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2018 wird volatil, aber positiv!

Freitag, 19.01.18 17:11
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

in boerse.de haben wir jetzt wieder die Bankenprognosen 2018 zusammengestellt, die – einmal mehr – von leicht steigenden Kursen ausgehen. Konkret:

Vom Dax-Jahresendkurs bei 12.918 Punkten erwartet eigentlich nur die Helaba rückläufige Notierungen (12.300), während Citibank und Sarasin mit 15.000 Punkten am optimistischten sind. Im Mittel wird der Dax Ende 2018 bei 14.042 Punkten gesehen, was einem Plus von 8,7% entspräche. Der Konsens sieht den Euro Stoxx 50 um 6,2% steigen, und die Wall Street soll mit 2,4% im Dow Jones und 2,2% im S&P 500 eine Nullrunde vollziehen. Doch:

Schauen Sie sich die bis 2012 zurückreichenden Prognoseübersichten in boerse.de einmal in aller Ruhe an, und Sie werden feststellen, dass Jahr für Jahr prozentual einstellige Zuwächse „prognostiziert“ werden, die mit der Realität mal mehr und mal weniger zu tun haben. Das war übrigens noch niemals anders, denn angestellte Analysten bewegen sich nun einmal gerne in der Herde. Blicken wir also besser auf die langfristigen Zyklen, die Sie in „Das Börsenbuch“ nachlesen können:

Die USA befinden sich im zweiten Nachwahljahr, das sind normalerweise die schwächsten im US-Präsidentschaftszyklus. Demnach wären eine Seitwärtsbewegung im ersten Quartal zu erwarten, ein Anstieg im zweiten, eine Korrektur im dritten und ein starkes Q4 mit einem Schluss auf Jahreshoch. Dagegen deuten 8er-Jahre kräftige Kursgewinne im Dow Jones an, denn nach dem Stillstand im ersten Quartal etabliert sich für gewöhnlich eine Rallye, die bis Jahresende anhält. Im Dax sprechen Nachwahljahre, die seit 1977 durchwegs positiv beendet wurden, für steigende Kurse, wobei die Jahreshochs im Dezember entstehen. Etwas komplizierter sind hier 8er-Jahre durch das starke zweite und das schwache dritte Quartal (deshalb Jahreshochs im Juli), wobei trotz Rückrechnung nur fünf 8er-Jahre zur Berechnung vorliegen, die zudem massiv vom Absturz 2008 (-40%) beeinflusst sind. Also:

Ich wiederhole die Prognose für 2018 aus meinem Vortrag am 10. Rosenheimer Börsentag: Das erste Quartal wird vermutlich nicht so prickelnd, das zweite sollte fester verlaufen. Q3 ist vorläufig noch offen, doch Q4 dürfte dann wieder von Kursgewinnen geprägt sein. Dies spricht für Jahrestiefs im Januar/Februar und Jahreshochs im Dezember. Im Oktober betonte ich das positive Überraschungspotenzial, weil die Märke auf All-Time-High und zugleich nahe an ihren 200-Tage-Linien notierten. Mittlerweile befindet sich der Dow Jones aber schon 14% über dem GD200, womit der vorläufige Hochpunkt in Sichtweite sein müsste. Deshalb:

Nachdem 2017 ohne zählbare Korrekturen ein historisches Ausnahmejahr war, dürfte 2018 umso volatiler werden. Möglicherweise schlägt das Pendel bei der Rückkehr zum Mittelwert sogar in die Gegenrichtung aus, weshalb es wichtig sein wird, die Signale der Trendfolge zu beachten und das Depotfundament, also die (BCDI-)Defensive, gegebenenfalls zu verstärken. Focus Money schrieb zuletzt übrigens über den BCDI: „Langweilig, aber renditestark“.

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller
Herausgeber
boerse.de-Aktienbrief

P.S.: Thomas Müller ist seit 1987 Verleger, Gründer und Vorstand der TM Börsenverlag AG, Gründer und Geschäftsführer der boerse.de Finanzportal GmbH sowie Herausgeber vom boerse.de-Aktienbrief. Zudem ist Thomas Müller Initiator des boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI) und des BCDI-Aktienfonds (WKN: A2AQJY).
Thomas Müller ist seit 1987 Verleger, Gründer und Vorstand der TM BÖRSENVERLAG AG, sowie Gründer und Geschäftsführer der boerse.de Finanzportal...
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