09.2025. Konkret gezeigt wurde das dort anhand eines Portfolios bestehend aus 50% boerse.de-Technologiefonds und 50% boerse.de-Gold.
Verfolgt man die Berichterstattung in der Finanzpresse, so gibt es eine Assetklasse, die mindestens genauso viel – oder sogar noch mehr – Aufmerksamkeit auf sich zieht wie Technologieaktien und Gold, nämlich Kryptowährungen.
Vergangene Woche hat mir mein Freund Thomas Müller ein kleines Büchlein mit dem Titel „Das kleine Handbuch zum Bitcoin“ in die Hand gedrückt und mich wärmstens gebeten, dieses über das Wochenende zu lesen. Da es sich bei diesem Buch um kein klassisches wissenschaftlich untermauertes Werk handelte, war meine Motivation zum Lesen ehrlich gesagt zunächst sehr gering, was sich dann aber im Verlauf doch deutlich ändern sollte.
Dieses Buch handelt von den persönlichen Erfahrungen eines renommierten Asset Managers (Vermögensverwalters) mit der Einschätzung und Beurteilung des Bitcoins. Konkret berichtet er, wie nicht nur er selbst, sondern auch viele bekannte Größen aus der internationalen Finanzszene von hartgesottenen Bitcoin-Gegnern zu wahren Fans dieser mittlerweile immer mehr und mehr etablierten digitalen Währung wurden. Dabei kamen zwei Argumente Pro-Bitcoin zur Sprache, die zwar ausgesprochen einleuchtend sind, mir aber so bisher noch nicht bewusst waren.
Was mir immer schon klar war, ist die originäre Motivation für den Bitcoin. Da das „elektronische Kassenbuch“, die sogenannte Blockchain, auf zigtausenden von Computern gespeichert ist, die sich auch immer wieder gegenseitig kontrollieren, gibt es keine zentrale Kontrollinstanz. Es ist naheliegend, dass es selbst bei der aufmerksamsten zentralen Kontrollinstanz zu einem Überprüfungsfehler kommen kann bzw. im schlimmsten Falle auch eine bewusste Manipulation durch diese Instanz möglich wäre. Ganz zu schweigen auch vom Ausfall eines Rechenzentrums, das eine Kryptowährung zentral verwalten würde. All diesen möglichen Schäden wird durch die dezentrale Verwaltung der Blockchain (und somit des Bitcoins) auf zigtausenden von Computern vorgebeugt.
Ein weiterer mir bekannter Vorteil des Bitcoins liegt in seiner „harten“ Begrenzung auf 21 Millionen Coins, was durch die technische Realisierung der Blockchain sichergestellt ist. Wenn ich mir hierzu im Gegensatz das „muntere Gelddrucken“ vieler Staaten ohne Maß und Ziel vorstelle, dann sehe ich dort ehrlich gesagt mindestens genauso hohe Risiken oder sogar noch größere.
Wo ich mir noch keine so großen Gedanken gemacht hatte, und worauf mich das kleine Bitcoin-Büchlein gebracht hat, sind die Währungssysteme in Ländern wie beispielsweise Kuba, Venezuela usw. Es gibt genügend Länder mit einer absolut unsicheren und teilweise hochinflationären Landeswährung, in denen der Bitcoin eine deutlich bessere Alternative zur Wertaufbewahrung darstellt, als dies in den jeweiligen Heimatwährungen möglich ist.
Jetzt können Sie natürlich das Argument anführen, dass statt der unsicheren Landeswährung auch Gold gehalten werden kann, was prinzipiell auch richtig ist. Aber denken Sie doch mal daran, wenn Sie ein solches Land (z.B. aufgrund geopolitischer Risiken) zeitnah verlassen müssen. Wie soll denn ein Goldbestand von mehreren Millionen US-Dollar idealerweise weitgehend diskret außer Landes geschafft werden. Ihr Bitcoin-Vermögen transportieren Sie – und sei es noch so hoch – im Zweifelsfalle ganz elegant auf einem Speicherstick in Ihrer Hosen- bzw. Handtasche. Vor diesem Hintergrund ist es durchaus nachvollziehbar, dass der Bitcoin bzw. auch andere Kryptowährungen in politisch unsicheren Ländern eine große Rolle als Zahlungsmittel und zur Wertaufbewahrung spielen.
Mein zentrales Problem bei Bitcoin war immer der fehlende reale Gegenwert, den ich z.B. bei einer Aktie habe. Wenn ich aber den Wert in einem überlegenen, international etablierten Zahlungssystem sehe, dessen Währung noch dazu auf 21 Millionen Einheiten fix begrenzt ist, dann sehe ich darin doch einen realen Gegenwert [Anmerkung: Von den 21 Millionen Bitcoins wurden per Anfang 2026 bereits 19,9 Millionen erzeugt („gemined“), die sich bereits im Umlauf bzw. Besitz befinden].
Fakt ist, dass der Bitcoin mittlerweile im internationalen Finanzsystem angekommen ist. Er ist ein etabliertes Zahlungsmittel, auf dem Derivate, ETFs (in den USA) und sonstige Exchange Traded Products (ETPs) verfügbar sind, die heutzutage auch schon von jeder kleinen Sparkassen- bzw. Raiffeisenbankfiliale ums Eck angeboten werden.
Die beiden nachfolgenden Abbildungen zeigen das außerordentliche Renditepotenzial des Bitcoins, aber auch sein extrem hohes Schwankungs- und Verlustrisiko, jeweils im Vergleich zum Nasdaq 100 und Gold.

Der Bitcoin weist seit August 2011 eine sensationelle Rendite von 94,1% p.a. per Ende Dezember 2025 auf [Anmerkung: Seit August 2011 sind historische Bitcoin-Kurse bei unserem Daten-Provider verfügbar]. Die Renditen des Nasdaq 100 Indexes (20,1% p.a.) und Gold (7,7% p.a.) liegen hier deutlich dahinter.
Wie der nachfolgende Chart zeigt, ging mit der traumhaften historischen Rendite des Bitcoins aber auch ein enormes Schwankungs- bzw. Verlustrisiko einher.

Mit einer weit überdurchschnittlich hohen Volatilität von 148,5% p.a. liegt der Bitcoin deutlich über den jeweiligen Werten des Nasdaq 100 Index (Vola von 16,4% p.a.) und von Gold (Vola von 14,0% p.a.).
„Trump-resistent“ investieren mit Protect-Megatrend-Portfolio („PMP“)
Sowohl vor dem Hintergrund des aktuell unsicheren Marktumfelds (ausgelöst durch geopolitische Spannungen, Kriege, Strafzölle usw.), aber auch generell, sind wir von der zentralen Bedeutung dieser drei Assetklassen für die Zukunft überzeugt. Alle drei sind sehr heterogen, weshalb sie sich aus unserer Sicht perfekt ergänzen und somit auch zukünftig ein hohes Diversifikationspotenzial versprechen.
Dabei drängt sich in einem nächsten Schritt die Frage auf, wie denn die verschiedenen Assetklassen sinnvollerweise in einem Portfolio kombiniert werden sollten. Aus unserer Sicht macht es Sinn, zwei Marktphasen zu unterscheiden: Eine positive (bzw. normale) Marktphase und eine negative, die nachfolgend auch als Boom- und Krisen-Szenario bezeichnet werden.
Da insbesondere Technologieunternehmen von einem Wirtschaftsboom in aller Regel nachhaltig partizipieren, sollte in einer solchen Marktphase der Anteil an Technologieaktien die Gesamtallokation dominieren. In einer Krisenphase sieht es hingegen anders aus. Hier sollte Gold aufgrund seiner zentralen Rolle als Krisen-Asset den Löwenanteil an der Gesamtallokation einnehmen.
Wie eingangs bereits erwähnt, haben unsere umfassenden Diskussionen und die darauf basierenden Analysen in einem neuen, einzigartigen und innovativen Finanzprodukt gemündet, dem „Protect-Megatrend-Portfolio“, oder kurz: PMP.
Je nachdem, ob sich die Welt in einem Boom-Szenario oder einem Krisen-Szenario befindet, wird im Protect-Megatrend-Portfolio das Verhältnis Technologieaktien zu Gold auf 60:30 („Boom“) oder 30:60 („Krise“) gesetzt. Die Bitcoin-Allokation beträgt in beiden Marktphasen jeweils 10%. Denn zum einen wird der Bitcoin sowohl als „Rendite-Turbo“ in einer Boom-Phase gesehen (unsere Sichtweise), zum anderen aber auch als Krisen-Asset in schwierigen Marktphasen (diverse Studien), woraus dann schließlich unsere einheitliche Gewichtung in beiden Szenarien resultiert. Wie vorangehend gezeigt, geht mit dem außergewöhnlichen Renditepotenzial des Bitcoins auch ein hohes Schwankungs- bzw. Verlustrisiko einher, weshalb die Bitcoin-Allokation im Protect-Megatrend-Portfolio auf 10% begrenzt ist. Die nachfolgende Abbildung veranschaulicht die Allokationen in Boom- und Krisenphase.

Damit stellt sich noch die Frage, wie denn zwischen einer Boom- und einer Krisenphase beim Protect-Megatrend-Portfolio unterschieden wird. Hierzu haben Thomas Müller und ich ein eigenes PMP-Barometer entwickelt, das rein regelbasiert auf Basis von Markttrends täglich entscheidet, in welcher Marktphase wir uns aktuell befinden. Schaltet das PMP-Barometer von „Boom“ auf „Krise“ (et vice versa), dann werden von uns die entsprechenden Umschichtungen gemäß dem obigen Schaubild vorgenommen.
Die drei Assetklassen Technologieaktien, Gold und Bitcoin werden beim Protect-Megatrend-Portfolio mithilfe des boerse.de-Technologiefonds, boerse.de-Gold und eines Bitcoin-ETN vorgenommen, weshalb die jeweiligen Umschichtungen auch sehr effizient und mit minimalen Kosten umgesetzt werden können [Anmerkung: ETN steht für „Exchange Traded Note“. Die Bitcoin-Allokation erfolgt also nicht physisch, sondern mithilfe eines Wertpapiers, das jedoch physisch mit den jeweiligen Bitcoins unterlegt ist].
Die intelligente Anlagestrategie Protect-Megatrend-Portfolio wird in Form einer Einzelkontoverwaltung angeboten, wobei das absolute Highlight darin besteht, dass dies bereits ab einer Anlagesumme von 10.000 Euro möglich ist [Anmerkung: Es gibt auch eine Premium-Produktvariante, verfügbar ab einer Anlagesumme von 500.000 Euro]. Um mehr über PMP zu erfahren, besuchen Sie doch einfach die Produktseite
www.protect-megatrend-portfolio.de oder lassen sich mit einem unserer
Produktexperten für persönliche Fragen verbinden.
Wie eingangs erwähnt, hat das neue Jahr 2026 aus Börsensicht zwar sehr verheißungsvoll gestartet, wobei jedoch in den Sternen steht, wie wir dieses Jahr beenden werden. Und wie es aktuell aussieht, erscheint es sehr unwahrscheinlich, dass all diese börsenfeindlichen Unsicherheitsherde (geopolitische Spannungen, Kriege, Strafzölle usw.) Ende 2026 aus dem Weg geräumt werden. Egal wie es kommt, wir denken, dass man mit Protect-Megatrend-Portfolio gut aufgestellt sein sollte.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg mit Ihren Kapitalanlagen im Jahr 2026 und zwar unabhängig davon, ob Sie diese selbst steuern oder aber mithilfe einer systematisch und regelgebunden agierenden Anlagestrategie steuern lassen.
Auf bald,
Ihr Hubert Dichtl